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Golfprofi Alexander Knappe hofft in Schottland auf das benötigte Top-Resultat

Zeit für etwas Besonderes

Paderborn (WB). Golfprofi Alexander Knappe benötigt im Saisonendspurt noch ein herausragendes Ergebnis, um sich die Tourkarte für 2018 zu verdienen. Vielleicht hilft ihm dabei die außergewöhnliche Atmosphäre der am Donnerstag in Schottland beginnenden Alfred Dunhill Links Championship.

Elmar Neumann

Skeptisch: Alexander Knappe kämpft noch um die Tourkarte 2018. Foto: Elmar Neumann

Neben 168 Berufsgolfern sind bei dem mit etwa 4,26 Millionen Euro dotierten Turnier – zumindest an den ersten drei Tagen – auch 168 Amateure mit von der Partie, darunter jede Menge golfende Prominenz. Einstige Weltklasse-Sportler wie Fußballer Luis Figo, Skifahrer Franz Klammer oder Boxer Wladimir Klitschko, Schauspieler wie Jamie Dornan (Fifty Shades of Grey) und Musiker wie Mike Rutherford (Genesis), Tico Torres (Bon Jovi) oder Ronan Keating haben es sich dem Vernehmen nach bis zu 30 000 Euro kosten lassen, um im Pro-Am-Format mit einem Golfprofi an ihrer Seite um den Sieg in der Team-Wertung spielen zu dürfen. Während Martin Kaymer mit seinem Bruder Philip und Rory McIlroy mit seinem Vater Gerry Gespanne bilden, wurde Knappe Geschäftsmann David Kilburn zugeteilt.

Luis Figo, Wladimir Klitschko und Jamie Dornan spielen auch mit

Mindestens genauso berühmt wie einige der Amateure sind die drei legendären Plätze, auf denen die Alfred Dunhill Links ausgetragen wird: St. Andrews Old Course, Kingsbarns und Carnoustie – diese Namen lassen jedes Golfer-Herz höher schlagen. Einen Cut gibt es nicht nach zwei, sondern erst nach drei Runden. Jeder spielt einmal jeden Platz. Übrig bleiben die 60 Besten (und Schlaggleiche), die Sonntag auf dem Old Course, dem »Home of Golf«, den Sieger ermitteln, sowie die 20 stärksten Teams. Knappe beginnt am Donnerstag (ab 11.50 Uhr) in Kingsbarns, darf am Freitag (ab 10.55 Uhr) in St. Andrews aufteen und ist am Samstag (ab 10.22 Uhr) in Carnoustie gefordert.

210 000 Euro Preisgeld sind noch längst nicht genug

Das gilt für den Tour-Debütanten vom GC Paderborner Land im doppelten Sinn, denn wenn er sich vom 134. Platz im Race-to-Dubai-Ranking noch entscheidend verbessern will, muss in den verbleibenden Turnieren zumindest ein Top 10-Resultat her. Etwa 210 000 Euro hat der 28-Jährige bislang eingespielt, fast 330 000 Euro hat der Schwede David Lingmerth auf dem Konto, der den 100. Platz einnimmt und genau das ist der letzte, der die Spielberechtigung für die European Tour 2018 garantiert. Sechs Turniere bleiben noch.

Florian Fritsch hat gezeigt, wie der große Sprung gelingen kann

Wie so ein großer Sprung gelingen kann, konnte der gebürtige Briloner zuletzt beim British Masters in Newcastle aus nächster Nähe verfolgen. Während er den Cut als 113. verpasste, spielte sich der Heidelberger Florian Fritsch, an den ersten beiden Tagen Knappes Flightpartner, bis auf den geteilten vierten Platz vor und wurde dafür mit 143 000 Euro belohnt. Das genügte, um seinen Kontostand zu verdoppeln und die Chancen auf die Tourkarte erheblich zu steigern. Knappes bislang höchstes Preisgeld waren die gut 57 000 Euro, die er für den geteilten 26. Platz bei der Scottish Open Mitte Juli kassiert hat. Vielleicht ist das ein gutes Omen vor dem zweiten Auftritt auf schottischem Boden. Mit dem Sieger­scheck wäre er definitiv aller Sorgen ledig, denn der ist 700 000 Euro dick.

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