Rope Skipping: Frauke Ahrens (15) aus Husen löst das Ticket für die leider nur virtuelle Weltmeisterschaft

75 Sekunden höllisches Vollgas

Lichtenau

Das hat es beim SC Rot-Weiß Husen noch nicht gegeben: Erstmals hat mit Frauke Ahrens (15) eine Rope Skipperin des Vereins bei einem Qualifikations-Wettkampf zur Jugend-Weltmeisterschaft teilgenommen – und sich auf Anhieb die Goldmedaille geschnappt. Entsprechend riesig war ihr Jubel über den ersten Platz im „Freestyle“ in der Altersklasse der 12 bis 15-jährigen Mädchen. Die fette Belohnung bleibt aber aus: Die WM in Ottawa (Kanada) kann corona-bedingt nicht in Präsenz stattfinden, sondern bloß virtuell. „Das wäre schon cool gewesen“, bedauert Frauke Ahrens. Ein kleiner Traum ist geplatzt.

Von Jörg Manthey

Bloß nicht verheddern: Skipperin Frauke Ahrens bei einer Aufzeichnung ihrer Weltmeisterschafts-Kür. 75 Sekunden gibt sie Vollgas zu den rockigen Klängen der australischen Hard-Rock-Band AC/DC. Bis zum August hat sie Zeit, ihr Freestyle-Video einzusenden. Foto: privat

Ihre selbst gesteckte Messlatte für den Bundeswettkampf lag hoch. Mehrere Wochen lang zeichnete die Sportlerin ihre Kür mit einer Kamera immer wieder auf, unzählige Sequenzen, und perfektionierte sie zusehends. Lohn der Mühen: Sie überzeugte die 40 Kampfrichter, die per Zoom-Meeting ihre Leistung mit 20,84 Punkten bewerteten. Damit war Frauke Ahrens in der mit 16 Sportlerinnen besetzten Klasse A3 das Maß aller Dinge. Die Zweitplatzierte (19,99) lag fast einen vollen Zähler dahinter; im Rope Skipping eine Welt.

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