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Football-Regionalliga: Paderborn Dolphins gewinnen bei Gelsenkirchen Devils 30:20

In der Offense fehlt es an Präzision

Paderborn  (WB/jm). Die Paderborn Dolphins haben sich nach dem 48:8-Streich der Assindia Cardinals in Bonn aus dem Meisterschaftsrennen der Football-Regionalliga West verabschiedet. Immerhin bleibt der Appetit auf Punkte ungestillt. In der geschichtsträchtigen »Hölle« des Fürstenbergstadions Gelsenkirchen-Horst quälten sich die Dolphins gegen die dortigen Devils trotz eines fehlerbehafteten Auftritts zu einem 30:20 (14:0)-Sieg .

Heftiges Gerangel um das Ei: Die Paderborn Dolphins haben das Rückspiel bei den Gelsenkirchen Devils 30:20 gewonnen. Foto: Jörg Manthey

Die Gäste fanden am Sonntag in der ersten Hälfte nur »sehr, sehr langsam« ins Spiel, wie der verletzte D-Liner Jason Irmscher urteilte, und wiesen vor allem große Offenseprobleme auf. Dafür wurden die überschaubaren gelungenen Aktionen der Abteilung Attacke konsequent zu Ende gespielt, und das machte den Unterschied aus. Wide Receiver Marius Langenbach legte den ersten Touchdown, Heiko Bals erhöhte per Extrapunkt zum 7:0. Der Kicker sorgte mit einem »Pick Six« auch für das nächste Zählbare. Verteidiger Bals retournierte eine Interception, die er aus der Luft pflückte, direkt zum Touchdown und veredelte diese Aktion per Extrapunkt zur 14:0-Führung; zugleich der Pausenstand.

Trotzdem wussten die Gäste in der ersten Hälfte nicht so recht zu überzeugen. Das Spiel sei »arg defensivlastig« gewesen, so Irmscher. Mehrere Pässe von Quarterback Kyle Faunce landeten in den Fängen des Gegners. Der US-Boy fa-brizierte früh drei Interceptions und schenkte Gelsenkirchen somit dreimal das Ballrecht, was der verärgerte Headcoach J.J. Fayed lautstark quittierte. Derlei Nachlässigkeiten blieben aber ungesühnt.

Teufel nutzen zwei Fumbles zum 14:14

Im dritten Viertel bekam Backup-Quarterback Kevin Ekhorutomwen eine Bewährungschance. Der Einstand des jungen Kasselers verunglückte freilich: zwei Fumbles (Ballverluste), die von den Teufeln erobert werden konnten. So machten die Dolphins den Gegner, der auf 14:14 ausgleichen konnte, selber stark. Das Stimmungsbarometer sank. Der passende Konter noch vor Viertelende: Wide Receiver Sören Griese holte die Führung mit einem Touchdown (Extrapunkt Bals) zurück – 21:14.

Linebacker Lukas Wiesbrock eröffnete den unterhaltsamen letzten Durchgang mit einer Interception. In der Folge resultierte aus dieser Aktion ein Fieldgoal: Heiko Bals erhöhte treffsicher aus 49 Yards zum 24:14. Und weil’s Wiesbrock so gut gefallen hatte, schenkte er seiner Offense gleich noch eine zweite Interception hinterher. Touchdown Kyle Faunce, der Versuch einer Two-Point-Conversion missglückte. Neuer Spielstand 30:14. Der Gegner antwortete identisch: Touchdown, Conversion fehlgeschlagen – 30:20. »Es war gut, dass wir am Ende einigen Backups die Gelegenheit geben konnten, sich zu zeigen«, meinte Headcoach J.J. Fayed.

Jason Irmschers Resümee: »Die Offense hat noch einiges zu arbeiten. Wir freuen uns auf die Sommerpause.« Aber vorher steht am Sonntag erst noch das Heimspiel gegen die Aachen Vampires auf dem Programm.

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