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Volleyball: Verfolger DJK Delbrück unterliegt Drittliga-Spitzenreiter SVG Lüneburg II in drei Sätzen und kann Platz eins abschreiben

In der Summe ein paar Fehler zuviel

Delbrück   (WB). Die DJK Delbrück, Tabellenzweiter in der 3. Volleyball-Liga West, hat zu Hause das Topspiel gegen den Spitzenreiter SVG Lüneburg II mit 0:3 (21:25, 21:25, 21:25) verloren und kann Platz eins bei nun neun Punkten Rückstand getrost abschreiben.

Markus Schlotjunker

Trainer Uli Kussin (links) muntert seine bedröppelten Schützlinge auf. Von links: Maximilian Protte, Daniel Denk, Benjamin Hunke, Johannes Grodde, Kevin Janzen und (verdeckt) Niklas Hinz. Foto: Markus Schlotjunker

Es war alles bereitet: Die Halle am Driftweg war mit 325 Zuschauern gut gefüllt, die Vorfreude aufs Gipfeltreffen förmlich spürbar. Als der Gastgeber nach einem 0:4-Rückstand zum Start rasch wieder zurückkam, trieben die Fans im Takt mehrerer Pauken und Schlagzeuge ihre Mannschaft nach vorn. Beim ersten Punkt per Block zum 4:6 wurde es laut, beim Ass von (MVP) Maximilian Protte sehr laut, und beim Block zum 7:7 mit Beteiligung von Niklas Hinz kochte die Halle. Als der 18-jährige Mittelblocker Hinz abermals zum 8:8 ausglich und auch noch für die erste Führung (9:8) sorgte, schien die Partie tatsächlich den gewünschten Weg zu einem ausgeglichenen Spitzenspiel zu nehmen. Doch die Delbrücker, die bis zum Ende um jeden Ball kämpfen sollten, leisteten sich einfach zu viele Fehler. Bis zum 14:13 lag die DJK vorne, bis zum 17:17 noch gleichauf, dann zog Lüneburg II auf 20:17, 22:18 und 24:21 weg.

Nach 71 Minuten ist alles vorbei

Es hieß 1:0 für den Tabellenführer, den die Delbrücker aber im zweiten Satz nicht wie anfangs davonziehen ließen. Es ging immer Punkt um Punkt. Lange Zeit brachten beide Mannschaften ihr Sideout durch. Bei 9:8 besaß die DJK die Chance, erstmals auf eine Zwei-Punkte-Führung zu erhöhen, doch nach einem Zuspiel von Kevin Janzen fühlte sich niemand für den Ball verantwortlich; er fiel ins Feld. 9:9. Kurz darauf durfte der Gastgeber doch jubeln. Nach einem Heber von Benjamin Hunke (11:10) und einem Block von Hinz stand es 12:10. Lüneburgs Trainer Daniel Prade stoppte Delbrücks aufkeimenden Spielfluss sofort mittels einer Auszeit. Danach ging es mit zwei langen Ballwechseln weiter, an deren Ende ein Delbrücker Schmetterball jeweils im Aus landete – 12:12. „Da haben wir zu viele Chancen und den Satzgewinn liegen gelassen“, meinte DJK-Trainer Uli Kussin. Der routinierte Gast blieb ruhig und hatte das 2:0 beim 21:16 in der Tasche. Im dritten Durchgang sorgte eine schnelle 5:0-Führung der SVG für Ernüchterung auf den Rängen. Delbrück hatte in der Folge zwar stetig mit vergebenen Aufschlägen und Annahme-Problemen zu kämpfen, stellte aber beim 20:21 noch den Anschluss her. Drei Eigenfehler führten nach 71 Minuten zum 20:24 und 0:3.

DJK: Denk, Lehmann, Grodde, Steinbrück, Wuttke-Ziller, Hinz, Hunke, Wienhues, Protte, Albrecht, von Soldenhoff, Janzen

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