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Leichtathletik: LC Paderborn erkämpft bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften acht Titel und drei Vizetitel

Kwadwo knackt die DM-Norm

Paderborn

Das stattliche Aufgebot des LC Paderborn hat bei den Westfälischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle starke Leistungen gezeigt. Vor allem auf der Sprint- und Rundbahn zeigten sich die „Roten“ in Topform. Insgesamt verzeichnete der LC Paderborn achtmal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze sowie zahlreiche Top Ten-Platzierungen.

Die 4 x 200-Meter-Staffel der WJU16 des LC Paderborn mit (von links): Kimberly Ogbuanu, Nele Büchter, Alina Fischer und Johanna Sophie Seiler.

Am ersten Wettkampftag setzte sich Samuel Vorderwülbecke über die 800 Meter der Männer durch und siegte mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung in 1:59,88 Minuten. Über die gleiche Strecke bewies Johanna Sophie Seiler in der Altersklasse W14 ihre Standfestigkeit auf vier Runden und lief in 2:25,02 Minuten ebenfalls zum Titel. Gemeinsam mit Nele Büchter, Alina Fischer und Kimberly Ogbuanu gab es für Seiler zusätzlich einen tollen dritten Platz in der 4 x 200-Meter-Staffel der WJU16.

Sprinttalent Ogbuanu (W14), die erst seit wenigen Wochen aktiv Leichtathletik in der Trainingsgruppe von Michael Gaentzsch betreibt, sprintete über die 60 Meter in grandiosen 8,22 Sekunden zu ihrem ersten Meistertitel. Trainingskamerad Luca Ehle (M15) rannte über die 300 Meter in 40,05 Sekunden ebenfalls ganz nach oben auf das Westfalen-Podest.

Für eine weitere Goldstunde auf der 60-Meter-Bahn sorgte Yasmin Kwadwo. Bei den Frauen verteidigte die 32-Jährige ihren Vorjahrestitel mit der identischen Zeit von 7,41 Sekunden. Damit ist auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften am 18./19. Februar an gleicher Stelle abgehakt. „Vize“ wurde Vereinskameradin Kathrin Grenda (7,59 sec), die zwar nicht unbedingt mit ihrer Zeit zufrieden war, dafür mit der Platzierung. Neo Kuß (7,92 sec) folgte auf Rang neun.

Im 60-Meter-Sprint konnte Noel Thorwesten seine Leistung nach den Vorläufen – Platz zwei in 6,85 Sekunden – nicht wiederholen. In 6,91 Sekunden blieb für ihn im Finale der undankbare vierte Platz.

Das Trio Robin Binger (23,26 sec), Simon Büthe (23,78 sec) und Thoralf Lemke (23,84 sec) kam auf den Plätzen neun, zehn und elf über die 200-Meter-Vorläufe nicht hinaus.

LC-Neuzugang und Mittelstreckentalent Robert Rutz (U20) versilberte seinen Start über die 800 Meter in 1:58,03 Minuten und erlief sich mit dieser Zeit bereits die Norm für die Hallen-DM der U20 (25./26. Februar, Dortmund). „Ich bin nicht ganz zufrieden und wollte eigentlich schneller laufen, aber mit der Platzierung bin ich zufrieden. Nach dem Lauf habe ich mich gar nicht ausgelastet gefühlt. Auf den nächsten Wettkämpfen werde ich schneller laufen“, meinte Rutz hinterher. Ebenfalls neu im LC-Trikot ist Elias Loleit. Der Athlet aus der Trainingsgruppe Michael Krusemarks wurde Zweiter über die 800 Meter der M15 (2:09,88 min) bevor er tags darauf über die 2000 Meter in 6:28,48 Minuten zu Gold lief.

In der M14 konnte sich LC-Talent Luca Fraune Bronze sichern (6:53,29 min). Mit einer tollen neuen Bestleistung von 11,79 Metern im Kugelstoßen gab es für Henry Bernemann ebenfalls Bronze in der Altersklasse der M15.

Luis Butterwegge lief am Sonntag in der U18 über die 3000 Meter der Konkurrenz davon und sicherte sich mit einem Abstand von 18 Sekunden auf den Zweitplatzierten Gold. Über die gleiche Strecke entschied Nele Weike bei den Frauen die Meisterschaft in 10:02 Minuten für sich. Aufgrund technischer Schwierigkeiten musste die Zeitmessung des Rennens per Hand erfolgen und ist somit nicht Bestenlisten-tauglich. „Bei Nele ist die Zeitmessung ausgefallen und die Zeiten wurden nur geschätzt. Nele hat das taktisch sehr gut gestaltet. Die ersten 2000 Meter waren etwas langsam, sodass eine Zeit unter zehn Minuten nicht mehr möglich war. Die letzten 1000 Meter hat sie dann das Tempo stark forciert, die Konkurrenz stehen gelassen und sicher den Titel geholt“, so Trainer Krusemark.

Auch der TSV Schloß Neuhaus setzte Akzente. Im Dreisprungwettbewerb der weiblichen Jugend U18 steigerte sich Freya Brökling im letzten Versuch auf starke 10,91 Meter – Westfalen-Silber! Im Kugelstoßen musste sie sich mit 8,96 Metern begnügen; Rang elf. Einen weiten Vizetitel für den TSV holte Oda Brökling im Dreisprung der weiblichen Jugend U20. Die 10,68 Sekunden aus dem ersten Versuch konnte sie wohl nicht mehr toppen, dafür überbot sie jedes Mal die 10,30 Meter.

Der Dreisprung der MJU20 war eine klare Sache für Tim Düchting (TSV Schloß Neuhaus), der mit 29 Zentimetern Vorsprung siegte. Seine Siegerweite von 12,34 Metern verbuchte er im letzten Versuch. Im 60-Meter-Sprintfinale ließ Düchting einen zwölften Rang folgen (7,66 sec).

Am kommenden Wochenende steht in Dortmund der dritte Termin der Westfälischen Meisterschaften an.

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