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4:2 im Elfmeterschießen gegen den SCV Neuenbeken

Hövelhof holt den Kreispokal – Tepper ein starker Rückhalt

Lichtenau-Atteln

Nachdem der Abonnements-Kreispokalsieger und Titelverteidiger Delbrücker SC bereits in der zweiten Runde die Segel streichen musste, war bereits früh klar, dass der Krombacher Kreispokal des FLVW-Kreises Paderborn einen neuen Sieger hervorbringen würde. Im Finale in Atteln standen sich nun die beiden Landesligisten SCV Neuenbeken und Hövelhofer SV gegenüber. Vor gut 300 Zuschauern hatte am Ende der HSV, nachdem er schwer ins Spiel gefunden hatte, das glückliche Ende auf seiner Seite. Nach torloser reguläer Spielzeit musste das Elfmeterschießen entscheiden, hier hieß es am Ende 4:2.

Von Christian Kroker

Landesligist Hövelhofer SV ist Kreispokalsieger und qualifiziert sich nach dem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Neuenbeken für den Westfalenpokal. Foto: Christian Kroker

Damit qualifizierte sich die Mannschaft von Trainer Frank Ewert für den Westfalenpokal der Saison 2022/2023.

Überhaupt war es für Ewert ein besonderer Tag, da er schließlich über sieben Jahre in Atteln tätig war und zum ersten Mal in sportlicher Funktion an die alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Doch es war in diesem Finale der SCV der seinem ersten Pokalsieg deutlich näher gewesen ist. Entwickelte sich in der ersten Halbzeit noch ein ausgeglichenes Spiel, das sich weitesgehend zwischen den beiden Strafräumen abspielte, übernahm Neuenbeken mit zunehmender Spielzeit die Kontrolle auf dem Feld und erspielte sich zahlreiche hochkarätige Torchancen. Doch Miguel Soylu, Markus Witmann oder auch Julian Herbst scheiterten entweder am eigenen Unvermögen oder am starken Simon Tepper im Hövelhofer Gehäuse.

„Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen. Es ist schade, dass sich die Jungs für ihre gute Leistung nicht belohnen konnten“, bilanzierte SCV-Coach Marco Cirrincione nach dem Elfmeterschießen, denn es kam wie es kommen musste. Hövelhof rettete und zitterte sich eben in dieses Elfmeterschießen, hatte dort aber die besseren Nerven. Während beim HSV nur Azad Dogan an Tayfun Türk scheiterte, waren auf Seite von Neuenbeken gleich zwei Schützen nicht erfolgreich. Alexander Doms scheiterte an Tepper, während Julian Herbst den Ball über das Tor schoss. So konnte Kevin Malena als fünfter Hövelhofer Schütze zum 4:2-Finalsieg verwandeln.

Dass die Feierlichkeiten der Hövelhofer nach der von Pokalspielleiter Sven Antpöhler durchgeführten Siegerehrung dann eher reserviert ausfielen, lag zum einen vielleicht auch am glücklichen Sieg, war aber mehr der Tatsache geschuldet, dass sie bereits am Sonntag wieder ein eminent wichtiges Spiel im Abstiegskampf der Landesliga bestreiten müssen.

„Riesenkompliment an die Mannschaft. Sie hat den Teamgeist auf den Platz bekommen und sich dafür belohnt“, sagte Frank Ewert. Fußballerisch war er mit dem „Ausrufezeichen in unserer schwierigen Situation“ eher weniger zufrieden. „Es war in der fünften englischen Woche nicht unser bestes Spiel, insgesamt zu unruhig und hektisch. Ich hätte mir mehr Ballbesitzfußball gewünscht.“

SCV Neuenbeken: Türk – Erisa (90. Vetter), Bornefeld, Rasche, Doms, Peters, Ndubueze, Adejoju, Witmann, Soylu (77. Lütkefedder), Gorji (69. Herbst)
Hövelhofer SV:
Tepper – Peters, Henke (26. Balke), Kaspar, Schröder (84. Zimmermann), S. Dogan, A. Dogan, Pinto (57. Malena), Klaus, Laigle (84. Lummer), Cesa

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