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Triathlet Roman Reeschke kann am besten auf dem Rennrad auftanken, ob drinnen oder draußen

„Ich freue mich auf die Zeit danach“

Paderborn

Der Ball ruht im Amateur- und Freizeitsport. Die Corona-Zwangspause schenkt den Menschen unfreiwillig Zeit. Ein (auch persönlicher) Prozess der Erneuerung hat eingesetzt. Wie achtsam gehen die Sportler des Kreises mit diesem Chancen-Gut um?

wn

Triathlet Roman Reeschke. Foto:

In dieser Serie stellen wir Athleten zehn Fragen. In Folge vier äußert sich Triathlet Roman Reeschke (32). Der Vorsitzende des 1. Tri-Clubs Paderborn ist hauptamtlicher Schwimmtrainer beim 1. Paderborner SV.

Wie nah ist Ihnen das Virus bislang gekommen?

Roman Reeschke: In meiner Familie gab es einen Quarantänefall. Sonst bin ich zum Glück noch nicht direkt in Kontakt gekommen.

Was überwiegt bei Ihnen gerade: Vertrauen und Gelassenheit oder Unzufriedenheit und Frust?

Reeschke: Ich würde mich als gelassen bezeichnen. Es wird früher oder später hoffentlich alles wieder gut. Also abwarten und zu Hause Tee trinken.

Der Amateursport ruht. Ist er Ihrer Meinung nach ein Teil des Problems oder ein Teil der Lösung?

Reeschke: So schwer die Zeit für alle Sportler ist, aber ich bin eher auf der Seite „Umsicht und Vorsicht“, um es in den Worten des bayrischen Ministerpräsidenten Söder zu sagen. Also jetzt die Füße still halten, damit wir bald wieder alle zusammen Sport treiben können.

Wenn Sie für einen Tag Bundeskanzler sein dürften, was würden Sie für diesen einen Tag im Sinne der Nation ändern?

Reeschke: Auch wenn es nicht in der Hand des Bundeskanzlers liegt, würde ich im Sinne von uns Triathleten handeln. Etwa das Bädersterben aufhalten, mehr Fahrradspuren in allen Städten und mehr Grünflächen zum Laufen anlegen. Und auch die Zeitumstellung abschaffen – die braucht doch kein Mensch.

Was tun sie und wo tun sie es, um ihre körperliche oder auch geistige Fitness auf Trab zu halten?

Reeschke: Auf meinem Hometrainer/Rennrad im Wintergarten.

Welt verändert sich, Gewohnheiten werden erschüttert. Hat diese Extremsituation Ihr Lebensgefühl, Ihre Wahrnehmung, Ihr Denken verändert?

Reeschke: Ich glaube, dass die Corona-Zeit an keinem spurlos vorbeigeht. Man lernt zu schätzen, wie sorgenfrei unser Leben vor der Pandemie war. Es öffnet einem die Augen.

Was ist Ihr Lieblingsort, um aufzutanken?

Reeschke: Im Sommer draußen auf dem Rennrad, im Winter drinnen auf dem Rennrad.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Reeschke: Andrea Petkovic - Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht. Erzählungen rund um ihr Leben als Tennisprofi.

Sehnen Sie die ,,Normalität‘‘ der Vor-Corona-Zeit herbei oder ist Ihnen bewusst, dass es diese Normalität nicht mehr geben wird?

Reeschke: Ich freue mich auf die Zeit danach. Ob es genauso wird wie früher, weiß ich nicht. Aber es wird besser als momentan.

Was möchten Sie dem Coronavirus sagen?

Reeschke: Tschö mit Ö!

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