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»7 Todsünden« gehen als Fünfter in das entscheidende DM-Wochenende

Den Meister am Rand einer Niederlage

Paderborn (WB). Die »7 Todsünden«, die Ultimate Frisbee Mannschaft des SV Heide Paderborn, haben am ersten Spielwochenende der 1. Mixed-Bundesliga in München an ihre glänzenden Leistungen aus dem vorigen Jahr anknüpfen können. 2018 erreichten die Paderborner den fünften Platz unter den besten deutschen Teams und spielten sich bei den European Ultimate Clubchampionship Finals in Breslau zudem in die Top Ten der europäischen Mixed-Teams. Auch anno 2019 scheint viel möglich.

Spielertrainer Christian Hoppe (rechts) hat mit den »7 Todsünden« des SV Heide das Finale der Ultimate-Frisbee-Mixed-DM fest im Visier. Foto:

Um das Niveau zu festigen und die Spitze anzugreifen, absolvierten die »7 Todsünden« unter Leitung ihres Trainers Christian Hoppe im April ein zehntägiges Trainingslager in Barcelona. Unter anderem wurden dort zwei Testspiele gegen spanische Ultimate Teams gespielt, an neuen Taktiken gefeilt und der Zusammenhalt gestärkt.

Spielertrainer Christian Hoppe erleidet Muskelfaserriss

Die gute Vorbereitung zahlte sich am ersten Spieltag bei der Deutschen Meisterschaft in München auch direkt aus. Die »7 Todsünden« fanden in der ersten Partie gegen den Aufsteiger aus Ulm früh ihren Rhythmus und setzten sich mit einem deutlichen 15:10 durch. Im zweiten Spiel gegen »Sugar Mix« aus Stuttgart lagen die Paderborner bis zum Schluss zurück, dominierten dann jedoch dank beeindruckender Mentalität die letzten Punkte und gewannen noch mit 15:13. Am letzten Spiel des ersten Tages gab es einen 15:8-Erfolg über »Disc-o-Fever« aus Würzburg, bei dem sich Hoppe unglücklicherweise einen Muskelfaserriss zuzog, weshalb er seinem Team für die beiden Spiele am zweiten Tag fehlte.

Platz vier ist für ein Play-off-Ticket Pflicht

Hoppe-los unterlagen die Paderborn dann »Sturmflut« aus Hamburg knapp mit 13:15, ehe im letzten Spiel der amtierende Deutsche Meister »Colorado« aus Karlsruhe wartete. In einem Krimi auf Augenhöhe, im dem die »7 Todsünden« bis zum Schluss führten und das Spiel in ihrer Hand hatten, bewies der Gegner aus Karlsruhe in der Endphase aber die bessere Nervenstärke und setzte sich noch mit 15:13 durch. Das bedeutet für das Team des SV Heide momentan den fünften Platz in der Gruppe. Mit dem Wissen, gegen den Deutschen Meister alle Karten in der Hand gehabt zu haben, sehen die Paderborner mit der eindeutigen Haltung, das Finale erreichen zu wollen, dem zweiten Meisterschaftswochenende in Frankfurt entgegen. Mit mindestens einem Sieg gegen die »Tiefseetaucher« aus München oder »Disckick« aus Berlin sollte ein Top4-Platz und damit auch ein Play-off-Ticket erreicht werden. Die besten vier Mannschaften in den beiden Gruppen erreichen die K.o.-Runde, in der der Deutsche Meister 2019 ausgespielt wird.

Christian Hoppe

»In den Play-offs ist alles offen. Wir haben dieses Jahr ein richtig gutes und dynamisches Team, das, wie man im Spiel gegen den aktuellen Meister gesehen hat, jeden Gegner in der Liga schlagen kann. Spielerisch haben uns nur ganz wenige etwas entgegenzusetzen. Wenn wir in den nächsten Wochen noch ein wenig an unserer mentalen Stärke feilen, sieht es richtig gut aus«, ist Hoppe zuversichtlich.

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