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Volleyball: Drittligist Delbrück hat den Drittletzten ART Düsseldorf zu Gast.Am Sonntag trifft der Verein im Bezirkspokal-Halbfinale auf den Oberligisten SC Halle

Protte sieht DJK in der Pflicht

Delbrück  (WB). Volleyball-Drittligist DJK Delbrück absolviert am Samstag (18 Uhr) das vorletzte Heimspiel der Saison. Zu Gast beim Tabellenzweiten am Driftweg ist der Drittletzte ART Düsseldorf.

Markus Schlotjunker

Delbrücks Außenangreifer in Aktion: Maximilian Protte sorgt für Druck. Foto: Agentur Klick

Das Ziel der DJK ist ganz klar: im zehnten Heimspiel den neunten Dreier holen. Nur gegen den Spitzenreiter SVG Lüneburg II unterlagen die Delbrücker zu Hause. Eine Niederlage, über die sich Spieler wie Trainer immer noch ärgern. „Das hätte nicht sein müssen“, meint auch Maximilian Protte. Der Außenangreifer, der seit 2003 für die DJK spielt, geht davon aus, dass seine Mannschaft auch am Ende der Saison auf Rang zwei stehen wird, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg wäre.

Nur DJK Delbrück beantragt eine Lizenz

Aus der 3. Liga West hat nur die DJK Delbrück die Lizenz für die 2. Liga beantragt. Wird sie mindestens Dritter, hat sie das Aufstiegsrecht. Ob das dann auch wahrgenommen wird, steht noch nicht fest. Auch für Protte ist die Entscheidung noch nicht gefallen: „Ich schaue mir unsere noch ausstehenden fünf Spiele ganz genau an und entscheide dann. Aber Volleyball ist ein Mannschaftssport, da spielen mehrere Faktoren eine Rolle.“ Einerseits reizt es einen Sportler und die Fans, so hoch zu spielen, wie es geht. Andererseits macht es auch Spaß. Alles nicht so einfach.

Der 3:1-Sieg am Wochenende in Aligse; genau dort, wo die DJK zu gemeinsamen Zweitliga-Zeiten stets klar unterlegen war, könnte ein Fingerzeig pro Aufstieg gewesen sein. Die noch kommenden schweren Auftritte in Tecklenburg und Hürth werden ebenso weiter Aufschluss darüber geben, ob die junge Mannschaft reif ist für Liga zwei. Aber auch ein vermeintlich leichtes Heimspiel gegen den Drittletzten aus Düsseldorf ist ein Test. „Wir dürfen und werden keine Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Den Luxus, Punkte liegen zu lassen, können wir uns nicht erlauben“, warnt Protte. Bei einem Spiel weniger hat die DJK, die gegen die Rheinländer wohl komplett sein wird, drei Punkte Vorsprung auf den Dritten FCJ Köln und vier auf den Vierten SF Aligse.

„Nachwuchskräfte blühen auf“

Insgesamt sieht Protte, dessen Freundin Leonie, die seit Oktober ausgebildete Physiotherapeutin ist und die Mannschaft insbesondere bei Auswärtsfahrten als Physio betreut, die Entwicklung des DJK-Kaders positiv. „Wir haben an vielen Stellen noch gelernt, und besonders die jungen Spieler sind an den Aufgaben gewachsen. Gerade die Nachwuchskräfte, die inzwischen immer mehr bei den Spielen beteiligt sind, blühen auf. Obendrein haben wir dadurch mehr Optionen“, sagt Protte, der mit seinen 25 Jahren schon zu den erfahrenen Spielern zählt.

Eins wurmt Protte allerdings: Noch nie hat ihn sein Vater Wolfgang, der fast jedes Heimspiel der DJK besucht und als Sponsor schon oft die Plaketten für die MVP´s überreicht hat, seinem eigenen Sohn die Goldene umgehängt. Immer wenn es diese Konstellation gab, hatte die DJK verloren und Maximilian bekam nur die Silberne. Vielleicht klappt das ja diese Saison noch.

Einen Tag nach dem Ligaspiel geht es für die DJK mit dem Bezirkspokal weiter. In Halle (Sporthalle Ravensberg) trifft der Drittligist im ersten Halbfinale (15 Uhr) auf die Oberliga-Mannschaft vom Ausrichter SC Halle. Anschließend wird zwischen dem FC Augustdorf und dem 1. VC Minden der zweite Endspielteilnehmer ermittelt. Das Finale findet am 3. Mai statt.

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