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American Football: Erfahrener Rückkehrer verstärkt die Trainerriege der Paderborn Dolphins

Ilskens soll die O-Line besser machen

Paderborn

Der ambitionierte Football-Regionalligist Paderborn Dolphins freut sich im 30. Jubiläumsjahr über die Rückkehr eines „Urgesteins“:

Jörg Manthey

Dolphins-Headcoach Jason Irmscher freut sich über die jüngsten Trainer-Verpflichtungen. Foto: Jörg Manthey

„Olli wird mit seinem Erfahrungsschatz neuen Wind reinbringen“, ist sich Headcoach Jason Irmscher sicher.

Ilskens sollte langjährigen Footballfans ein Begriff sein. Zwölf Jahre war er als Offense-Line-Spieler bei den Dolphins aktiv. Ende der 90er Jahre, damals zu Erstligazeiten, galt er sogar als einer der besten O-Liner Deutschlands. Oliver Ilskens fungierte in der Folge darüberhinaus vier Jahre als Trainer des U16-Teams, gemeinsam mit Max Filusch, der ihn einst auch zum Football gelotst hatte. Ilskens frühere Rückennummer, die 70, wurde nach dessen Karriereende nie mehr an Paderborner Herrenspieler vergeben. „Aufgrund seiner herausragenden Leistungen bei den Dolphins ist die 70 retired worden“, erklärt Headcoach Jason Irmscher. Solche Ehre sei sonst nur wenigen Spielern zuteil geworden, etwa Benjamin Jelassi oder Kim Mosby.

Irmscher freut sich über die beschlagene Ergänzung seines Coaching-Staffs: „Die Bedeutung einer guten Offense-Line wird leider noch immer unterschätzt, da die Jungs selten im Mittelpunkt stehen. Für eine erfolgreiche und attraktive Offense sind sie aber das Herzstück! Daher ist es großartig, dass Olli uns unterstützt und sein Wissen an unsere O-Line weitergibt.“

Die „schweren Jungs“ – ein Center, zwei Guards, zwei Tackles – stehen als Leibgarde des Quarterbacks in vorderster Front und sind mehr als bloße Wellenbrecher. Fünf Kolosse, die über eine außerordentliche Athletik verfügen müssen. Im Optimalfall etwa 1,90 Meter groß und um die 140 Kilogramm schwer. Sie sind der Ursprung eines jeden erfolgreichen Spielzugs. „Die O-Line war in den vergangenen Jahren immer ein Schwachpunkt von uns. Wir hatten zwar gute Jungs, aber zu wenige. Ausfälle wogen da immer schwer“, erklärt Jason Irmscher. Der freut sich auf eine spannende Saison, die laut Verbandsauskunft „frühestens im Mai“ beginnen werde. Es gibt mehrere Szenarien zum Ligastart, vom 1. Mai bis 14. August. „Viele Vereine wollen hoch in die GFL2 und rüsten entsprechend auf“, so Irmscher. Aktuell können die Dolphins auf 57 Spieler zurückgreifen, doch die Planungen seien noch nicht abgeschlossen. Viel Trainingsgeschehen läuft dieser Tage über Zoom-Konferenzen. Irmscher: „Wir machen aus der Situation das Bestmögliche.“

Auch bei den Cheerleadern, den Dolphinets, gibt‘s an der Spitze personelle Veränderungen. Josie Liddy, die das Paderborner Cheerleader-Programm 2018 „von Null aufgebaut hatte, hat ihre Tätigkeit aus zeitlichen Gründen ebenso beendet wie Coach-Kollegin Malika Knaup und Teammanagerin Katharina Otte. Nachfolger sind bereits gefunden. Ein Ehepaar übernimmt künftig die Headcoach-Aufgaben: Steffen (37) und Lea Berndt (24). Beide sind „Dolphins durch und durch“ (Irmscher) und hatten 2019 beim TSV Schloß Neuhaus eine Cheerleading-Abteilung aufgebaut. „Sie haben eine gute Philosophie mit Anspruch auf Qualität.“ Steffen Berndt ist bei den Dolphins seit fünf Jahren in verschiedenen Funktionen tätig. Sein Wunsch: „Mit Elan den Zusammenhalt des Teams stärken, Zielstrebigkeit fördern und ein Meisterschaftssteam aufbauen.“ Lea Berndt ist seit zehn Jahren im Cheerleading aktiv, seit einem Jahr bei den Dolphinets. Ihr Credo: „Mit neuen Konstellationen, Stunts und Tänzen mindestens ein Meisterschaftsteam aufbauen und die Spieler und Zuschauer bei den Spielen mit Motivation und Spaß anfeuern, mitreißen und begeistern.“ Neu ist ebenso Lorain Mönikes: Sie wirkt als Dance-Coach. „Ich liebe es zu tanzen und den Bewegungen freien Lauf zu lassen“, erzählt die 24-Jährige. „Mit meiner lustigen, offenen, fröhlichen und verrückten Art hoffe ich, das Beste aus uns herauszuholen.“ Teammanagerin der Cheerleader wird Salomé Leppin. Die 28-Jährige weist eine zwölfjährige Erfahrung im Hip-Hop-Tanz auf.

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