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Tennis-Zweitligist TuS Sennelager bestreitet den finalen Doppelspieltag

Meister, Vize oder Dritter

Sennelager (WB/AK). Nur vier Wochen nach der Premiere haben Tennisfreunde im Kreis Paderborn die letzte Gelegenheit, in diesem Jahr Zweitliga-Tennis zu erleben. Es warten schon die beiden finalen Spieltage in der Nordgruppe der 2. Herren-Bundesliga. Der TuS Sennelager bestreitet heute (13 Uhr) seine letzte Heimpartie gegen den Bremer TC überraschend als Tabellenführer.

Wer gratuliert am Ende wem? Sennelagers Ivan Gakhov nimmt nach seinem gewonnenen Einzel beim 8:1 über Aachen die Glückwünsche von Clement Geens entgegen. An den beiden letzten Saisonspieltagen der Nordgruppe der 2. Tennis-Bundesliga machen Spitzenreiter TuS Sennelager und der punktgleiche Verfolger TK BW Aachen die Meisterschaft in einem Fernduell unter sich aus. Foto: Agentur Klick

Zum Abschluss am Sonntag (11 Uhr) tritt Team Hämmerling dann beim Club an der Alster Hamburg an. Vor den beiden Begegnungen ist lediglich sicher, dass der TuS Sennelager für den direkten Wiederabstieg in die Regionalliga nicht mehr infrage kommt. Bei Teammanager Marc Renner sorgt dieser Umstand nach den aufregenden Wochen zuvor für große Entspannung, denn schließlich hat Sennelager das erklärte Saisonziel »Nicht-Abstieg« bereits erreicht. Und noch mehr: Im schlechtesten Fall (bei zwei Niederlagen) springt am Ende für den TuS in der Neunergruppe zumindest Tabellenplatz drei heraus, bestenfalls verteidigt Sennelager den Platz an der Sonne und darf (spätestens) am Sonntag die überraschende Meisterschaft feiern. Nötig dafür ist ein zumindest ebenso erfolgreiches weiteres Abschneiden wie das von Verfolger TK BW Aachen, der wie Sennelager mit 10:2 Punkten den Ligaverbleib sicher hat.

Alle übrigen Mannschaften können noch absteigen

Alle übrigen Mannschaften können noch absteigen. Daher rechnet Renner mit der Anreise einer sehr gut aufgestellten Bremer Mannschaft, die den TuS vor eine schwere Prüfung stellen werde. Bremen ist neben Sennelager und Aachen zudem das einzige Team, das – zumindest rein rechnerisch – noch Chancen auf Platz eins hat. »Wenn Bremen mit seinen Top-Spielern antritt, sehe ich sie als 60:40-Siegvaforit«, sagt Renner. Zu Bremens Besten gehört unter anderem Esteve Lobato (Spanien, ATP-443), der vor einem Jahr noch in Sennelager unter Vertrag stand. Wie üblich lässt sich auch der TuS bei der Aufstellung nicht in die Karten schauen.

TuS ist mit seiner Platzanlage in Liga eins nicht startberechtigt

Die Frage, welche weiteren Ambitionen der Verein nach dem bereits erreichten Saisonziel verfolge, bleibt vor dem Finale unbeantwortet. Renner betont jedoch: »Unser Kader ist in der Breite sehr gut aufgestellt und wir werden gegen Bremen in jeden Fall mit einer schlagkräftigen Mannschaft auf dem Platz stehen, auch wenn wir auf den einen oder anderen Spieler aufgrund von Turnierverpflichtungen verzichten müssten.« Zur möglichen Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die 1. Bundesliga stellt Renner klar: »Wir sind mit unserer Platzanlage in Liga eins nicht startberechtigt und meinem Wissenstand nach gibt es derzeit in ganz Paderborn keine Platzanlage, die alle Anforderungen des Deutschen Tennisbundes erfüllt und erstligatauglich wäre.«

Zum Abschluss reist Sennelager nach Hamburg

Zum Abschluss reist Sennelager zum Club an der Alster nach Hamburg. Die Hanseaten (4:8) mit Routinier Julian Reister (ATP-83 in 2011) belegen derzeit Tabellenrang sieben und benötigen im Kampf um den Ligaverbleib jeden Punkt.

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