1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Altenbeken
  6. >
  7. Kampf auf Augenhöhe

  8. >

Tabellenzweiter HSG Altenbeken/Buke verliert Spitzenspiel gegen Primus TSG Harsewinkel mit 29:32

Kampf auf Augenhöhe

Altenbeken (WB). Nach einer sehr intensiv geführten Partie hat Handball-Verbandsligist HSG Altenbeken/Buke zu Hause gegen den Spitzenreiter TSG Harsewinkel mit 29:32 (14:15) verloren, bleibt aber auf Platz zwei.

Markus Schlotjunker

Durchbruch: Rückraummann Benedikt Goesmann feierte in der zweiten Hälfte nach fast neun Monaten Pause sein Comeback in der ersten Mannschaft. Er brachte es gegen Primus Harsewinkel auf vier Treffer. Foto: Markus Schlotjunker

Es war ein Spitzenspiel, in dem die Gastgeber ein Gegner auf Augenhöhe waren. „Wir haben sehr gut gekämpft. Mit der Einstellung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden und kann ihr keinen Vorwurf machen“, kommentierte HSG-Trainer Jan Schwensfeger die Partie. 60 Minuten lang warfen sich seine Spieler in den Kampf, ließen sich auch von einem Sieben-Tore-Rückstand nicht beirren und hatten bis kurz vor Ende der Partie noch Chancen auf einen Punktgewinn.

Es ging gar nicht gut los: Rückraum-Shooter Felix Bahrenberg knallte bei einer Abwehraktion mit dem Kopf auf den Hallenboden und schied mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus. Gerade den erfahrenen Bahrenberg hätte die HSG gegen die robuste Harsewinkeler Abwehr gebrauchen können. So musste Schwensfeger also neben Nerdin Vunic und Florian Weißelstein gleich auf drei Stammspieler verzichten. Trotzdem hielt Altenbeken/Buke mit und kam auch nach 4:7-Rückstand mit vier Toren in Folge schnell wieder zurück. Bis zur Pause setzte sich keine Mannschaft ab. Alles schien möglich. Von der vermeintlichen Übermacht Harsewinkel, die unangefochten der Rückkehr in die Oberliga entgegen strebt, konnte bis dahin nicht die Rede sein.

Binnen 54 Sekunden trafen die Gäste dreimal zum 18:15

Auch die zweite Halbzeit begann noch gut, als Alexander Jungeilges den ersten Angriff der HSG mit dem Tor zum 15:15 (31.) abschloss. Dann ging es plötzlich blitzschnell. Die TSG spielte knallhart und sehr präzise ihre Stärke Tempohandball aus. Binnen 54 Sekunden trafen die Gäste dreimal zum 18:15 und ließen diesem Dreierpack kurz darauf einen zweiten zum 21:15 (34.) folgen, für den sie 64 Sekunden brauchten. Das saß! Wie im Boxring mussten sich die HSG, die in dieser Phase zwei Stürmerfouls, einen Fehlwurf und einen Fehlpass verzeichnete, und ihre Fans nach diesen Wirkungstreffern schütteln, um langsam wieder in Fahrt zu kommen und zurückzuschlagen.

Dank der nun folgenden Paraden von Torwart Thomas Stennes kam der Gastgeber wieder heran. Nach 18:25 (46.) stand es zweieinhalb Minuten vor Schluss durch ein Tor vom Comebacker Benedikt Goesmann 28:30. Nach einem abermaligen Ballgewinn in der Abwehr besaß Stennes die Chance zum Anschluss, als er den Ball in Richtung des leeren gegnerischen Tores warf, es aber verfehlte. „Wir hatten in der Phase unsere Probleme im gebundenen Spiel“, meinte TSG-Routinier Tobias Fröbel. „Die Partie hätte für uns auch nicht mehr viel länger gehen dürfen.“ In der Tat, hätte die HSG nicht noch einige Chancen liegen gelassen, wäre es noch richtig eng geworden in diesem wahren Spitzenspiel.

HSG: Stennes, Harst – Schubert, Vitic (3), Werning (3), Bahrenberg (2/1), Güldner, Grebe (2), Schadomsky (3/1), Goesmann (4), Richter (3), Unkell (4), Jungeilges (5)

Startseite
ANZEIGE