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Reiten: Delbrücks-Masters mit hochkarätigem Springsport

Heimsiege, Rekorde und Premieren

Delbrück (WB). Einen besseren Abschluss hätten die Delbrück Masters nicht finden können: Sebastian Holtgräve-Osthues siegte im Großen Preis vor heimischer Kulisse. Greta Lummer, ebenfalls vom gastgebenden RFV Graf Sporck Delbrück, sicherte sich den Katharinenmarktpokal.

Leah Laven

Besser hätte es für Sebastian Holtgräve-Osthues nicht laufen können. Der Delbrücker siegte auf Carpigiana im Großen Preis. Foto: RV Graf Sporck

Das waren nicht die einzigen guten Nachrichten, über die sich der RFV Graf Sporck Delbrück nach den vier Turniertagen freuen durfte. Mit erstklassigen Bedingungen ermöglichten die Veranstalter hochkarätigen Springsport. Die Meinung der Reiter fiel einstimmig aus: »Was hier auf die Beine gestellt wird, ist absolut klasse.« Diese positiven Rückmeldungen bestätigten den Veranstalter in der Entscheidung, die Veranstaltung im Vergleich zum Vorjahr weiter auszubauen – im Parcours sowie daneben. Anstelle von drei S-Springen wurden in diesem Jahr vier ausgetragen, die neue Flutlichtanlage ermöglichte Springsport an drei Abenden inklusive eines Showprogramms, ein großer Videoscreen zeigte Live-Bilder der Ritte, Lounge-Möbel und Tribünen säumten den Parcours und eine ausgetüftelte Beleuchtung tauchte die Anlage in den Abendstunden in besonderes Licht.

Hervorragende Bedingungen

Die hervorragenden Bedingungen sprechen sich in Reiterkreisen schnell herum, so dass der RFV Graf Sporck Delbrück nicht nur einen neuen Rekord mit mehr als 1500 Nennungen verzeichnete, sondern auch zahlreiche Reiter aus den benachbarten Bundesländern begrüßen durfte. »Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass unser Turnier bei den Reitern und Zuschauern so gut ankommt«, erklärte Dr. Andrea Pöppel als 1. Vorsitzende. »Hinter so einer Veranstaltung steckt jede Menge Arbeitskraft- und stunden unserer Mitglieder, denen ein großer Dank gebührt. Ohne sie hätten wir das Turnier nicht so erfolgreich stemmen können.«

Die Erwartungen übertroffen hatte das erstmalig ausgetragene Barrierenspringen am Samstagabend. 17 Starter wurden von den zahlreichen Zuschauern angefeuert. Nach drei Stechen ging Jens Goldfuß vom ZRFV Rietberg-Druffel als Sieger hervor. Er überwand als einziger Reiter im Sattel seines Hengstes Capistrano, der im Besitz des NRW-Landgestüts steht, die Höhe von 1,90 Meter fehlerfrei.

Am Sonntag schlug dann die Stunde von Sebastian Holtgräve-Osthues und seiner Stute Carpigiana. Am Morgen sicherten sie sich zunächst die Goldene Schleife im M**-Springen, im Großen Preis am Nachmittag qualifizierten die beiden sich neben neun weiteren Reitern für das Stechen des S-Springens. Die elfjährige Stute hat unter ihrem Reiter in diesem Jahr bereits sechs S-Springen gewonnen. Im Stechen zeigte sie dann, dass sie eine echte Kämpferin ist: Das Delbrücker Paar nahm Henrik Griese (Cherusker) im Sattel von Pikeur Lord Fauntleroy über eine Sekunde ab. »Der Tag lief spitze mit den beiden Siegen. Und dann noch zuhause vor dem Delbrücker Publikum den Großen Preis zu gewinnen, besser geht es nicht«, sagte Holtgräve-Osthues. Dritter wurde Tim Riesekamp-Goedeking (Westerkappeln) auf IB Qualita. Nicole Könnemann (Brüninghorstedt) gewann das Championat von Delbrück, hier platzierten sich Andreas Tölle (Westenholz), Matthias Berenbrinker (Paderborn) und Jan Kersting (Büren) auf den Plätzen fünf, sechs und sieben. Im S-Springen für junge Pferde war Katrin Eckermann (Kranenburg) das Maß aller Dinge: Sie wurde Erste, Dritte und Fünfte.

Gut zugesehen beim Großen Preis hatte Greta Lummer vom RFV Graf Sporck Delbrück. Im Katharinenmarktpokal, einer Springprüfung der Klasse A**, ließ die 12-Jährige Cadance, den sie seit diesem Sommer auf Turnieren reitet, nur so über die Hindernisse fliegen. Mit ebenfalls mehr als einer Sekunde Vorsprung siegte sie nach dem Stechen vor Pascal Peitz (Westenholz) und Hannah Seibel (Delbrück). Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter www.nennung-online.de.

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