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Handball-Landesligist Schloß Neuhaus kassiert 17:35 (6:15)-Pleite gegen Minden-Nord

„Komplettversagen auf allen Positionen“

Schloß Neuhaus (WB/ma). Die Handballer des TSV Schloß Neuhaus haben gleich im ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres ein Desaster erlebt. Der Landesliga-Aufsteiger verlor in eigener Halle sein Nachholspiel gegen den HSV Minden-Nord deutlich mit 17:35 (6:15).

Dominik Schuster verspürte kurz vor Anpfiff ein Ziehen im Sprunggelenk und spielte kaum. Hinten auf dem Plakat das TSV-Motto. Foto: Markus Schlotjunker

„Das ist auch in dieser Höhe eine verdiente Niederlage“, konnte es TSV-Trainer Michael Steffan auch einen Tag danach noch nicht fassen. „Das war von uns ein Komplettversagen auf allen Positionen“, sagte Steffan. Erst nach knapp zwölf Spielminuten gelang den Schlossherren das erste Tor (zum 1:3). Viel mehr sollten in Hälfte eins für Schloß Neuhaus auch nicht mehr fallen.

Michael Steffan

Die Gastgeber kamen erst gar nicht in die Position, um aufs gegnerische Tor werfen zu können. „Im Angriff lief der Ball bei uns überhaupt nicht. Wir fanden kein Mittel, um ins Spiel zu kommen. Dazu haben wir uns reihenweise technische Fehler erlaubt, die der Gegner konsequent zu Gegenstoßtoren ausgenutzt hat“, berichtete Steffan. So konnten sich die Mindener schon zur Pause auf neun Tore absetzen. „Da war klar, dass wir die Begegnung verloren haben“, erklärte der TSV-Trainer.

Neben der Schwäche im Spielaufbau und im Angriff war auch die Abwehrarbeit der Gastgeber nicht so wie gewohnt. „Wir waren hinten völlig emotionslos und instabil“, sagte Steffan. Warum seine Mannschaft beim ersten Auftritt nach der fast fünfwöchigen Spielpause am Donnerstagabend überhaupt nicht in Tritt kam, darüber rätselte Steffan am Tag danach. Ein Grund könnte der dezimierte Kader sein. Neben Stammtorwart Ruben Süß fehlten Christian Gettert und Kai Malina.

Es geht direkt mit dem Heimspiel gegen Oberlübbe weiter

Zudem verspürte Dominik Schuster beim Warmmachen ein Ziehen im Sprunggelenk und konnte nur sporadisch eingesetzt werden. Zu allem Übel verletzte sich kurz vor Spielende auch noch Felix Czaja – Verdacht auf Bänderriss. Schuster wie Czaja fallen somit auch am heutigen Samstag (19.15 Uhr) im nächsten Heimspiel gegen den Tabellendritten TuS Eintracht Oberlübbe aus.

Michael Steffan

„Die Pleite gegen Minden-Nord hat hoffentlich den Hallo-Wach-Effekt“, meinte Steffan. Heißt, dass seine Mannschaft am besten gleich gegen den TuS eine Reaktion zeigt und zu alter Stärke zurückfindet. Gerade zu Hause war der TSV eigentlich sehr stark.

Vor dem Minden-Desaster hatte Schloß Neuhaus in der Andreas-Winter-Halle bei vier Auftritten hintereinander den jeweiligen Gegner dominiert. Mit Unterstützung der Fans soll das gegen Eintracht Oberlübbe ansatzweise wieder gelingen. „Aber jetzt sind wir erst mal krasser Außenseiter, auch wenn wir in der Tabelle gleich hinter dem TuS stehen“, backt Steffan kleine Brötchen. Immerhin sollten die bislang sieben Siege (aus elf Spielen) Sicherheit geben, damit in Schloß Neuhaus in Ruhe weiter gearbeitet wird. Steffan hat jedenfalls schon in den Kampfmodus umgeschaltet und den Abstiegskampf ausgerufen. Gegen die körperlich robusten Oberlübber sollen die Schlossherren in der Abwehr entsprechend dagegen halten.

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