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Sportschießen: Luftgewehr-Asse des SSV St. Hubertus Elsen treffen am Samstag bei der Bundesliga-Endrunde in Rotenburg/Fulda im Viertelfinale auf die SSG Dynamit-Fürth

„Ab jetzt ist alles Bonus“

Paderborn  (WB/jm). Jetzt gilt’s: In Rotenburg an der Fulda ermitteln Deutschlands beste Luftgewehrschützen an diesem Wochenende ihren Bundesliga-Mannschaftsmeister.

Zur DM-Endrunde nach Rotenburg/Fulda. Von links jubeln Dirk Steinicke, Denise Palberg, István Peni, Nadine Hochgeschurz, Malin Wigger, Bastian Blos und Tatjana Spies. Foto: Markus Quickstern

Zum finalen Reigen der acht qualifizierten Teams in der multifunktionellen Göbel Hotels Arena (Fassungsvermögen: 2750 Besucher) gehört natürlich auch wieder der Deutsche Rekordmeister SSV St. Hubertus Elsen, der bereits viermal den Meisterspiegel gewinnen konnte und sich zum insgesamt sechsten Mal in Folge für das DM-Finale qualifiziert hat.

Wiedersehen mit Sonja Pfeilschifter

Viertelfinalgegner beim 23. Bundesligafinale ist am Samstag, 1. Februar (10.45 Uhr), der Süd-Dritte SSG Dynamit-Fürth. „Das ist eine Neuauflage des DM-Halbfinales aus dem Vorjahr“, erzählt Hubertus-Chef Markus Quickstern. Im vorigen Jahr schnappte sich die Dynamit-Equipe um die mehrfache Welt- und Europameisterin und Weltschützin Sonja Pfeilschifter, die kurz vor ihrem 49. Geburtstag immer noch die Spitzenposition beim Gegner innehat, die Bronzemedaille. Pfeilschifter weist auch eine zweijährige Elsener Vergangenheit auf. 2016 trug die Münchenerin maßgeblich zum dritten deutschen Bundesliga-Meistertitel der SSV-Vereinsgeschichte bei und verabschiedete sich nach insgesamt 23 Bundesliga-Einsätzen nur schweren Herzens aus Elsen; sie habe hier „viel Spaß“ gehabt.

Doch auch Fürths Nachwuchs hat was drauf. Pascal Walter (19) etwa behauptete sich in der Bundesligamannschaft und steigerte seine Bestleistung auf 399 Ringe. Beide Mannschaften trainieren am Freitag ab 16.45 Uhr nebeneinander. Dort wird sich das finale Aufgebot gegen Fürth entscheiden; aus sechs mach fünf lautet die Elsener Auslese.

Istvàn Péni möchte seine erste DM-Medaille

„Wir haben mit dem Finale unser Ziel erreicht. Ab jetzt ist alles Bonus“, freut sich Elsens Denise Palberg auf die Tage in Rotenburg an der Fulda. „Wie’s in der K.o-Runde läuft, ist auch immer tagesformabhängig.“ Der Ungar István Péni möchte in seinem ersten Jahr beim amtierenden „Vize“ zu gerne seine erste DM-Medaille erkämpfen. Markus Quickstern wähnt seine Elite-Schützen jedenfalls „auf einem guten Weg.“

Aus der Nordstaffel haben sich neben Primus SSG Kevelaer noch der SV Wieckenberg und die SB Freiheit (19:1 Einzelpunkte in Folge in den zurückliegenden vier Wettkämpfen) den Einzug in die DM-Finalrunde gesichert, derweil aus dem Süden vier bayrische Mannschaften das Rotenburg-Ticket gelöst haben. Als Topfavorit auf den Titel wird allseits der amtierende Deutsche Meister aus Kevelaer gehandelt. Die Galas der Tiger in der Meisterschaft nährten Ambitionen für die Mission „Titelverteidigung“. Die Mannschaft um Nachwuchstalent Anna Janßen wartete mit zahlreichen Spitzenleistungen auf: einmal 400 Ringe, zwölfmal 399 Ringe, sechsmal 398 Ringe. Kevelaer hob den eigenen Bundesligarekord auf 1987 Ringe an und erreichte diese Marke am letzten Wettkampftag nochmal.

Mögliche Halbfinalgegner: Vöhringen oder SB Freiheit

Die weiteren drei Süd-Nord-Viertelfinals am 1. Februar in Rotenburg/Fulda auf einen Blick: SV Pfeil Vöhringen - SB Freiheit (9 Uhr), Eichenlaub Saltendorf - SV Wieckenberg (12.30 Uhr) und Der Bund München - SSG Kevelaer (14.15 Uhr). Die Halbfinals folgen am selben Tag (16 Uhr, 18 Uhr). Im Falle eines Sieges würde Elsen auf den Gewinner des Duells SV Pfeil Vöhringen - SB Freiheit treffen. Am Sonntag, 2. Februar, stehen der Kampf um Platz drei (11.30 Uhr) und das große Finale (14.30 Uhr) auf dem Programm.

Irre Geräuschkulisse

Die Atmosphäre der vom Ausrichter SG Mengshausen visuell aufwändig in Szene gesetzten Finalwettkämpfe um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft wird für jeden Schützen eine Herausforderung. „Wir werden gemeinsam alles unternehmen, um erneut das Gefühl eines kleinen Olympischen Dorfes hervorzurufen“, heißt es von Seiten der SG, die ihren 100. Vereinsgeburtstag feiert. „Die Gegebenheiten vor Ort sind top“, erzählt Markus Quickstern. Mehr als 50 Schlachtenbummler werden Elsens Schützen den Rücken stärken. „Quiet, please“ wird es zu keiner Sekunde geben. Das Bundesligafinale ist stets ein Hexenkessel mit irrer Geräuschkulisse. Hier die Nerven und eine ruhige Hand zu bewahren, zeichnet die besten Schützen aus. Elsens Bastian Blos plaudert aus dem Nähkästchen: „Die Ratschen und das Klatschen verschwimmen in einem einzigen großen Ton. Das bekommst du gar nicht so richtig mit. Richtig heftig sind die Trommeln; insbesondere, wenn’s asynchron ist. Die dumpfen Schläge können dich schon aus dem Konzept bringen. Manchmal vibriert auch der Boden.“

Weitere Infos: www.bundesligafinale-sgimengshausen.de

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