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Kristin König wechselt zum Tischtennis-Regionalligisten Hövelhof

Beim TTV wird‘s königlich

Hövelhof

Verstärkung für den TTV Hövelhof: Kristin König schließt sich mitten in der Saison dem Tischtennis-Regionalligisten an. Für die 20-Jährige ist’s ein Aufstieg: Sie kommt vom TTC Mennighüffen (Oberliga), spielte dort an Position drei. Ihre Einzelbilanz: 8:4.

Jörg Manthey 

Kristin König wechselt zu Tischtennis-Regionalligist TTV Hövelhof. Foto: Fabian Scholz

Teamchef Klaus-Dieter Borgmeier versieht diesen Transfer mit einer perspektivischen Note. „Wir haben es ja selber schon gemerkt, dass es immer mal sein kann, dass eine Spielerin verletzt aussetzen muss.“ Zudem helfe Stefanie Graute zwar gerne bei den Heimspielen aus, würde weite Auswärtsfahrten aber lieber vermeiden. „Die Regionalliga ist keine Jojo-Klasse. Wir wollen das professionell angehen“, erklärt Borgmeier. Seine Absicht: den Aufsteiger, aktuell Rangdritter, in den Top 3 zu etablieren. Dank seines zum TT-Leistungszentrum ausgebauten Kellers (wir berichteten) könnte Corona dem TTV Hövelhof sogar in die Karten spielen. Borgmeier: „Wir haben weiterhin perfekte Trainingsbedingungen. Ich bin sicher, keine Mannschaft in der Liga kann soviel trainieren wie wir.“

Und auch die „Neue“ könnte so einen Leistungssprung verbuchen. Sie wird im Keller zweimal in der Woche Einzeltraining erhalten. Als „Kind“ der Region ergänzt Kristin König perfekt den Hövelhofer Lokalkolorit. Seit Saisonbeginn ist sie Vereinsmitglied, wohnt in Paderborn und hat dort ein Sportstudium begonnen. „Es sind jetzt nur noch 20 Minuten Fahrt zum Training statt 70. Eine Vereinfachung“, freut sich die 20-Jährige über „den Luxus, so eine gute Mannschaft in der Nachbarschaft zu haben, die so hoch spielt.“

Kristin König hatte die eigene Tischtenniskarriere zuletzt etwas hintenan gestellt. Die B-Lizenz-Inhaberin widmete sich stattdessen vermehrt ihrer Trainertätigkeit in Bad Driburg, Elsen und Schloß Holte. „Aber ich bin voll ambitioniert und will mich in Hövelhof weiter verbessern.“

Ihre illustre TT-Vergangenheit kann sich sehen lassen. Als Eigengewächs des TuS Driburg schnupperte Kristin König früh Zweitligaluft und wechselte dann über den TTSV Schloß Holte-Sende (Regionalliga) zum Drittligisten KSV Spvgg Auedamm. In Mennighüffen spielte sie im dritten Jahr.

Neben zwei Westdeutschen Meistertiteln im Doppel (2015, 2016) gewann Kristin König in den beiden Jahren auch die Westdeutsche Rangliste im Einzel. 2015 krönte sie ihr Jahr mit der Silbermedaille im Damen-Doppel bei den Westdeutschen Meisterschaften an der Seite der damaligen Bad Driburger Bundesligaspielerin Katharina Michajlova.

Als ihren größten Erfolg bezeichnet die damalige Neuenheerserin ihr Auftrumpfen beim Top 12-WTTV-Ranglistenturnier der Mädchen A. Dort kürte sie sich 2016 und 2017 zur Königin.

„Bei uns ist alles im grünen Bereich. Die Stimmung ist hervorragend, trotz Corona“, sagt Borgmeier. Der wartet ganz entspannt ab, wann die Saison fortgesetzt wird.

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