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TuS N-Lübbecke: Der Routinier ist im Abwehrzentrum die ordnende Hand – „Wichtig ist, sich gegenseitig zu unterstützen“

Schlüsselspieler Bagaric: Der Mann vom Sicherheitsdienst

Lübbecke

Es ist seine vierte Saison beim TuS N-Lübbecke: Marko Bagaric ist einer der verbliebenen Eckpfeiler in der runderneuerten Zweitliga-Mannschaft – und somit nicht nur als Anpacker, sondern ordnende Hand in dieser Spielzeit besonders gefragt.

Alexander Grohmann

Leitwolf in der Abwehr: Marko Bagaric (Mitte, rechts Lutz Heiny) ist beim TuS N-Lübbecke auch aufgrund seiner Erfahrung als ordnende Hand gefragt. „Wir unterstützen uns gegenseitig“, sagt der 34-Jährige über die Weiterentwicklung der neu formierten Mannschaft. Foto: Oliver Krato

„Wir sind auf einem guten Weg, haben aber auch noch viel Raum für Entwicklung“, sagt der 34-Jährige über den Ist-Zustand der Mannschaft und verweist nach einigen Schwankungen im ersten Saisonviertel auf den Prozess, in dem sich der TuS befindet: „Wir lernen von Tag zu Tag, von Training zu Training.“

Nach zwei Dämpfern gegen den HSV Hamburg und den TV Großwallstadt (1:3 Punkte) setzten die Lübbecker am vergangenen Freitag zum Befreiungsschlag an. Das 32:30 gegen den VfL Lübeck-Schwartau kam genau zur richtigen Zeit, um die kleinen Zweifel an der Leistungsfähigkeit des TuS zu zerstreuen, die die Spieler mit ihren etwas wackeligen Auftritten zuvor selbst gesät hatten.

Zufriedenheit kommt bei Bagaric und Co. aber nur kurz auf. Schließlich geht es in den englischen Wochen vor Weihnachten gerade Schlag auf Schlag. Mit Blick auf das Nachholspiel gegen den EHV Aue (Mittwoch, 18 Uhr) verdeutlichte Emir Kurtagic während der virtuellen Pressekonferenz am Montag das Lübbecker Anspruchsdenken: Denn trotz der positiven Erkenntnisse beim jüngsten Heimsieg sah der Coach in der Abwehr Ansätze für Verbesserungen: „Unser Erfolg basiert im Wesentlichen darauf, dass wir hinten stabil stehen“, sagte Kurtagic, der die eigene Abwehrreihe für „eine der besten in der Liga“ hält. „Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen.“

Den Laden zusammenhalten muss in erster Linie Marko Bagaric. Der „Mann fürs Grobe“ ist in den eigenen Reihen als Leitwolf und Ratgeber anerkannt, der auch mit dem Pfund der Erfahrung aus vielen Profi-Jahren wuchern kann. „Er ist ein Vorbild, zu dem die Jungs aufschauen können. Ich glaube, dass Marko der neu formierten Mannschaft ein Stück weit ein Gefühl der Sicherheit gibt“, sagt Kurtagic über einen seiner wichtigsten Leader.

Bagaric füllt die Rolle gerne aus. „Wir reden in der Abwehr viel und finden gute Lösungen. Ich gebe den jungen Spielern gerne Tipps. Sie können immer auf mich zukommen. Das Wichtigste ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen und kompakt stehen“, sagt der 34-Jährige.

Mit Yannick Dräger und Leos Petrovsky hat der vorderste Lübbecker Türsteher im Innenblock in dieser Saison neues „Sicherheitspersonal“ an seiner Seite. Obwohl die Abwehr gegen die offensivstarken Gäste vom VfL Lübeck-Schwartau phasenweise ein paar Lücken offenbarte, bleibt festzuhalten: Die Anfälligkeit der ersten Spiele ist mittlerweile behoben. Auch das Zusammenspiel mit den Torhütern wurde verbessert, genauso wie das Gegenstoßverhalten. Wie gut die Abwehr-Idee schon verinnerlicht worden ist, beweist der Einsatz von Marek Nissen am vergangenen Freitag: Nach der Roten Karte gegen Dräger (46.) musste Lübbeckes Jungspund in die Bresche springen. „Er hat das sehr, sehr gut gemacht“, lobt Bagaric den lernbegierigen Nachwuchsspieler.

Auffällig: Beim Sieg gegen den Tabellenvierten schaltete sich Bagaric selbst verstärkt in den Gegenstoß ein und ließ mit zwei Treffern Abschluss-Qualitäten aufblitzen. Neuer Offensiv-Geist, der nicht von ungefähr kommt, sondern der Arbeit im Training entspringt. Ohnehin ist Kurtagic davon überzeugt, dass auch im Repertoire des Oldies noch stille Reserven schlummern. „Sein Spiel wird von Woche zu Woche besser“, lobt der Coach den Abwehrboss.

Bagaric bleibt fokussiert. Der Akteur will sich weiter in die Arbeit stürzen, damit der Ertrag stimmt. „Wir können unsere Ziele in dieser Saison erreichen, aber wir müssen uns weiter verbessern.“

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