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Westdeutscher Basketball-Verband trägt die Meisterschaftssaison nicht mehr aus – kein Auf- und kein Abstieg

Dieser Verzicht wird begrüßt

Paderborn (WB/js)

Der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) verzichtet endgültig auf die Austragung der Saison 2020/21. Es gibt keinen Auf- und keinen Abstieg. Das hat der WBV-Vorstand am späten Mittwochabend entschieden und am Donnerstag offiziell mitgeteilt. Diese Vorgehensweise kam auch für die Verantwortlichen im Kreis Paderborn nicht überraschend und wird allgemein begrüßt.

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Meisterschaft beendet, bevor sie begonnen hat: Auch Salzkottens Routinier Matthias Finke kommt in dieser Saison in der 2. Regionalliga nicht mehr zum Einsatz.

„Es ist gut, dass der WBV einen Haken hinter die Sache macht. Notlösungen hätten niemandem weitergeholfen“, kommentiert Raimund Heggemann die Entscheidung. „Das Spielen macht doch nur dann Sinn, wenn es unbeschwert zugeht. Und wenn auch Zuschauer wieder zugelassen werden“, sagt der Sportchef des Zweitregionalligisten Accent Baskets Salzkotten. „Das ist nur konsequent. Alles andere wäre nicht zielführend gewesen“, betont Uli Naechster von den Paderborn Baskets und erinnert daran, dass der Verband in den vergangenen Monaten viele ehrenwerte Versuche unternommen habe, um die Saison irgendwie zu retten.

Der Geschäftsführer des größten Basketballklubs der Region rechnet auch damit, dass der Spielbetrieb in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) und der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) mit den U19- und U16-Teams der Uni Baskets nicht wieder aufgenommen wird. Hier steht eine offizielle Entscheidung noch aus. Doch vorgegebene internationale Termine wie Jugend-Europameisterschaften lassen keine Verlängerung der Saison zu.

Über eine mögliche Verlängerung der Spielzeit wurde im WBV nicht mehr diskutiert. „Wir haben wir uns immer wieder auf die veränderte Situation durch die Corona-Infektionen und die Entscheidungen der Politik eingestellt und Perspektiven für einen Spielbetrieb entwickelt. In der nun verbleibenden Zeit ist es bei den bestehenden Öffnungsperspektiven nicht mehr möglich, einen geregelten Spielbetrieb für die Saison 2020/2021 zu organisieren“, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. „Die kann nicht mehr und auch nicht in verkürzter Form durchgeführt werden. Die Konzentration gilt jetzt der Vorbereitung auf die Saison 2021/22.“

Für die 1. Regionalliga Herren und die Regionalliga Damen, in denen keine Teams aus dem Kreis Paderborn vertreten sind, soll mit Blick auf den Aufstieg in die 2. Bundesligen eine Sonderlösung gefunden werden.

Bereits bezahlte Gebühren für Seniorenspielberechtigungen und Sondertrainerlizenzen werden erstattet. Zudem kündigt der Verband an, dass alle Vereine bei Spielen auf freiwilliger Basis im Zeitraum bis zum Beginn der Sommerferien unterstützt werden sollen. Der Basketballkreis Paderborn wird kurzfristig über die Entscheidung des Verbandes beraten. Es darf als sicher gelten, dass sich der Kreis dem Vorgehen des WBV anschließt.

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