1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. „Haben gezeigt, wozu wir imstande sind“

  8. >

Uni Baskets-Center Tom Alte verrät: „In der Halbzeit hat uns der Trainer den Kopf gewaschen“

„Haben gezeigt, wozu wir imstande sind“

Paderborn

Auch die letzten Wagemutigen können den Rechenschieber jetzt beiseitelegen. Nach dem deutlichen 99:66-Heimerfolg der Eisbären Bremerhaven über das Team Ehingen Urspring ist das Erreichen des achten Tabellenplatzes der 2. Basketball-Bundesliga ProA, der für ein Ticket für die Aufstiegsrunde berechtigt, für die Uni Baskets Paderborn nicht mehr machbar. Der Rückstand beträgt uneinholbare acht Punkte.

Jörg Manthey

Die wiederkehrende Diskrepanz zwischen den richtig guten Leistungen im Training und deren Umsetzung im Spiel ist Trainer Steven Esterkamp ein Rätsel. Foto: Elmar Neumann

Die Play-offs bestreiten: Science City Jena, MLP Academics Heidelberg, Rostock Seawolves, Eisbären Bremerhaven, Bayer Giants Leverkusen, wiha Panthers Schwenningen, VfL Kirchheim Knights und Artland Dragons.

„Wir haben in Heidelberg in der ersten Halbzeit nicht das gespielt, was wir zeigen wollten“, blickt Tom Alte kritisch zurück. „Aber sowas ist ja durchaus normal im Sport. Auch wenn es extrem bitter ist – du musst nicht unbedingt in Heidelberg gewinnen, um in die Play-offs zu kommen.“

Alte bestach am Samstag beim 77:89 in der Halle des Olympia-Stützpunktes Rhein-Neckar mit einer 78-Prozent-Quote aus dem Feld (7/9) und addierte zu seinen 20 Punkten auch noch sieben Rebounds. Der 26-jährige Center erzählt: „Wir haben gute Würfe bekommen, die aber nicht getroffen. Hinten haben wir zu einfache Punkte zugelassen. Da kommt eines zum anderen.“ Coach Steven Esterkamp habe der Crew „in der Halbzeit den Kopf gewaschen. Da ging es wieder. Und ich denke, in der zweiten Hälfte haben wir allen gezeigt, was wir zu leisten imstande sind.“

Im Training hui, in manchen Spielen aber auch etwas pfui. Wären nicht die ärgerlichen Ausrutscher gegen Schwenningen (78:79), Tübingen (101:103) oder Nürnberg (83:89) gewesen, die Baskets-Teilnahme an der Saisonverlängerung wäre wohl keine Frage gewesen. Tom Altes persönliches Ziel ist es jetzt, die letzten drei Saisonspiele in der Hauptrunde verletzungsfrei zu überstehen. Den anstehenden Vertragsgesprächen mit dem Verein sieht der Riese „ganz entspannt“ entgegen.

Derweil Headcoach Steven Esterkamp also den perspektivischen Austausch mit den Spielern intensiviert, ist Geschäftsführer Dominik Meyer emsig dabei, für die Uni Baskets die wirtschaftlichen Folgen der existenzbedrohenden Pandemie abzufedern. Das wichtigste Werkzeug, um die gravierenden Einnahmeverluste durch ausbleibende Fans einzudämmen: die Überbrückungshilfen für coronabedingte Umsatzausfälle aus dem Sportpaket des Bundes. Auch die Paderborner Basketballer können mit einer Spritze in Höhe von 80 Prozent ihrer ausgefallenen Zuschauereinnahmen kalkulieren – eine extreme Sicherheit, länger durchzuhalten. Die „Sport Bild“ hatte in ihrer Ausgabe vom 17. März über bewilligte Hilfszahlungen für das Jahr 2020 berichtet. Demnach ist es im Bereich Basketball diesen Informationen zufolge zu 70 eingereichten Anträgen gekommen, welche gleichbedeutend mit einer Summe von 13.627.088 Euro waren. Davon seien dem Bericht zufolge 13.274.038 Euro bewilligt und in der Folge ausbezahlt worden. Bekannt wurde zudem, dass zwei Anträge auf Corona-Hilfen aus dem Bereich Rollstuhlbasketball eingingen. Dabei wurden 27.745 Euro beantragt. Bewilligt und ausgezahlt wurde in der Folge eine Summe von 23.542 Euro.

Spohr fehlt Feuervögeln

Derweil muss der Paderborner Samstag-Gast Phoenix Hagen, aufstrebender Zwölfter mit aktuell drei Siegen in Folge, auf fremdem Terrain dafür noch ohne jeden Erfolg, eine bittere Pille schlucken. Kapitän Dominik Spohr (31) ist am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt. Der Power Forward wird seinem Team, das bis zum Meisterschaftsende bloß noch fünfmal auswärts antritt, bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.

Startseite