Handball: Mit Leipzig hat der

TuS N-Lübbecke plant noch keine Team-Impfung

Minden/Leipzig

In der Handball-Bundesliga hat der SC DHfK Leipzig seine Mannschaft am Montag gegen Corona impfen lassen. Auch GWD Minden plant eine solche Aktion. Zweitligist TuS N-Lübbecke hält sich aus einem bestimmten Grund noch zurück.

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Die Kosten für die mittlerweile drei PCR-Testungen pro Woche sind zwar immens. Eine Impfung der Mannschaft lehnt TuS-Geschäftsführer Torsten Appel zum jetzigen Zeitpunkt aber aus einem bestimmten Grund noch ab. Foto: Ingo Notz

Die Bundesliga-Handballer von GWD Minden müssen sich noch drei Wochen gedulden. Bei Klassenpartner SC DHfK Leipzig ist man bereits einen Schritt weiter. Dort haben die Spieler am Montag die erste Anti-Corona-Impfung erhalten. Wie die Sachsen gestern mitteilten, wurde das Bundesliga-Team am Universitätsklinikum Leipzig mit dem Impfstoff Astrazeneca versorgt. Zur Vorbeugung möglicher Reaktionen hält sich die Mannschaft an die empfohlene Trainingskarenz von drei Tagen.

Von Donnerstag an bereitet sich die Leipziger Mannschaft auf das Ost-Duell beim SC Magdeburg am Sonntag vor. Die Zweitimpfung ist für Mitte Juli vorgesehen, so dass der SC DHfK immunisiert die Vorbereitung auf die nächste Saison angehen kann.

Die neue Spielzeit hat man auch bei GWD Minden im Blick. Im Rahmen der Freigabe der Impfungen für Betriebsärzte werde man am 3. Juni der Mannschaft ein Impfangebot unterbreiten, berichtet GWD-Finanzgeschäftsführer Markus Kalusche. Man wolle die sich dort bietende kleine Lücke nutzen. Als Impfstoff ist wie in Leipzig Astrazeneca vorgesehen.

Eine Ausnahme bei den Sachsen bildet Philipp Weber. Der Nationalspieler wurde wegen der bevorstehenden Olympia-Teilnahme über den Olympiastützpunkt Sachsen (OSP) mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft. Somit benötigt er keine Zweitimpfung und kann immunisiert zu den Olympischen Spielen nach Tokio fahren.

Beim TuS N-Lübbecke verfolgt man die Entwicklung mit Interesse, aber noch aus einer beobachtenden Position, wie Geschäftsführer Torsten Appel sagt: „Wir schauen uns sehr genau an, was in der Bundesliga passiert. Die Gegebenheiten sind aber noch nicht so, dass wir selbst als Verein in diese Richtung aktiv werden können“, sagt er.

Was Appel auch meint: Solange die Impfpriorisierung in der Bevölkerung nicht deutschlandweit aufgehoben ist, will der Zweitligist bei dieser sensiblen Thematik nicht vorpreschen. Dabei würde eine Immunisierung von Mannschaft und Mitarbeitern sehr weiterhelfen. „Wir haben hier jeden Tag schon sehr viele Kontakte“, so Appel.

Vor dem Saisonendspurt wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt: Gemäß dem HBL-Hygienekonzept müssen die Klubs in 1. und 2. Liga nunmehr drei PCR-Testungen pro Woche durchführen. „Kosten und zeitlicher Aufwand sind immens“, sagt Appel. Über kurz oder lang wird es auch beim TuS den „Piks“ geben. Appel: „Ziel ist es, unser Team spätestens zur neuen Saison komplett geimpft am Start zu haben.“

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