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Nationale Hochburg Volleyball-Regionalkader (VoR) Paderborn: Ceftrainerin Susanna Turner ist die „Mutter“ des Erfolges

Motor und Ideengeberin

Paderborn

Als der Volleyball-Regionalkader (VoR) Paderborn im Jahr 2006 gegründet wurde, ahnte keiner, welche Erfolgsgeschichte dieser neue Verein schreiben würde. Zahlreiche Teilnahmen an Westdeutschen Meisterschaften und Deutschen Meisterschaften sowie eine ganze Reihe Aktiver, die es in die Landes- oder sogar Bundeskadermannschaften schafften, haben den VoR bundesweit zu einer Hochburg im Nachwuchsvolleyball gemacht.

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Vordenkerin des Volleyball-Regionalkaders: Susanna Turner hat den Verein seit 2013 auf ein neues Niveau gehoben. Foto: Jörg Manthey

Der Erfolg trägt seit 2013 klar die Handschrift von Cheftrainerin Susanna Turner, die das VoR-Motto „Volleyball leistungsorientiert erleben“ mit Leben gefüllt und den Verein in dieser Zeit auf ein neues Niveau gehoben hat.

Zu verdanken ist dies nicht zuletzt der Eingebung des ehemaligen Vorsitzenden Karl Finke, der 2013 die Gunst der Stunde nutzte und Susanna Turner vom Fleck weg engagierte. Für Turner, die vom damaligen Damen-Regionalligisten Detmolder TV nach Paderborn kam, war dieser Wechsel eine ganz neue Herausforderung, der sie sich gerne und mit viel Hingabe stellte: „Ich war sehr dankbar für diese Chance, da ich beim Volleyball-Regionalkader endlich auf hohem Niveau im Verein Nachwuchsarbeit machen durfte. Karl hat mich für den VoR begeistert, mich inspiriert und mir vorgelebt, wie man junge Athletinnen begleitet.“ Seitdem ist Susanna Turner nicht nur in der Halle Motor und Ideengeberin. Sie verkörpert das Konzept des Vereins und hat das Training professionalisiert. Ihr Anspruch ist die stete Verbesserung.

Das weiß auch Carina Ahlers, Spielerin der Paderborner Drittligadamen, die ab der U13 einer der ersten Jugendmannschaften des Vereins angehörte: „Der Verein hat sich enorm entwickelt. Neben der Quantität der Spielerinnen hat sich vor allem durch Susanna die Qualität enorm verbessert. Sie hat den Verein auf ein neues Leistungslevel geführt, sodass wir in der Jugend und im Erwachsenenbereich einen Namen im deutschen Volleyball haben.“

Zum Paderborner Erfolgskonzept gehört, dass ab der U14 allen Willigen der leistungssportliche Weg angeboten wird. Es gibt aber ebenso Trainingsgruppen für all diejenigen, die den Sport etwas weniger zeitintensiv betreiben möchten. Wer sich für den Leistungssport entscheidet, erhält die Möglichkeit, sich dank angepassten Trainingsplänen mit höheren Trainingsumfängen am Ball und im Athletikbereich zu verbessern. Dafür verbringt die Cheftrainerin, die beim VoR primär für den weiblichen Bereich verantwortlich zeichnet, mehrere Stunden in der Woche am Laptop, plant Trainingseinheiten und Spieleinsätze und steht im ständigen Austausch mit ihren Spielerinnen.

„VoR steht für die individuelle Ausbildung von Athleten. Daher herrscht ein besonderer Spirit im Verein. Sicherlich eint die Mannschaften der Teamspirit, dennoch würde ich sagen, dass die vorrangige Gemeinsamkeit die ist, dass alle gut trainieren, ehrgeizig spielen und sich immer verbessern wollen“, erklärt Susanna Turner. Die Cheftrainerin vereint Leidenschaft und Detailliebe, wenn es darum geht, Talente technisch zu entwickeln. Nicht umsonst gilt sie als eine der besten Nachwuchstrainerinnen Deutschlands und gehört unter anderem zum Staff der deutschen Jugendnationalmannschaft. Jugendbundestrainer Jens Tietböhl weiß Susanna Turners Qualitäten zu schätzen: „Das wirklich Besondere an Susanna ist ihr positiver Umgang mit den Athleten und eine überragende Fachkompetenz! Ihre spezielle Ausbildung findet in der Nationalmannschaft höchste Anerkennung. Ich bin sehr froh, sie in unserem Trainerteam zu haben!“

Von ihrer Expertise profitiert auch das Trainerteam des Volleyball-Regionalkaders, das in internen Trainer-Fortbildungen eine gemeinsame Sprache und Trainings-Philosophie entwickelt hat. Alle VoR-Trainer gehen den professionellen Weg mit, inklusive regelmäßiger Anpassungen der Trainings- und Einsatzpläne sowie Wechsel der Trainingsgruppen.

Das nachhaltige VoR-Konzept verzinst sich im Erwachsenenbereich. In der Saison 2019/20 schaffte der Verein den Sprung in die 3. Liga. Fünf Aufstiege in sieben Jahren sind Zeugnis der kontinuierlichen Nachwuchsarbeit. Susanna Turner gelang dabei die Balance zwischen Mannschaftszielen und der individuellen Förderung ihrer talentiertesten Nachwuchsspielerinnen. „Das ist der schwierigste Part meiner Arbeit. Im Vordergrund steht immer die Entwicklung jeder einzelnen Athletin, die sich für uns entschieden hat. Darüber hinaus hat die Arbeit mit den Kaderspielerinnen einen besonderen Status bei uns. Wir bemühen uns, ihnen Spielzeit zu geben, um sie noch besser zu fördern, und rechnen es unseren Teams sehr hoch an, dass alle diesen Weg mitgehen“, erklärt die VoR-Cheftrainerin.

Ein Paradebeispiel für diesen Weg ist U18-Nationalspielerin Sophia Schefner, die mittlerweile am Bundesstützpunkt Berlin an ihrer Profikarriere arbeitet. Die junge Zuspielerin erhielt das Vertrauen der Trainerin und ihrer Mannschaft und leitete in der Aufstiegssaison 2019/20 als 15-Jährige bereits die Geschicke des Regionalligateams. „Dass Spielerinnen wie Sophia an einen Bundesstützpunkt wechseln, wird von uns immer positiv begleitet. Sophia ist ein Ausnahmetalent und hat in Berlin die besten Möglichkeiten, sich zu entwickeln“, erklärt Susanna Turner. Dem Vereinsziel steht das nicht entgegen. „Wir haben im Training eine hohe Qualität und möchten perspektivisch in die 2. Bundesliga. Viele unserer jungen Spielerinnen haben das Potenzial, diesen Weg mit uns zu gehen.“

Zahlreiche Spielerinnen haben von der Expertise der VoR-Cheftrainerin, die auch als Interimstrainerin am Bundesstützpunkt in Münster tätig war, profitiert. Bis heute pflegt Susanna Turner einen guten Kontakt zu ehemaligen Bundesstützpunkt-Spielerinnen, die sie ein Stück des Weges begleitet hat, etwa die Paderbornerin und spätere A-Nationalspielerin Irina Kemmsies: „Unter Susanna habe ich mich technisch und auch persönlich sehr weiterentwickelt“, erzählt Kemmsies, die unlängst mit dem VC Kanti Schaffhausen den Schweizer Pokal gewinnen konnte.

Nach dem coronabedingten Abbruch der Volleyballsaison wird der VoR auch in der kommenden Saison mit seinen beiden spielklassenhöchsten Mannschaften wieder in der 3. Liga und der Oberliga an den Start gehen.

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