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Fußball: Beschluss soll auf einem Außerordentlichen Verbandstag im Juni erfolgen

Auch Kreisvorsitzende fordern Abbruch

Paderborn (WB/pk). Klares Votum bei der Videoschalte der Ständigen Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) am Donnerstagabend: Die 29 Kreisvorsitzenden sprachen sich einstimmig für einen Saisonabbruch aus.

Paderborns Kreisvorsitzender Dietmar Ape. Foto:

„Damit kommen wir dem Wunsch unserer Vereine nach“, begründete Markus Bierbaum, Vorsitzender aus Herford, die Forderung. „Mehr als 88 Prozent unserer Vereine sind für einen Saisonabbruch. Das ist eine eindeutige Aussage“, stimmte dem auch Willy Westphal, Kreis Ahaus-Coesfeld, zu und erntet vehementes Kopfnicken aus den anderen zugeschalteten Arbeits- und Wohnzimmern. Auch vom Vizepräsidenten Amateurfußball Manfred Schnieders, der von den Videokonferenzen mit den überkreislichen Staffeln berichtete: „Auch hier haben wir ein fast einstimmiges Votum für den Abbruch mit Wertung.“ Noch bis zum 29. April finden weitere Videokonferenzen statt. Auch die Jugend des FLVW ist im Austausch mit ihren Kreisvertretern. Einen „Abbruch mit Wertung“ vermutet Paderborns Fußball-Chef Dietmar Ape auch für die Kreise. Logische Konsequenz dessen sei es, die Qualifikationssaison (Stichwort eingleisige A-Liga) um ein Jahr zu verschieben. An der FLVW-Abstimmung nahmen von 75 Vereinen aus dem Kreis Padreborn 58 teil. Das Ergebnis sieht wie folgt aus: (1) Saisonfortsetzung ab September: 7 (12 Prozent); (2) Abbruch und aktuellen Tabellenstand werten (nur Aufsteiger): 4 (7 Prozent); (3) Abbruch und Hinrunde werten (nur Aufsteiger): 20 (34 Prozent), Abbruch und Saison annullieren (keine Auf- und Absteiger): 27 (47 Prozent).

Qualifikation wird verschoben

Einigkeit herrschte in der Konferenz auch darüber, dass „den Vereinen lieber heute als morgen eine klare Entscheidung präsentiert werden muss“, so FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski. „Ich würde unseren Klubs gerne heute eine Lösung präsentieren, um ihnen Planungssicherheit zu geben. Das können wir aufgrund der unterschiedlichen Bewertungen aber schon aus rechtlichen Gründen nicht“, so Walaschewski weiter. „Ich gehe davon aus, dass der Bayrische Fußballverband die Saison zu Ende spielt. Dem werden sich andere Landesverbände anschließen. Damit haben wir die Situation, dass wir keine einheitliche Regelung in Deutschland, vielleicht sogar nicht mal in NRW haben werden“, sagt der FLVW-Präsident. Schnieders erklärte: „Wenn wir unterschiedlich entscheiden, müssen wir die Spielordnung ändern, die im Moment für ganz Nordrhein-Westfalen gilt.“

Nur ein Problem, das gelöst werden will. Aber auch wenn die Entscheidung noch nicht getroffen werden konnte, ein klarer Fahrplan für die kommenden Wochen steht. Anfang Mai wird der Verbands-Fußball-Ausschuss eine Empfehlung abgeben, die sowohl im Präsidium als auch auf der Ordentlichen Ständigen Konferenz diskutiert wird. „Anschließend wird dann auf einem Außerordentlichen Verbandstag beraten und beschlossen. Dieser wird aufgrund von Fristen im Juni stattfinden“, erklärt Walaschewski. „Wir haben uns dazu entschieden, den Weg zusammen mit unseren Vereinen zu gehen. Diese Beteiligung braucht Zeit. Dafür werden wir ein Ergebnis haben, dass so gerecht wie möglich ist und die Mehrheit unserer Klubs mittragen kann.“

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