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Turner der SG Paderborn sichern sich die OberliGrößter Erfolg in der Geschichte

Paderborn

Großer Erfolg für die SG Paderborn. Die Turnier feierten den Meistertitel in der Oberliga. In diesem Jahr hatten die Turner aus Paderborn nach einer zweijährigen Corona Pause die Gelegenheit, wieder im Ligabetrieb ihr Können erfolgreich unter Beweis stellen.

Die Turner der SG Paderborn sind Meister der Oberliga, von links: Alejandro Peters, Marc Lemperle (mit 38 Punkten bester Turner der Saison), Dominik Kürpick, Teamchef Moritz Brüggemann (mit Meisterschaftspokal), Thore Pieper, Sebastian Reller und Tim Renger

Auch wenn die Konkurrenz diesmal ausschließlich aus den drei Mannschaften TZ Bochum, KTS Mettingen und TSV Kierspe bestand, freuten sich alle Mannschaften nach langer Durststrecke auf die bevorstehenden Wettkämpfe, um die einstudierten Übungen zu präsentieren.

Die SG Paderborn konnte auf einen gut besetzten Kader zurückgreifen. Insbesondere Neuzugang Thore Pieper, welcher zuvor in der 3. Bundesliga beim TV Isselhorst an den Start gegangen war, sollte eine große Bereicherung fürs Team sein. Auch Topscorer Marc Lemperle, der für sein Studium ins Ausland gezogen ist, fand für die Wettkämpfe den Weg in die Heimat, um das Team mit seinen Übungen zu unterstützen.

Der erste Heimwettkampf am 17. September gegen das TZ Bochum eröffnete die Oberligasaison 2022. Dieser konnte mit einem Kantersieg mit 71:8 Scorepunkten gewonnen werden. Herausragende Akteure der Partie waren Marc Lemperle (18 Scorepunkte) und Thore Pieper (14 Scorepunkte). Bereits zur Halbzeit stand es 30:8, sodass die Paderborner keine Fragen offen ließen, wer der Herr im Haus ist. Die Bochumer, welche hautsächlich mit jungen Nachwuchsturnern die Reise in die Paderstadt angetreten hatten, konnten den routinierten Paderbornern kein Paroli bieten. Trotzdem ließen sich die Ruhrgebietler nicht entmutigen und präsentierten ihre Übungen ansehnlich.

Für den zweiten Wettkampf reisten die Turner von der Pader eine Woche später nach Mettingen, wo mit 53:8 Scorepunkten gewonnen wurde. Schon an den ersten Geräten konnte die SG sich einen erheblichen Vorsprung erturnen. Am stärksten Gerät, den Ringe, gewannen die Paderborner 15 Punkte für sich. Das lag insbesondere auch an der Leistung von Thore Pieper, welcher mit seiner Übung die Höchstwertung von 13,7 Punkten an den Ringen erhielt. Auch an den verbleibenden Geräten verloren die Paderborner nicht die Nerven, brachten so den Sieg und die Punkte mit nach Hause.

Finale in Kierspe

Der letzte und alles entscheidende Wettkampf wurde am 19. November in Kierspe ausgetragen. Beide Mannschaften hatten in der laufenden Saison noch nicht verloren, weshalb an diesem Tag der Gewinner des Wettkampfs als Oberligameister aus dem Duell gehen würde. Den Zuschauern wurde ein unterhaltsamer und spannender Wettkampf geboten, welchen die SG Paderborn am Ende knapp mit 27:26 für sich entscheiden konnte. Trotz eines dezimierten Kaders an diesem Tag (Felix Pott krank; Marcel Jörgens, Andreas Trykacz verletzt) reichte es am Ende mit einem Punkt Vorsprung zur Meisterschaft. Dabei war der Start alles andere als gelungen.

Mehrere Stürze am Boden sorgte nach den ersten zwei Geräten für einen 8:11-Rückstand. Moritz Brüggemann ging trotz gebrochener Schulter am Pauschenpferd an den Start und sicherte den Paderbornern vier Scorepunkte. An den Ringen konnte die SG den Rückstand auf einen Punkt verkürzen. Dabei überzeugte erneut Pieper mit einer sehr sauberen und gut bepunkteten Übung. Aufgrund einer Glanzleistung am Sprung gingen die Paderborner nach diesem Gerät mit 21:16 Punkten in Führung. Die beiden jüngsten Turner Alejandro Peters und Sebastian Reller steuerten jeweils zwei wichtige Punkte zum Geräteergebnis hinzu. Am fünften und vorletzten Gerät, dem Parallelbarren, konnte der Vorsprung erneut auf 25:17 Punkten ausgebaut werden, was für die SG auch von hoher Wichtigkeit war, da Kierspe am letzten Gerät deutlich stärker einzuschätzen war. Trotz starker Leistungen der Kiersper am Reck, welches aus Sicht von Paderborn mit 2:9 Punkten verloren ging, reichte es letztendlich doch noch zum Sieg.

Teamchef Brüggemann ist stolz

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Beide Teams haben ein Ligafinale abgeliefert, das ich in der Form und dieser Spannung lange nicht mehr gesehen habe. Dass wir am Ende des Abends den Pokal noch mit nach Paderborn nehmen, ist für mich ein persönlicher Traum der in Erfüllung geht“, erklärte Teamchef Moritz Brüggemann.

Der Oberliga-Titel ist für die SG Paderborn seit Gründung der Startgemeinschaft im Jahre 2007 der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Im nächsten Jahr hoffen alle Mannschaften wieder auf regere Beteiligung in Westfalens höchster Turnliga. Jetzt liegt die Priorität aller Turner wieder auf der Erlernung neuer Elemente für die Saison 2023.

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