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Dirk Gerkens ist Deutscher Vizemeister der Vierspänner-Fahrer

Comeback mit Paukenschlag

Büren (WB). Dirk Gerkens vom Fahrsportverein Alt-Bürener-Land ist wieder in die nationale Elite vorgerückt. Bei den Deutschen Meisterschaften der Vierspänner-Fahrer in Donaueschingen belegte er Platz zwei und wurde Vizemeister. Ein Comeback mit Paukenschlag.

Julia Pongratz

Bei den Deutschen Meisterschaften der Vierspänner-Fahrer in Donaueschingen gab es natürlich auch wieder die spektakuläre Szenen bei der Wasserdurchfahrt zu sehen. Hinter Vizemeister Gerkens stehen auf dem Foto Ehefrau Eva und der langjährige Beifahrer Marco Bayer. Foto: Roger Müller

Dirk Gerkens, der Weltmeister der Pony-Vierspänner von 2003 und 2005, der seit einiger Zeit mit einem Großpferde-Vierspänner in den Turniersport zurückgekehrt ist, zeigte im Rahmen des internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturniers der nationalen und internationalen Konkurrenz, dass er auch mit seinem neuen Vierspänner direkt ganz vorne mitmischen kann. »Mein Gespann ist noch sehr jung. Ich bin besonders stolz, dass ich drei selbstgezogene Pferde anspannen kann und das Gespann bereits so gut zusammen funktioniert«, sagte der neue Vizemeister der Vierspänner.

Die Meisterschaften sind eine Kombinationswertung, vergleichbar mit dem Vielseitigkeitsreiten. Zuerst mussten die Fahrer eine Dressurprüfung bewältigen, anschließend im sogenannten Marathon eine Geländeprüfung fahren und zum Abschluss das Hindernis- oder Kegelfahren absolvieren. In allen drei Teilprüfungen platzierte sich Gerkens gegen die starke nationale und internationale Konkurrenz stets auf den vorderen Rängen und erreichte in der internationalen Kombiwertung den dritten Platz hinter Jozsef Dobrovitz aus Ungarn und seinem Landsmann Georg von Stein.

Sonderpreis für Gerkens

In der Wertung zur Deutschen Meisterschaft bedeute das Endresultat dann den Silberrang hinter Georg von Stein, der als derzeit stärkster deutscher Fahrer für Deutschland zu den Weltreiterspielen nach Tryon fliegen wird.

Neben den Erfolgen in den einzelnen Fahrprüfungen durfte Dirk Gerkens sich noch über eine ganz besondere Auszeichnung freuen: Da er als Schnellster die Wasserdurchfahrt in Donaueschingen, die sogenannte Briga, in acht Sekunden gemeistert hat, gewann er den Sonderehrenpreis, der extra für dieses Hindernis als Zusatz-Preis ausgeschrieben ist und in Donaueschingen eine besondere Ehre darstellt.

»Ich war einige Jahre im Turniersport weniger aktiv, da in den vergangenen Jahren erst einmal private Dinge im Vordergrund standen. In diesem Jahr bin ich aber direkt mit einigen großen Turnieren wieder voll eingestiegen und so zum Beispiel bereits Riesenbeck, Rastede und jetzt zum Abschluss Donaueschingen gefahren«, fasst Gerkens seine erfolgreiche Saison zusammen.

Nominierung für den Bundeskader möglich

Der Bundestrainer hat im Anschluss an die Deutschen Meisterschaften bereits die Nominierung für den Bundeskader in Aussicht gestellt. Gerkens, der mit den nationalen Titelkämpfen die Saison 2018 für sich beendet hat, blickt bereits auf das kommende Jahr mit den Europameisterschaften in Donaueschingen: »Die Qualifikation für die EM im kommenden Jahr wird sicherlich ein großes Ziel sein. Die Hauptsache ist aber, dass die Pferde gesund bleiben. Dann werden wir sehen, was das nächste Jahr bringt.«

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