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37. Junior Bowl in Stuttgart: Dolphins bereit für das Duell mit Düsseldorf

Der Titelverteidiger brennt

Paderborn (WB). Der Zeitplan steht, das Ziel sowieso: Die U 19 der Paderborn Dolphins möchte nach dem 36. auch den 37. Junior Bowl für sich entscheiden und Dauerrivale Düsseldorf Panther zum zweiten Mal in Folge zähmen.

Elmar Neumann

Luke Wentz will’s wissen: Beim 27:22-Triumph im Vorjahresfinale musste der Quarterback im dritten Quarter verletzt vom Feld. Am Samstag möchte der 18-Jährige, der künftig für die Virginia Cavaliers in der College-Division I aufläuft, die Dolphins in der Neuauflage des 2017er-Endspiels selbst zum zweiten Titel führen. Foto: Holger Beck

Heute um 14 Uhr setzt sich der Titelverteidiger in Paderborn in Bewegung. Gegen 20 Uhr wird in der Nachbarschaft des Stuttgarter Flughafens ein Hotel bezogen. Am Samstagmorgen um 10.45 Uhr bricht der Dolphins-Tross in Richtung Gazi-Stadion auf der Waldau auf und pünktlich um 13 Uhr beginnt dort dann die erneut Hochspannung versprechende Neuauflage des 2017er-Finals um den Deutschen U 19-Meistertitel, der Junior Bowl XXXVII. »Unser erster Sieg im vergangenen Jahr wird unvergesslich bleiben. Allein die Tatsache, dass wir jetzt schon wieder mindestens Vizemeister sind, ist eine riesige Geschichte, aber wir wollen dem Ganzen natürlich unbedingt erneut die Krone aufsetzen und brennen darauf, die Panther ein zweites Mal zu besiegen«, sagt Headcoach Peter Daletzki.

Aufgelockert wurde das Programm mit einer erholsamen Überraschung

Die zwei Wochen zwischen dem Halbfinalerfolg gegen Gastgeber Stuttgart Scorpions (27:9) und dem Wiedersehen mit dem NRW-Rivalen hat das Trainerteam der Dolphins genutzt, um die talentierten Teenager akribisch vorzubereiten. Aufgelockert wurde das harte Programm mit einer äußerst erholsamen Überraschung – möglich gemacht von Sponsor Westfalentherme: Am Dienstag durfte es sich die Mannschaft im Wellnessbereich des Thermalbades gutgehen lassen. Diese Einheit lockerte die Muskeln, verfehlte aber auch als weitere Teambuildingmaßnahme nicht ihre Wirkung. Und auf das Team, da ist sich Daletzki sicher, wird es am Samstag ankommen: »Ich erwarte abermals eine ganz enge Kiste, schließlich ist auch das einzige Duell in dieser Saison 14:14 ausgegangen. Es wird von entscheidender Bedeutung sein, welche Mannschaft auch nach etwaigen Rückschlägen den Kopf oben behält, positiv bleibt und sich nicht aus dem Konzept bringen lässt. Was diese Fähigkeiten angeht, sehe ich unsere extrem zusammengeschweißte Truppe wieder im Vorteil.«

Die Panther haben 61 Akteure im Kader, die Dolphins 40

Auf dem Papier könnte man die sich seit dem Jahr 2010 nach dem 16. Junior-Bowl-Gewinn sehnenden Düsseldorfer in der Favoritenrolle vermuten. Zumal die Panther mit 61 Akteuren in Sachen Kadergröße (die Dolphins reisen mit 40 Spielern an) ein klares Plus zu bieten haben. Aber dieser vermeintliche Nachteil hat die Paderborner schon im Finale 2017 nicht davon abhalten können, nach einem 6:16-Rückstand sowie dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Quarterback Luke Wentz noch mit 27:22 zu gewinnen und vor 1500 Fans im Hermann-Löns-Stadion die ganz ausgelassene Premieren-Titel-Party zu starten.

Der 18-jährige Wentz möchte diesmal keine Angriffssequenz verpassen

Apropos Wentz: Nach dem vorzeitigen Final-Aus vor elf Monaten möchte der 18-Jährige nun keine Angriffssequenz verpassen und mehr als nur nebenbei auch auf dieser viel beachteten Bühne beweisen, warum Bronco Mendenhall, der Headcoach der Virginia Cavaliers, in ihm den künftigen Kopf seiner Division 1-Mannschaft sieht. Bevor es für den 1,92 Meter großen Modellathleten an die University of Virginia und in die NCAA geht, hat er im Gazi-Stadion einen Auftrag zu erfüllen und dafür sieht Daletzki ihn gerüstet: »Mit dem Virginia-Stempel auf der Stirn in das Spiel zu gehen, ist keine einfache Situation für Luke. Aber ich bin überzeugt davon, dass ihn das nicht zu sehr belastet, er entspannt bleibt und wir den bestmöglichen Luke sehen.«

Der Zeitplan steht, das Ziel sowieso

Wie für Wentz wird diese Partie für 13 weitere Delfine die letzte im U 19-Trikot sein. Während Offense Liner Kariem Al-Soufi den Quarterback nach Charlottesville begleitet, sieht etwa die Hälfte der Noch-Juniors ihre Zukunft in Paderborn. Dort könnte es für den ambitionierten Nachwuchs schon kurz nach der Rückkehr aus Stuttgart darum gehen, den Seniors in der GFL 2 Nord noch zum Klassenerhalt zu verhelfen, doch zunächst liegt der volle Fokus auf dem Junior Bowl XXXVII und einem erneuten Triumph über die Düsseldorf Panther. Der Zeitplan steht, das Ziel sowieso.

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