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2. Basketball-Bundesliga ProA: Uni Baskets wollen am Abend bei den Karlsruhe Lions nachlegen

Jagen und gejagt werden

Paderborn (WB/jm)

An Spannung mangelt es in der ausgeglichenen 2. Basketball-Bundesliga ProA wahrlich nicht. Die Uni Baskets Paderborn, als Tabellenneunter der erste Jäger auf die Play-off-Ränge, trennen bloß vier Zähler von Platz drei. Aber genauso ist Platz 13 vier Zähler nah. Heute Abend (19.30 Uhr) steht das Duell bei den Karlsruhe Lions an.

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Szene aus dem Hinspiel, damals noch mit Fans: Robert Drijencic findet hier die Lücke zwischen den beiden Karlsruher Löwen Adam Pechacek (links) und Antonio Pilipovic. Foto: Jörg Manthey

„Hier kann wirklich jeder jeden schlagen“, sagt Daniel Mixich. Eine Einschätzung, die genauso auf sein Team zutrifft. Läuft‘s aus der Distanz – mit 39,1 Prozent stellen die Paderborner heuer die dritttreffsicherste Mannschaft der ProA hinter Heidelberg (41,4) und Rostock (40,8) – ist Steven Esterkamps schneller „Small Ball“ eine rassige Waffe. „Aber unsere Verteidigung muss besser werden. Wir haben Tübingen zu viele Korbleger geschenkt“, verlangt der Headcoach einen entschlosseneren Schutz des eigenen Korbes. Nach dem hart erkämpften, doch nicht minder verdienten 87:81-Arbeitssieg über die Tiger ist der Plan für heute Abend (19.30 Uhr) klar: Beim Löwenrudel der PS Karlsruhe Lions, zwei Zähler hinter den Baskets Elfter, soll nachgelegt und der dritte Auswärtssieg eingefahren werden! Eine Niederlage in der Europahalle würde den Rückenwind des Samstag-Streiches wieder abflauen lassen.

Auch der direkte Vergleich steht auf dem Prüfstand, obgleich Esterkamp nicht daran denkt. „Der Fokus liegt auf uns!“ Das erste Treffen in der Maspernhalle, damals noch vor Fans, war mit 86:75 an die Uni Baskets gegangen. Und soviel steht fest: 23 Turnover wie gegen Tübingen („Viel zu viel“, so Esterkamp) sollte sich der Gast nicht nochmal gönnen. Stattdessen gilt es, etwaige Unsicherheiten im Spiel des Löwenrudels konsequenter zu bestrafen als am Samstag. Der Coach ist sicher, dass die weiteren Trainingstage Neu-Center Barret Benson geholfen haben, sich vor seinem zweiten Einsatz noch mehr mit seinem neuen Team zu verweben. „Wir haben Videoschulung gemacht. Barret ist ein sehr schlauer Spieler und hat schon dazugelernt.“

Der Gegner konnte mit einem 80:71-Erfolg in Nürnberg ebenfalls Selbstvertrauen anhäufen. Dabei stach 2,08-Meter-Hüne Maurice Pluskota mit 27 Punkten und 14 Rebounds heraus. Auch Centerkollege Adam Pechacek (13 Punkte, neun Rebounds) zeigte seine Qualitäten. Da kommt auf Ivan Buntic/Barret Benson ein anspruchsvolles Sparring zu. Zudem haben die Karlsruher mit der Rückholaktion des in Nürnberg noch nicht spielberechtigten Point Guards KC Ross-Miller (30) angezeigt, dass auch sie eine Offensive auf Play-off-Plätze starten wollen. Als zu schwankend wurden in der Fächerstadt die Leistungen von Gregory Foster empfunden.

Der Spieltag wird für die Paderborner Delegation zu einer Ein-Tages-Tour. Tom Alte (Knie) und Badu Buck (Daumen), der im Hinspiel das erste Mal auf der Bank der Uni Baskets Platz genommen hatte, bleibt erneut nur die Zuschauerrolle. Besonders ärgerlichfür den gebürtigen Karlsruher Alte, der in seiner Jugend für den SSC Karlsruhe und KIT SC Karlsruhe spielte.

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