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Handball-Verbandsliga: HSG Altenbeken/Buke zeigt die richtige Reaktion und deklassiert HSG Hüllhorst mit 34:22

Eine ganz andere Körpersprache

Altenbeken  (WB). Handball-Verbandsligist HSG Altenbeken/Buke ist erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Im dritten Heimspiel innerhalb einer Woche besiegt die HSG die HSG Hüllhorst mit 34:22 (19:12). Das war die passende Antwort auf die 24:30-Niederlage im Nachholspiel gegen den TSV Hahlen drei Tage zuvor.

Markus Schlotjunker

HSG-Aktivposten im Rückraum: Marin Vitic zieht ab und markiert einen seiner sechs Treffer. Foto: Markus Schlotjunker

„Unsere Partie gegen Hahlen war das Schlechteste, was ich als Herrentrainer jemals gesehen habe. Danach habe ich für das Spiel gegen Hüllhorst eine Reaktion eingefordert“, berichtete Jan Schwensfeger, Coach von Altenbeken/Buke. Tatsächlich reagierte seine Mannschaft – und wie! Nach einer Viertelstunde (13:5) war die Begegnung quasi schon entschieden. „Es war von Angang an eine ganz andere Körpersprache zu erkennen“, meinte Schwensfeger.

Erfolgreiche Tempogegenstöße

Die heimische HSG war von der ersten Minute an willig, diesmal alles zu geben und den Gegner zu dominieren. Mit viel Tempo kam Altenbeken/Buke immer wieder zu erfolgreichen Gegenstößen. Das war möglich, weil die Abwehr sicher stand und auch Torwart Thomas Stennes mit frühen Paraden sofort im Spiel war. Lediglich den Hüllhorster Kreisläufer bekamen die Gastgeber zunächst nicht in den Griff, doppelten ihn dann aber, so dass er nicht mehr zum Zug kam.

Überhaupt hatte Schwensfeger stets die richtige taktische und personelle Lösung parat,wenn der Gegner mal umstellte. Das ging diesmal auch besser, weil mit Felix Bahrenberg (halblinks) und Alexander Jungeilges (halbrechts) zwei zuvor kranke beziehungsweise verletzte Rückraumspieler in den Kader zurückgekehrt waren und von Beginn an spielten. Als für Bahrenberg kurz vor Ende der ersten Halbzeit die bis zum Spiel-ende durchgezogene Manndeckung begann, ließ Schwensfeger ohne Kreisläufer spielen und brachte mit Marin Vitic Ersatz im linken Rückraum.

Werbung für den Handballsport

Als später Spielmacher Jannik Grebe ebenfalls kurz gedeckt wurde, nahm Schwensfeger die Außenläufer raus und zog das Angriffsspiel auseinander. Michael Schadomsky, Pascal Richter, Vitic und Hendrik Schubert agierten nun vorne und nutzten die Räume perfekt aus, um die Führung immer weiter in die Höhe zu schrauben. Dazu kam die Abwehr immer wieder zu Ballgewinnen, was vor allem Bahrenberg zu zahlreichen Gegenstößen nutzte, die er entweder selbst erfolgreich nutzte oder dabei Mitspieler wie Richter – teilweise per Doppelpass – perfekt ins Szene setzte. Es war Werbung für den Handball-Sport, wie Altenbeken/Buke die Hüllhorster auseinandernahm. Von 20:15 ging es über 30:20 zum souveränen Heimsieg.

Konzentration und Torhunger

In der Schlussphase glänzte Vitic mit einigen Toren von Linksaußen. Symptomatisch für die Präsenz, die nie nachlassende Konzentration und den Torhunger der Gastgeber waren Szenen kurz vor Schluss. In Unterzahl blockte die Abwehr von Altenbeken/Buke zweimal den Ball, dann lief Dennis Güldner einen Gegenstoß, an dessen Ende der Ball gehalten wurde, sich Vitic aber den Abpraller schnappte und traf.

HSG Altenbeken/Buke: Stennes, Harst – Schubert, Vitic (6), Werning (2), Güldner, Schadomsky (3/1), Bahrenberg (8/1), Grebe, Wendte (4), Richter (2), Unkell (5), Jungeilges (4)

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