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FLVW-Kreis Paderborn: Alle Veranstaltungen bis zum 19. April abgesagt

„Keiner weiß, wie’s weitergeht“

Paderborn (WB/pk). Das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) hat am gestrigen Freitag entschieden, den Spielbetrieb bis einschließlich zum 19. April einzustellen.

Paderborns Kreisvorsitzender Dietmar Ape kann sich vorstellen, die Saison ganz neu zu spielen. Foto: Besim Mazhiqi

Dies betrifft die in der Zuständigkeit des FLVW liegenden Begegnungen der Männer-, Frauen- und Jugend-Spielklassen inklusive aller Futsal-Ligen (Kreisligen bis Oberliga Westfalen) sowie Aktivitäten der Jugend-Talentsichtung und -förderung. Maßnahmen der westfälischen Leichtathletik wie Aus- und Fortbildungsangebote werden ebenfalls bis auf Weiteres abgesagt. „Es ist uns bewusst, dass es eine drastische Maßnahme ist. Wir sahen aber im Sinne der Verantwortung für unsere Aktiven und Fans keine andere Möglichkeit. Nur gemeinsam können wir die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen”, sagt FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski. Was bedeutet das für den FLVW-Kreis Paderborn? Peter Klute sprach mit dem Vorsitzenden Dietmar Ape.

Herr Ape, wie hat der Fußball- und Leichathletikkreis auf die Entscheidung des Verbandes reagiert?

Ape: Wir tragen die Entscheidung des Verbandes mit und schließen uns ihr in vollem Umfang an. Damit folgen wir Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Donnerstag gesagt hat, man solle soziale Kontakte vermeiden. Wir werden alle Veranstaltungen, auf die wir Einfluss nehmen können, absagen. Hätte es die Verbandsentscheidung nicht gegeben, aber die verantwortlichen Behörden vor Ort hätten reagiert, hätten wir uns dort angeschlossen. Von unserer Seite dürfen die Mannschaften weiter trainieren, solange die Kommunen das nicht verbieten.

Die Absagen gehen über den Spielbetrieb in den Fußball-Amateurklassen hinaus.

Ape: Ja, das betrifft auch die Kreisauswahlen und alle Veranstaltungen in der Leichtathletik, Freizeit- und Gesundheitssport, ob Wettkämpfe oder Fortbildungen.

Wie geht es Ihnen damit?

Ape: Ich bin einigermaßen relaxed, obwohl ich zugeben muss, dass ich so etwas noch nie erlebt habe und dass es etwas Ähnliches auch noch nie gegeben hat. Wir stellen uns unserer Verantwortung, werden jetzt aber nicht in Panik verfallen.

Was bedeutet die neueste Entwicklung ganz konkret für die laufende Saison?

Ape: Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Keiner weiß, wie es weitergeht. Ich möchte da auch nicht zuviel zu sagen, obwohl ich bereits alle möglichen Szenarien durchgeträumt habe. Aber niemand hat wirklich eine Ahnung, wie sich das Ganze entwickelt.

Was die Bundesligen betrifft, würde eine Verlegung der Europameisterschaft für einen Zeitpuffer sorgen. Im Amateurfußball spricht aber doch eigentlich nichts dagegen, die Saison so oder so bis Ende Juni zu verlängern, oder?

Ape: So einfach ist das nicht. Irgendwann sind Ferien, und es gibt auch andere Veranstaltungen. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle. Ich würde es, Stand jetzt, nicht ausschließen, dass der SC Paderborn in der kommenden Saison noch in der Bundesliga spielt, auch wenn er die Saison als Tabellenletzter beendet.

Was meinen Sie damit?

Ape: Zumindest im Kreis Paderborn könnte ich mir vorstellen, dass wir die komplette Saison ad acta legen und im August die Serie neu spielen. Sollte es schon Meisterschalen geben, müssten wir sie eben einschmelzen.

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