Der Paderborner Golfprofi Alexander Knappe zeigt sich in Südafrika deutlich formverbessert

Starke Aufholjagd: Von 125 auf 14

Paderborn

Nach drei verpassten Cuts in Serie hat Golfprofi Alexander Knappe zum Abschluss des South African Swings seinen Schwung wiedergefunden.

Elmar Neumann

Golfprofi Alex Knappe belegt beim dritten Challenge-Tour-Turnier in Südafrika den geteilten 14. Platz. Foto: Elmar Neumann

Die Austrian Open (European Tour) sowie die ersten beiden Turniere auf südafrikanischem Boden (Challenge Tour) waren für den 32-jährigen Paderborner bereits nach zwei Runden gelaufen, beim Dimension Data Pro-Am aber hat sich Knappe in den vergangenen vier Tagen von seiner starken Seite gezeigt – eine Aufholjagd von Rang 125 auf Rang 14 inklusive.

Alexander Knappe

„Ich bin froh, dass ich es ins Wochenende geschafft habe. Das ist gerade keine einfache Phase für mich“, sagte Knappe, nachdem er auch im Fancourt Golf Estate einen wenig erbaulichen Start hatte verkraften müssen. Im Gegensatz zur Vor-Corona-Tradition wurde dort nicht auf drei, sondern auf zwei verschiedenen Plätzen gespielt und der Montagu (Par 72, 6714 Meter) sollte sich am ersten Tag im Vergleich zum Outeniqua (Par 72, 6301 Meter) als die deutlich größere Herausforderung erweisen. Das bekam auch der gebürtige Briloner zu spüren, der sich zum Auftakt mit einer 74 abzufinden hatte und für den der Freitag auf dem 125. Platz begann. Jetzt war von Knappe auf dem vermeintlich leichteren Platz eine Top-Runde gefordert und die gab es auch: Der BVB-Anhänger legte einen Eagle-Birdie-Start hin, ließ im Verlauf der Runde unter anderem ein weiteres Eagle folgen und brachte eine 65 ins Clubhaus, mit der er sich in die Top30 verbesserte.

Am sehr windigen Samstag, dem sogenannten Moving Day, bewegte sich bei Knappe nicht viel (71, Outeniqua), aber am Sonntag – wieder auf dem Montagu-Kurs – arbeitete er sich noch einmal nach vorne. Die abschließende 67 hatte nur einen Makel: Nach sechs Birdies leistete sich der Mann vom GC Paderborner Land ausgerechnet am letzten Loch, einem Par 5, den einzigen Schlagverlust des Tages. Am Ende fehlten Alex Knappe (-11) acht Schläge auf den in einem Play-off siegreichen Wilco Nienaber. Der Südafrikaner kassierte fast 55.500 Euro, für den geteilten 14. Platz blieben 4800 Euro.

Von Südafrika geht‘s nach Schweden

Weiter geht es für den Challenge-Tour-Tross ohne jegliche Verschnaufpause. Bereits am Donnerstag beginnt mit der Range Servant Challenge in Malmö das erste von zwei aufeinanderfolgenden Turnieren in Schweden. Eine freie Woche sieht der Zeitplan erst nach der Italian Challenge (22. bis 25. Juli) vor. Ob dem Paderborner zwischenzeitlich ein Abstecher auf eines der zwei European-Tour-Events auf deutschem Boden vergönnt ist, wird sich kurzfristig zeigen. Stand jetzt ist es wohl wahrscheinlicher, dass er an der BMW International Open (24. bis 27. Juni, Eichenried) teilnimmt als an der Porsche European Open (3. bis 6. Juni, Winsen an der Luhe): „Bei einem der beiden werde ich dabei sein, aber nach dem späten Saisonstart bin ich erst mal froh, dass wir überhaupt wieder so häufig spielen.“

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