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Dressurreiterin Lia Welschof aus Hövelhof glänzt auch im Vergleich mit der U25-Konkurrenz

Erfolgreiches Debüt in Mannheim

Hövelhof

Nach hocherfolgreichen Jahren im Lager der Jungen Reiter bricht für Lia Welschof in diesem Jahr eine neue Ära an. Mit jetzt 22 Jahren ist die talentierte Reiterin vom RV Hövelhof im Bereich der U25-Reiter angekommen.

Julia Pongratz

Lia Welschof vom RV Hövelhof hat auch in der neuen Klasse der U25-Reiter Grund zum Strahlen. Foto: Sina Schaeper

Der Sprung von den Jungen Reitern zu den U25-Reitern ist bezüglich der Anforderungen im Dressurviereck immens. Jetzt heißt es für Lia Welschof auf internationalem Grand-Prix-Niveau anzugreifen, was nach den bisherigen Prüfungen auf S-Niveau den Sprung in die Königsklasse bedeutet. Auch wenn bisher noch keine Erfahrungen im Grand Prix vorhanden waren, wurde Welschof direkt vom westfälischen Landesverband für die Piaff-Förderpreis-Tour nominiert und hat sich somit schon im Vorfeld der ersten Turniere gegen die starke westfälische Konkurrenz durchgesetzt.

Im Rahmen ihres persönlichen Grand-Prix-Debüts feierte sie nun am vergangenen Wochenende auf dem Turnier in Mannheim auch die Premiere mit ihrem neuen vierbeinigen Partner, dem Hengst First Selection. Der 14-jährige Hengst ist dabei nicht nur im Dressurviereck aktiv, sondern auch als Landbeschäler beim Westfälischen Landesgestüt im Deckeinsatz aktiv.

„Eigentlich hätte ich gerne zuerst auf einem kleineren Turnier erste Erfahrungen mit First Selection gesammelt, da er als Hengst und aktiver Landbeschäler schon deutlich anders zu reiten und ist als meine Wallache“, lacht die junge Reiterin, „der direkte Einstieg in einer Qualifikation zum Piaff Förderpreis war dann schon eine große Herausforderung.“

Diese Herausforderung hat das junge Paar aber bestens gemeistert. In einem stark besetzten Starterfeld mit der deutschen Top-Nachwuchselite wie Raphael Netz und Semmieke Rothenberger gelang es Lia Welschof, sich direkt zu behaupten.

„Bei unserer ersten Prüfung habe ich noch sehr kontrolliert geritten, um kein Risiko einzugehen, sozusagen mit angezogener Handbremse“, berichtet Welschof von ihren Ritten in Mannheim, „im Grand Prix am Folgetag habe ich dann aber schon viel besser zeigen können, wie gut wir auch schon im Training harmonieren und das haben auch die Richterbewertungen gezeigt.“

Direkt ein Ausrufezeichen gesetzt

Während die sympathische Amazone in der Intermediaire II 69,324 Prozent erreichte, wurde der erste Grand Prix Ritt am Folgetag mit 71,821 Prozent bewertet, was auch direkt die erste Platzierung für Lia Welschof im Grand Prix bedeutete. Hinter dem Sieger Raphael Netz belegte die Paderbornerin Platz sieben. Als eine der jüngsten Reiterinnen der Konkurrenz hat Lia Welschof damit direkt ein Ausrufezeichen gesetzt, dass auch in der Altersklasse der U25-Reiter definitiv mit ihr zu rechnen ist.

In diesem Jahr steht jetzt die Piaff Förderpreis Tour für Lia Welschof im Fokus. Die Qualifikation für das Finale zum Jahresende in Stuttgart wäre dabei ein großes Ziel. Die nächste Station auf diesem Weg steht dann Anfang Juni mit dem Balve Optimum auf dem Programm. Gemeinsam mit ihrer Mutter und Oliver Oelrich als Trainerteam sind Lia Welschof und First Selection bestens aufgestellt für diese Aufgabe und auch die bisherigen Erfolgspferde Linus und First Class stehen ebenfalls schon in den Startlöchern, um erste Grand Prix Erfahrungen zu sammeln. Somit wird auch in diesem Jahr sicherlich noch einiges von Lia Welschof zu hören sein.

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