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TuS Sennelager: Historisches Jubiläum – vor 50 Jahren glückte der Aufstieg in die höchste Amateurliga

Schwelgen in Erinnerungen

Sennelager.

In diesen Tagen erinnert der SC Paderborn 07 an ein besonderes sportliches Jubiläum. Vor 50 Jahren schaffte der Vorgängerverein TuS Sennelager nach vier Aufstiegen in Folge den Sprung in die Verbandsliga. Ein halbes Jahrhundert danach kamen die Aufstiegshelden von damals in der Benteler-Arena zusammen, um das Mannschaftsfoto der Saison 1970/71 nachzustellen.

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Die Mannschaft des TuS Sennelager in der Aufstiegssaison 1970/71, hinten von links: TuS-Mäzen Josef Peitz, Klaus-Dieter Pöhler, Willi Lenz, Wolfgang Schulte, Edwin Joseph, Dieter Senk, Alfred Lüke-Bessen, Gerhard Runde, Manfred Thielen, Trainer Rolf Hüsing und Fußball-Obmann Bernhard Temming. Knieend von links: Dieter Hansel, Lothar Senk, Lothar Schepelmann, Lesley Northrop, Franz Meinholz und Peter Böer. Auf dem Foto fehlen Jürgen Fiedler und Adrianus Ooms. Foto: WV

Initiiert hatte das Treffen der damalige Spieler und langjährige Geschäftsführer des Ahorn-Sportparks, Wilhelm „Willi“ Lenz. Seinem Aufruf folgten sieben weitere Spieler sowie der damalige Trainer Rolf Hüsing, die die historische Erfolgsgeschichte aufleben ließen. Mit dabei war auch der damalige Mannschaftsführer Klaus Pöhler, der in den vier Aufstiegsspielzeiten keine einzige Partie verpasst hatte.

Pöhler war Elektriker und Werkzeugvorbereiter im Werk des Mäzens Josef Peitz. Mit der Verquickung von Peitz‘ Betriebsfußballmannschaft mit dem Verein hatte Sennelagers kleinee Fußballwunder begonnen. Peitz hatte zu Fritz Walters Zeiten bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern selber Fußball gespielt und dort auf einer Fachschule seinen späteren Geschäftsführer Bernhard Temming kennengelernt, Fußball-Obmann in Sennelager.

„Mit dem vierfachen Aufstieg hat der TuS Sennelager eine ganz besondere Erfolgsgeschichte geschrieben“, würdigt SCP-Präsident Elmar Volkmann. „Es ist toll, dass so viele ehemalige Spieler dem Aufruf von Willi Lenz gefolgt sind. Das zeigt, wie groß der Zusammenhalt damals war“, freut sich auch Geschäftsführer Martin Hornberger.

„Am liebsten wären alle noch lebenden Mitspieler zu unserem Treffen gekommen, doch manche mussten aus gesundheitlichen Gründen absagen. Den meisten von uns kribbelte es bei dem Treffen schon wieder in den Füßen“, erzählt Willi Lenz.

Die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des TuS Sennelager begann mit der Saison 1968/69 in der zweiten Kreisklasse. Mit Unterstützung des Mäzens Josef „Jüppi“ Peitz kehrte der TuS ohne Punktverlust in die erste Kreisklasse zurück und ließ danach drei weitere Aufstiege bis in die Verbandsliga, der damaligen höchsten Amateur-Liga Westfalens, folgen. In der Landesliga wurde Sennelager Meister mit einem Punkt Vorsprung auf den Herforder SC. Nur einmal musste sich das Team in dem vierjährigen Zeitraum auf heimischen Platz geschlagen geben. In der drittklassigen Verbandsliga konnte sich der TuS im Mittelfeld etablieren. Platz zwölf in der Aufstiegssaison 1971/72 folgte ein Jahr später Platz neun. Gleichzeitig übernahm Sennelager erstmals die sportliche Führungsrolle in der Stadt.

Die Fußballabteilung des TuS Sennelager fusionierte am 8. Juni 1973 mit dem SV 07 Neuhaus zum TuS 07/10 Schloß Neuhaus. Der wiederum fusionierte am 1. Juni 1985 mit dem 1. FC Paderborn zum TuS Paderborn-Neuhaus, der sich seit 1997 SC Paderborn 07 nennt.

Das historische Treffen der früheren Recken fand unter Einhaltung der pandemiebedingten Hygieneregeln statt.

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