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TuS N-Lübbecke: Strosack und Genz lernten sich in Dormagen kennen

Reise in die Vergangenheit

Lübbecke (WB). Es gibt diese Spiele mit einer besonderen Geschichte. Peter Strosack (24) und Jo Gerrit Genz (23) lernten sich in der Talentschmiede von Bayer Dormagen kennen. Heute spielen beide zusammen für den TuS N-Lübbecke und ausgerechnet der Zweitliga-Auftakt führt das Duo an diesem Freitag an die alte Wirkungsstätte zurück.

Marc Schmedtlevin

Beim TuS N-Lübbecke wieder vereint: die guten Freunde Peter Strosack (links) und Jo Gerrit Genz. Foto: Marc Schmedtlevin

Spätestens das Trainingslager mit dem TuS erinnerte an vergangene Tage. In Barsinghausen teilten sich Peter Strosack und Jo Gerrit Genz ein Zimmer. Genauso wie damals bei Bayer Dormagen. Der Unterschied? »Wir sind einfach ein bisschen älter und somit auch reifer und ruhiger geworden«, sagt Genz, um dann mit einem Lächeln nachzuschieben: »In Dormagen haben wir damals aber richtig viel Spaß gehabt.«

Grundlage für Karriere

Die Zeit im Rhein-Kreis Neuss ist noch in guter Erinnerung, schließlich schafften beide Handballer dort die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere und erlebten auch andere Meilensteine. »Es handelt sich um eine besondere Zeit, weil ich dort erwachsen geworden bin. Ich war das erste Mal von zu Hause weg, habe dort mein Abitur und meinen Führerschein gemacht. Das vergisst man nicht«, sagt Genz. Für ihn führte der Weg vor zwei Jahren direkt von Dormagen nach Lübbecke. Strosack wechselte ein Jahr zuvor zum Erstligisten SC DHfK Leipzig und nun an den Wiehen. Aus den Augen verloren sich beide aber nicht, zu eng war der Kontakt auch abseits der Handballhalle. »Es ist eine richtig gute Freundschaft entstanden«, sagt Genz und bekommt die Bestätigung von Teamkollege Strosack: »Jo Gerrit ist einer meiner besten Freunde.«

Der gute Draht stellte auch bei Lübbeckes Verpflichtung von Strosack sicherlich keinen Nachteil dar. Über Genz gelangten alle nötigen Informationen zum Verein und zur Mannschaft in Richtung Leipzig. »Natürlich war das für einen ersten Eindruck nicht schlecht«, sagt Strosack und profitierte nun auch bei der Eingliederung im neuen Team: »Es ist immer besser, wenn man jemanden an der Seite hat, der sich schon auskennt.«

Duo schätzt sportliche Qualitäten

In- und auswendig kennen sich auch die Handballer Strosack und Genz. Beide schätzen sich und die Qualitäten des jeweils anderen. »Peter ist ein sehr athletischer Spieler, der sich als Außen auch immer wieder mit in das Spiel einbringt und besonders gefährlich bei Gegenstößen ist«, sagt Genz über Strosack. Andersherum sieht Strosack in Genz einen »Abwehrspezialisten«, der besonders mit seinem körperbetonten Spiel beeindrucken könne. »Da ist Gerrit etwas stärker aufgestellt als ich«, scherzt Strosack.

Die beiden Linkshänder könnten in Zukunft auch beim TuS N-Lübbecke eine Achse auf der rechten Seite bilden. »Zusammenspiel ist auch immer mit Vertrauen verbunden. Das ist bei uns auf jeden Fall vorhanden«, sagt Genz. Außerdem sei man mit einigen Aktionen des Mitspielers bestens vertraut – ein Vorteil, wenn es um das richtige Timing gehe. »Die Basics sind in unserem Zusammenspiel von damals noch da«, klärt Strosack auf.

Gechenke gibt es nicht

Eine erste Kostprobe im Liga-Alltag kann das wieder vereinte Gespann an diesem Freitag (Anwurf um 19.30 Uhr) geben – und das ausgerechnet in einer vertrauten Umgebung. Viele bekannte Gesichter aus früherer Zeit gebe es bei Bayer allerdings nicht mehr. »Dass wir in Dormagen spielen, sollte eine zusätzliche Motivation sein. Wir wollen gleich zwei Punkte holen«, kündigt Genz an, dass es keine Geschenke für den Ausbildungsverein, der weiterhin »sehr am Herzen liegt«, geben werde.

Ein Sieg in Dormagen soll für den TuS N-Lübbecke mit Genz und Strosack schließlich der ersten Schritt in Richtung Wiederaufstieg sein. Denn ein großes Ziel verfolgen die beiden: ein gemeinsamer Auftritt in der 1. Handball-Bundesliga.

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