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Tennis-Bundesliga: TuS Sennelager wehrt sich gegen eine Saison ohne Zuschauer

„Angst vor einem Totentanz“

Paderborn

Bis Anfang April wollten die zehn teilnehmenden Vereine Klarheit haben: Gibt es die Tennis-Bundesliga der Herren im kommenden Sommer, oder bedingt durch die Corona-Problematik wie in 2020 erneut nicht? Die jetzt vom Deutschen Tennisbund (DTB) getroffene Entscheidung, die Spielzeit notfalls auch ohne Zuschauer zu spielen, stößt beim hiesigen Vertreter TuS Sennelager auf wenig Gegenliebe.

wn

Ein Bild aus besseren Tagen: Volle Ränge bei einem Erstliga-Heimspiel des TuS Sennelager. Nach dem Willen des Deutschen Tennisbundes findet die 1. Herren-Bundesliga im Juli und August statt, bedingt durch die Corona-Problematik notfalls auch vor leeren Tribünen. Foto: Agentur Klick

Vor Monaten hatten sich alle zehn Erstligisten darauf verständigt, die Spielzeit nur mit Zaungästen bestreiten zu wollen. Zu den Verfechtern eines Ligaspielbetriebes ausschließlich mit Zuschauerzulassung zählte und zählt auch weiterhin der TuS Sennelager. „Die Bundesligaspiele in Paderborn sind in erster Linie ein großes Familien-Event, bei dem alle Tennisfans die Gelegenheit bekommen sollen, Weltklasse-Tennis zu genießen“, erzählt Teammanager Marc Renner. Kinder würden auf der Anlage bespaßt, die Eltern könnten in Ruhe die Matches verfolgen, sich an Ständen über die „Szene“ informieren, Tennisartikel erwerben, in geselliger Runde fachsimpeln oder Kontakte knüpfen. „Wir stellen uns natürlich die Frage, für wen wir das alles machen, und haben Angst vor einem Totentanz“, räumt Renner ein. „Wir sehen wenig Sinn für den ganzen Aufwand, wenn keine oder nur wenige Zuschauer mit dabei sein können.“

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