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DJK Delbrück hält gegen den TV Baden lange gut, verliert aber 0:3

Wieder reicht es nicht

Delbrück (WB). Am 20. Spieltag der 2. Volleyball-Bundesliga ist die bereits als Absteiger feststehende DJK Delbrück wieder mal erfolglos geblieben. Das sieglose Schlusslicht verlor in eigener Halle gegen den TV Baden mit 0:3 (19:25, 19:25, 23:25).

Markus Schlotjunker

Delbrücks Außenangreifer Maximilian Protte punktete gegen den TV Baden im Angriff regelmäßig. Foto: Markus Schlotjunker

»Same procedure as every week«, möchte man in Anlehnung an eine beliebte Silvester-Fernsehsendung sagen. Wie so oft hielten die Delbrücker in den Sätzen jeweils einige Zeit mit, um dann aber abreißen zu lassen und am Ende mit leeren Händen dazustehen. Der Kommentar von Hallensprecher Jonas Wieners, bezogen auf einen knapp ins Aus gehenden Ball von Libero Daniel Denk, der zur Annahme herangesprungen war, durfte sinnbildlich für das Spiel wie für viele andere in dieser Saison genommen werden. »Aber er kommt nicht ganz dran«, sagte Wieners zum Ausball Denks. Genau so war es: Die Delbrücker waren motiviert, kämpften, punkteten diesmal auch im Angriff ganz gut – aber es reichte eben nicht ganz.

Uli Kussin

Im ersten Satz führten die Delbrücker 8:7, als sie mit den Fload-Aufschlägen eines Badeners nicht zurechtkamen und mit 8:12 zurückfielen. »Warum wir mit dem Aufschlag überhaupt Probleme haben, verstehe ich nicht. Noch weniger verstehe ich, dass wir in der zweiten oder dritten Runde mit demselben Spieler dieselben Probleme haben«, rätselte DJK-Trainer Uli Kussin. Immerhin glich seine Mannschaft sofort wieder zum 12:12 aus und blieb bis zum 18:18 gleichauf. Ruckzuck war der Satz aber nach einer 1:7-Serie plötzlich verloren. »Wir sind bis dahin fast besser als der Gegner, leisten uns aber dann viele leichte Fehler und treffen falsche Entscheidungen«, konnte es Kussin nicht begreifen. »Dabei hatten wir doch im Gegensatz zum Gegner, der noch um den Klassenerhalt kämpft, nichts mehr zu verlieren und brauchen nicht nervös zu sein«, verstand der Coach seine Spieler nicht.

Uli Kussin

Identisches Bild im zweiten Satz: Delbrück fiel erst von 8:8 auf 9:13 zurück, kämpfte sich von 11:15 auf 16:15 und gab auch diesen Satz nach einer 1:7-Serie zum 17:22 aus der Hand. »Wir geben in diesen Phasen ohne Not die taktischen Vorgaben auf und verlieren unsere Linie«, ärgerte sich Kussin, nach wie vor über jede Niederlage arg enttäuscht. »Wir stecken auch nicht den Kopf in den Sand oder sind irgendwie hibbelig. Es sind jedes Mal Kleinigkeiten, die uns die Sätze kosten«, sagte Außenangreifer Maximilian Protte, der regelmäßig im Angriff punktete.

Im dritten Satz kam der Gastgeber nach einigen Rückständen jeweils zurück und hatte bis zum 21:21 alle Chancen auf den 1:2-Anschluss. Doch mit zwei Aufschlagfehlern und einem Block, der im Aus landete, halfen die Delbrücker erneut mit, dass der Gegner zum 3:0 kam.

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