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Volleyball-Zweitligist DJK Delbrück sucht noch nach Verstärkungen

»Ohne Geld geht es nicht mehr«

Delbrück (WB). Bei der DJK Delbrück hat die Vorbereitung auf die elfte Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga begonnen. Noch hat Trainer Uli Kussin nicht alle Spieler beisammen. Neuzugänge gibt es auch (noch) keine zu vermelden. Dafür allerdings einen weiteren Abgang.

Markus Schlotjunker

Auch die Nummer 2 fehlt der DJK in der kommenden Saison. Thomas Konrad Cieslar legt eine Pause ein. Foto: Markus Schlotjunker

Nach Tobias Daniels, Fabian Dicken, Kevin Kreker, Christian Hönisch und Benjamin Kratz wird auch Thomas Konrad Cieslar nicht mehr für den Zweitligisten aufschlagen. Der Mittelblocker legt eine Volleyball-Pause ein und konzentriert sich auf seinen beruflichen Werdegang.

Derzeit hat Kussin aufgrund der Urlaubszeit sieben Spieler im Training, in etwa drei Wochen soll die Mannschaft aber komplett sein. Fest mit dabei sind dann die Nachwuchsspieler Niklas Hinz und Finn von Soldenhoff. Die beiden 17-Jährigen haben zwar wie in der vorigen Saison ein Doppelspielrecht beim Regionalligisten VBC Paderborn, trainieren nun aber voll bei der DJK mit und sollen dort auch vorrangig spielen. Dazu sollen und müssen noch neue Spieler kommen. Zurzeit hat Kussin zwei Spieler zum Probetraining: Den 20-jährigen Daniel Denk (VBC Paderborn) für die Libero-Position und Brian Leppin (26) vom Regionalligisten Telekom Post SV Bielefeld für Annahme Außen. Drei weitere Testspieler werden sich noch in Delbrück vorstellen. Zwei davon spielen unterklassig, einer bei einem Bundesligisten. Acht bis zehn weitere Volleyballer hatte Kussin kontaktiert, zog aber bei der Verpflichtung aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten gegenüber potenteren Vereinen den Kürzeren. »Das wird immer schlimmer. Ohne Geld geht es nicht mehr«, hat Kussin festgestellt.

Uli Kussin

»Ziel ist es, mit zwölf, 13 Spielern in die Saison zu gehen«, sagt Delbrücks Trainer, der guten Mutes ist, dass das klappt. Positiv zu vermelden ist, dass Christian Wuttke, der in der vergangenen Spielzeit länger verletzt ausfiel, und vor allem Martin Steinbrück, der nach seinem Wechsel zur DJK 2017/2018 gar kein Spiel absolvieren konnte, wieder richtig fit und einsatzbereit sind.

»Diejenigen, die sich noch vorstellen, sind wie Hinz, von Soldenhoff und Denk noch sehr jung, so dass wir dann auch einen sehr jungen Kader haben werden, dessen Spieler fast alle aus der Region stammen«, erklärt Kussin. Der hat von Denk und Leppin, der Ende der vorigen Saison schon mal bei der DJK mittrainierte, jeweils einen guten Eindruck. Eine Verpflichtung scheint also kurz bevorzustehen. In jedem Fall braucht die neu formierte Mannschaft Spielpraxis. Dafür wird es zwei oder drei Testspiele gegen den Telekom Post SV Bielefeld geben, wo Delbrücks langjähriger Co-Trainer Michael Baumeister seit kurzem das Traineramt innehat. Zudem nimmt die DJK am Herforder Cup in Bielefeld teil. Das erste Pflichtspiel – die Qualifikation zum WVV-Pokal beim Oberligisten TuS Iserlohn – findet am 1. September statt, ehe zwei Wochen später die neue Saison in der 2. Liga losgeht. »Die halte ich übrigens nicht für stärker als die in der vergangenen Spielzeit. Die Aufsteiger Kieler TV und TV Baden werden wohl auch keine neuen Spieler einkaufen können und wie es aussieht, werden TuB Bocholt, VV Humann Essen oder SV Lindow-Gransee ihre Abgänge hauptsächlich mit jungen Spielern ausgleichen«, meint der Delbrücker Coach.

Uli Kussin

Für den ist, gerade wegen des personellen Umbruchs in Delbrück, der Klassenerhalt das Ziel. Wer die DJK auf dem Weg dahin aufs Feld führen wird, steht übrigens noch nicht fest. Nach dem Abgang von Kapitän Tobias Daniels muss ein Nachfolger gefunden werden. »Das geschieht durch eine demokratische Wahl. Ich werde aber vielleicht etwas Einfluss darauf nehmen«, berichtet Kussin.

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