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Schneechaos: Handball-Zweitligist reist nicht nach Dessau – Entscheidung fiel morgens um acht Uhr

„Unverantwortlich“: TuS N-Lübbecke sagt Auswärtsspiel ab

Dessau/Lübbecke

Nach den coronabedingten Spielabsagen in der 2. Handball-Bundesliga trifft den TuS N-Lübbecke jetzt auch noch das Schneechaos: Das erste Bundesligaspiel des TuS im Jahr 2021 beim Dessau-Roßlauer HV ist abgesagt worden.

Alexander Grohmann

Dieses Bild veröffentlichte der Dessau-Roßlauer zur Spielabsage. Auch in Sachsen-Anhalt war am frühen Morgen schon reichlich Schnee gefallen. Die Entscheidung, dass der TuS N-Lübbecke die Reise nicht antritt, fiel am Morgen. Die Partie soll möglichst kurzfristig nachgeholt werden. Foto: DRHV

Grund ist der massive Wintereinbruch in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, der am frühen Sonntagmorgen bereits zu einem Verkehrschaos und Unfällen auch in der Region führte.

In Abstimmung mit der Handball-Bundesliga und dem Dessau-Roßlauer HV hat der TuS N-Lübbecke das Auswärtsspiel am frühen Sonntagmorgen abgesagt. „Nach Rücksprache mit unserem Reisepartner Aschemeyer war es für uns unverantwortlich, die Mannschaft auf die rund 300 Kilometer lange Auswärtsfahrt zu schicken. Die Autobahnen sind aufgrund des Schneechaos zum Teil gesperrt und wir wollen nicht das Risiko eingehen, die Gesundheit der Spieler, Trainer und Betreuer zu gefährden“, erklärte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel.

Wann das Auswärtsspiel des TuS nachgeholt wird, steht noch nicht fest. „Der Terminplan zu Beginn der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Weltmeisterschaftspause ist eng gestrickt. Wir werden gemeinsam mit dem Dessau-Roßlauer HV schauen, einen für beide Mannschaften geeigneten Termin zu finden“, sagte Appel weiter. „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, bei Andreas Wäschenbach von der HBL und Sebastian Glock vom Dessau-Roßlauer HV, für ihr Verständnis in dieser einmal mehr besonderen Situation“, so Appel.

TuS-Geschäftsführer Torsten Appel

Bereits am frühen Morgen hatte der Geschäftsführer die entscheidenden Gespräche geführt. „Wir hatten die Situation am Samstag noch einmal besprochen und gesagt: Wir probieren es. Heute sind wir aber zu dem Entschluss gekommen, dass es von unserer Seite aus unverantwortlich gewesen wäre, die Reise anzutreten. Um 8.30 Uhr habe ich den Gegner informiert. In Dessau hatte man absolutes Verständnis für die Entscheidung, zumal auch dort bereits viel Schnee lag. Auch bei der HBL war niemand überrascht“, berichtet Appel.

Es sei eine sachliche Abwägung der gesamten Situation gewesen. Nach den vier Corona-bedingten Spielabsagen in der Hinrunde verhinderte nun der extreme Wintereinbruch den TuS-Einsatz. „Eine wetterbedingte Absage habe ich persönlich noch nie erlebt“, sagte der 55-jährige Appel, der sich in dieser Saison wie seine Manager-Kollegen in der Liga immer wieder neuen Herausforderungen gegenübersieht.

Die Gespräche mit der HBL über einen neuen Spieltermin laufen bereits. Gut möglich ist, dass die Partie in Anbetracht des engen Terminkalenders kurzfristig nachgeholt wird.

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