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Saison auch für alle Handballer aus dem Kreis Paderborn beendet

Der Abpfiff

Paderborn (WB/jm). Der Handballverband Westfalen hat seine Saison mit Stand 12. März beendet. Die Wertung in den Ligen erfolgt mit einer Quotientenregelung nach dem „norwegischen Modell“.

Die HSG Altenbeken/Buke, hier mit Florian Weißelstein, wird in der Verbandsliga-Abschlusstabelle nach dem „norwegischen Modell“ auf Platz vier geführt. Foto: Markus Schlotjunker

Zusätzlich zu den Regelaufsteigern werden großzügig Wildcards vergeben für solche Mannschaften, die in den verbleibenden Spielen eine realistische bis mögliche Chance gehabt hätten, noch einen Aufstiegsplatz zu erklimmen. Wie erwartet, gibt es in dieser Saison mit der Ausnahme zurückgezogener Mannschaften keine Absteiger. Der Handballkreis Lippe schließt sich dieser Regelung des Verbandes vollumfänglich an.

Die heimischen Flaggschiffe verbleiben also in ihren Klassen. Die HSG Altenbeken/Buke ist in der errechneten verbindlichen Abschlusstabelle der Verbandsliga noch vom TuS Brake (ein Spiel weniger) abgefangen worden und landet also auf dem vierten Platz. In der Landesliga schließt der TSV Schloß Neuhaus als Aufsteiger mit neun Siegen und neun Niederlagen als Siebter ab.

Jan Schwensfeger

Als „fair für die Vereine“ kommentiert Jan Schwensfeger das ausbaldowerte Modell. „Das war so zu erwarten.“ Angesichts keines Absteigers aus der Oberliga, fünf möglicher Aufsteiger aus den Landesligen (Handball Bad Salzuflen, TuS Eintracht Oberlübbe, TuS SW Wehe, TV Verl und TV Werther) und lediglich der Versetzung des Meisters TSG Harsewinkel in die Oberliga bahnt sich eine zahlenmäßig rappelvolle Staffel und ein erhöhter Abstieg an.

Personell hat Altenbeken/Buke weiter aufgerüstet. Kreisläufer Moritz Jebram (20), den Schwensfeger schon in der Lemgoer A-Jugend trainiert hat, und der Oberliga-erfahrene Linksaußen Fabian Arning (zuletzt TuS Westfalia Vlotho-Uffeln) stoßen neu hinzu. „Ich fahnde noch einem Linkshänder. Aber wer tut das nicht“, seufzt Jan Schwensfeger. Angesichts des gut bestückten Kaders benennt der Trainer auch schon mutig ein Ziel für die neue Saison: „Versuchen, alle Spiele zu gewinnen!“ Allerdings sei die Vorbereitungszeit dafür „ein Blick in die Glaskugel.“

Michael Steffans wechselt in den Unterbau

Für Michael Steffan, Coach des TSV Schloß Neuhaus, gab es keine andere vertretbare Lösung als die gefundene. „Es ist ein trauriger Abschluss. Aber alles andere wäre doch halbgar gewesen.“ Der erreichte Mittelfeldplatz sei toll. „Die Mannschaft hat viel Energie reingesteckt und sich dafür belohnt.“ Fest steht, dass der Kader des Landesligisten komplett beisammen bleiben wird. „Es gibt keinen Abgang.“ Einzig für Michael Steffan ist das Saisonende gleichzeitig ein Ende: Er hatte bereits im Dezember angekündigt, als Trainer des „Ersten“ aufhören zu wollen. „Es ist gut, wenn die Jungs neue Impulse bekommen. Ich bleibe dem Verein aber treu“, spricht er von einer Tätigkeit im Unterbau des TSV Schloß Neuhaus, ob Reserve oder Jugendbereich. „Ich möchte gerne etwas aufbauen, von dem die 1. Mannschaft dauerhaft profitieren kann.“

In der Frauen-Bezirksliga ist die HSG Paderborn-Elsen, der Zusammenschluss von SC Grün-Weiß, TV 1875 Paderborn und TuRa Elsen, mit 27:1 Punkten ungeschlagener Meister und Aufsteiger in die Landesliga. Aufgrund des besseren Quotienten wurde der VfL Schlangen (28:2) entthront, der aber als Zweiter ebenso wie der TSV Schloß Neuhaus auf Rang drei vom Kreis als Wildcard-berechtigt eingestuft worden ist.

Mittwoch Frauen-Videokonferenz

„Die Mädels haben toll gearbeitet. Wir haben eine herausragende Saison gespielt. Das war kein zufälliger Aufstieg, aber er war auch nicht geplant“, sagt HSG-Coach Florian Hoffmann stolz. Für Mittwoch ist eine Videokonferenz mit Mannschaftsrat und Vereinsvertreter geplant. „Da holen wir uns das Go, und dann sollte die Sache gegessen sein“, meint Hoffmann. Hinsichtlich perspektivischer Planungen sei es „eine ungewisse Zeit. Es sind drei geografische Nachbarn, die aufsteigen. Da wird es einen ganz schönen Run auf adäquate Spielerinnen geben.“

Die Jugendaufstiegsrunden, die am kommenden Wochenende beginnen sollten, werden erwartungsgemäß zunächst abgesagt.

Wilhelm Barnhusen, der Präsident des Handballverbandes Westfalen, betont: „Wir haben aus dieser schwierigen Situation das Beste gemacht und hoffen, dass der Ball bald wieder in der Halle fliegen kann.“

Die Meldungen für die Meisterschaftsspielsaison 2020/21 müssen bis zum 20. Mai bei der Spielleitenden Stelle eingegangen sein.

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