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Hövelhofer SV: Für den Fußball-Landesligisten zählt Power Yoga inzwischen fest zum Teil der Saisonvorbereitung

Der Krieger verlangt Stärke und Stabilität

Hövelhof

Fußball und Yoga: Diese Kombination ist gar nicht so beziehungslos, wie es auf den ersten Blick scheint. Für die deutsche Nationalmannschaft zählt Yoga seit vielen Jahren zum üblichen Training. Von Bayern Münchens 40-Tore-Mann Robert Lewandowski ist bekannt, dass er täglich Yoga praktiziert. Etliche Profiteams haben einen Yoga-Lehrer im Trainerstab. Und auch beim Landesligisten Hövelhofer SV hat die aus Indien stammende philosophische Lehre Einzug gehalten; in der agilen modernen und vom Esoterik-Image befreiten Variante.

Jörg Manthey

HSV-Chefcoach Björn Schmidt mag innovative Trainingsinhalte. Gemeinsam mit Ehefrau Aylin hat er einen Beitrag für die DFB-Fachzeitschrift „Fußballtraining“ verfasst. Foto: Jörg Manthey

Aylin Schmidt, Ehefrau von Cheftrainer Björn Schmidt, ist Yoga- und Pilates-Trainerin und hat in der Waldkampfbahn im Sommer 2019 mit ihrer ganzheitlichen Pionierarbeit begonnen. Speziell für „ihre“ Amateure hat sie aus Inhalten des Vinyasa Power Yoga einen harmonischen Yoga-Flow entwickelt. Ihre anfängliche Skepsis („Yoga ist bei Jungs in diesem Alter ja nicht unbedingt Thema“) sollte sich rasch verflüchtigen. Die Hövelhofer Kicker, offen für Neues, ließen sich auf diese ebenso anspruchsvolle wie zielgerichtete Reise zwischen geistiger Erholung und körperlicher Betätigung ein und nahmen sie an. Zufrieden erzählt Aylin Schmidt: „Ihre Haltung ist top. Alle ziehen wunderbar mit. Es macht mega Spaß.“ Das Feedback der Spieler sei ebenfalls positiv, merkt Björn Schmidt an: „Ich mag innovatives Training. Der Blick über den Tellerrand ist ein Gewinn für alle.“ Natürlich weiß auch er, dass sich das Yoga-Erlebnis nicht ablesbar auf künftige Ergebnisse auswirkt. „Das ist kein Gradmesser. Du siehst keine unmittelbaren Auswirkungen auf dem Feld.“ Womöglich aber in Sachen körperlicher Fitness. Schließlich spürt er selbst den Effekt des Vinyasa Power Yoga am eigenen Leib. „Seit Corona haben wir in der Familie Yogaübungen als Ritual installiert, sogar unser kleiner Sohn Kimi macht mit.“ Björn Schmidt, dessen sitzende Tätigkeit im Büro an manchen Tagen schmerzhaft bis in Rücken und Nacken strahlte, beteuert: „Ich habe eine aufrechtere Haltung, die Ausstrahlung ist eine andere.“ Und auch Aylin Schmidt haut so schnell nichts mehr um: „Ich bin total positiv und gelassen geworden.“

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