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1. Tri-Club Paderborn gewinnt in überzeugender Manier die Team-Gesamtwertung der virtuellen Zwift-Triathlon-Serie

Prestige, Stolz, Teamspirit und Fitness angehäuft

Paderborn

Knackiger Fünf-Sterne-Spaß: Der 1. Tri-Club Paderborn hat bei der zweiten Ausgabe der virtuellen Zwift-Triathlon-Serie (ZTS) die Team-Gesamtwertung gewonnen. Im achten und letzten Rennen auf dem Rollentrainer reichte ein zweiter Rang in der Tageswertung hinter der SG Athletico Büdelsdorf, um mit insgesamt 595 von 600 möglichen Punkten die Führung zu verteidigen.

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Motivation in der Corona-Tristesse gesammelt: Mountainbiker Max Wetzel (22) hat mit dem 1. Tri-Club Paderborn die Teamwertung der ZTS-Serie gewonnen. Im Einzel schloss der Student aus Daseburg auf Gesamtrang 29 ab. Foto: Privat

Zweiter wurde das Tri Team Hamburg BuLi-Bunch (584), Dritter Büdelsdorf (583). Der Regionalligist ließ 68 Teams hinter sich, darunter allerlei Bundesligisten. „Hätte man mir das am Anfang gesagt – ich hätte es nicht geglaubt“, sagt Teamchef Roman Reeschke stolz.

Das Finale führte das Peloton virtuell in den Norden Frankreichs, auf eine 48 Kilometer lange Strecke mit zwei nennenswerten Anstiegen über jeweils knapp drei Kilometer (310 Höhenmeter). Das Feld fiel nach dem ersten Anstieg nach 20 Kilometern komplett auseinander. Mario Teune und Lukas Kersting gehörten danach der 25 Mann starken Spitzengruppe an, derweil Max Wetzel und Roman Reeschke mit etwa 20, 30 Sekunden Rückstand einer 15-köpfigen Verfolgergruppe angehörten. Der zweite Anstieg musste fünf Kilometer vor dem Ziel bewältigt werden. Reeschke: „Hier konnte sich leider keiner von uns ganz vorne einreihen. So hatten wir mit dem Podium nichts zu tun.“ Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Die Plätze zehn (Teune), 16 (Kersting) und 28 (Reeschke) reichten für Rang zwei und damit den angepeilten Gesamtsieg, der eine Menge Prestige nach Paderborn spülte. Ein kleines Präsentpaket folgt.

Insgesamt drei Tagessiege und zweimal Rang zwei standen auf anspruchsvollen Kursen zu Buche. Vom dritten Rennen an waren die Paderborner der Platzhirsch im Feld. „Das haben wir uns nicht mehr nehmen lassen“, erzählt Reeschke. „Da das echte Wettkampfgeschehen seit Monaten auf Eis gelegt und für die deutschen Triathlon-Ligen eine Perspektive nicht erkennbar ist, war diese ZTS-Radserie eine tolle Alternative für uns Triathleten“, sagt Reeschke. „Es hat uns allen richtig Spaß gemacht und war eine tolle Herausforderung und Motivation.“ Zudem hätten die Rennen Teamspirit erzeugt. „Jeden Dienstagabend haben wir virtuell zusammen geschwitzt. Da sind als Nebenprodukt echte Freundschaften entstanden.“

In der Gesamt-Einzelwertung der Kategorie A (abzüglich zwei Streichergebnissen) belegt Lukas Kersting (M20) im 461-köpfigen Feld mit 11,0 Wertungspunkten den fünften Platz, gefolgt von Mario Teune (M30/22,7 Punkte) auf Rang sechs. Roman Reeschke (M30/68,2) ist als 26. drittbester Paderborner, Mountainbiker Max Wetzel (M20/71,0) liegt als 29. ebenfalls noch in den Top 30. Weitere Infos im Netz: www.ztsracing.de

Am Abend führt der 1. Tri-Club seine Mitgliederversammlung durch, natürlich virtuell. Reeschke, der als Vorsitzender wiedergewählt werden dürfte, geht von einem „kurzen Ding“ aus. „2020 ist ja nichts passiert. Und unser NRW-Verband hat noch keine Gedankenspiele geäußert, ob oder wann in diesem Jahr was möglich ist. Es ist ja auch echt schwierig, was zu planen.“

Am 9. Mai könnten sich die Schwimmradläufer vielleicht beim EJOT Triathlon Buschhütten versammeln, aber so recht mag Roman Reeschke nicht daran glauben. „Es sind ja auch schon alle großen Frühjahrsmarathons abgesagt worden. Und wir brauchen Vorlaufzeit. Seit Anfang November waren wir nicht mehr im Wasser. Was sollte das also bringen?“ Eines steht jedenfalls fest: Auf dem Rad, da sind sie zumindest auf virtuellen Straßen fit, so richtig fit, die Tri-Clubberer.

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