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2. Basketball-Bundesliga: Uni Baskets Paderborn verlieren in Karlsruhe mit 74:83

Zu viele Fehler

Paderborn

Reinfall im Löwenkäfig: Nach der Zähmung der Tübinger Tiger (87:81) haben die Uni Baskets Paderborn am Mittwochabend das Gastspiel der 2. Basketball-Bundesliga ProA bei den jetzt punktgleichen PS Karlsruhe Lions mit 74:83 (31:37) verloren.

Jörg Manthey

Aggressiv in der Deckung gearbeitet: Daniel Mixich brachte es in Karlsruhe auf fünf Punkte. Foto: Jörg Manthey

Auch ein gut aufgelegter Drew Cushingberry mit 21 Punkten konnte das nicht abwenden. Die Uni Baskets leisteten sich in der Europahalle in der Summe zu viele Fehler und blieben insgesamt unter ihren bisherigen Quoten. Als positiver Nebeneffekt bleibt: Wegen des 86:75-Sieges im Hinspiel konnte der direkte Vergleich gewonnen werden.

Der Auftakt von sechs Spielen im Februar war ein munteres und auch nervöses Hin und Her. Nach zwei Dreiern von Drew Cushingberry und Robert Drijencic hieß es zwar 6:2, doch dies sollte bis zum Seitenwechsel das einzig Zählbare der Gäste aus der Ferne bleiben. Es entwickelte sich ein fehlerbehaftetes Treffen hüben wie drüben. Über 7:7 und 9:9 blieb es ausgeglichen. Zwei verwandelte Benson-Freiwürfe brachten die 13:9-Führung. Die konnte nicht in die Viertelpause gerettet werden – 14:17. Nach dem 14:19 wurde Daniel Mixich geblockt und bügelte dieses Malheur mit einer Balleroberung gegen Karlsruhes Rückkehrer KC Ross-Miller schlitzohrig wieder aus. Trotzdem blieb Karlsruhe tonangebend – 22:16, 26:20, 31:22 (16.). Steven Esterkamp versuchte vergeblich, den Löwen-Rhythmus mit Auszeiten zu stören. Der gut aufgelegte Drew Cushingberry (elf Punkte im ersten Durchgang) und Grant Benzinger mit seinem ersten Korb verkürzten eine Minute vor der Pause auf 28:33, doch der Rückstand wuchs wieder auf 31:37 an.

Das Übel war auf dem Statistikbogen rasch auszumachen: Bloß zwei von elf Distanzwürfen fanden ihr Ziel (18 Prozent), zwölf von insgesamt 31 Verschen aus dem Feld (39 Prozent). Neun Turnover und vier Assists bis zu diesem Zeitpunkt zeugten von einem verbesserungswürdigen Teamspiel in der Offensive. Geschäftsführer Dominik Meyer gefiel die Defensive der Uni Baskets. „Es ist ein defensiv gesprägtes Spiel, alles ist noch drin“, lautete sein Zwischenfazit. „Wir müssen offensiv zulegen und gut aus der Pause kommen.“

Paderborn verlegte sich nun auf eine Zonenverteidigung. Mixich und Drijencic (2) mit Dreiern (42:46) und Benzinger (46:49) belohnten eine Steigerung. Nach dem 48:51 (Benzinger, 17.) leistete sich Peter Hemschemeier ein unsportliches Foul bei einem Karlsruher Dreier-Versuch; plötzlich hieß es wieder 48:57. Doch die Uni Baskets blieben dran. Der Lohn: Mixich und Cushingberry schafften den Anschluss, Benzinger holte mit seinem ersten Dreier die Führung zurück – 66:64 (33.). Benzingers 68:66 (35.) sollte dann die letzte Führung bleiben. Über 68:77 und 70:81 fehlten der Esterkamp-Truppe in der Schlussphase die richtigen Antworten.

Die Baskets-Statistik

PS Karlsruhe Lions - Uni Baskets Paderborn 83:74 (17:14, 20:17, 25:26, 21:17).

Karlsruhe Lions: Gilder-Tilbury (4), Lyles (8), Schmitz (0), Foster (6), Pilipovic (8), Pechazek (21), Francisco (0), Ross-Miller (9), Norl (14), Marshall (0), Pluskota (13), Eltges (0).

Uni Baskets Paderborn: Döring (0 Punkte, 0,6 Minuten), Cushingberry (21 Punkte, 4 Assists, 4 Rebounds, 29:48 min), Mixich (5 Punkte, 26:16 min), Hemschemeier (0 Punkte, 8:47 min), Drijencic (11 Punkte, 4/3 Dreier, 25:35 min), Großmann (0 Punkte, 3 Steals, 15:53 min), Buntic (9 Punkte, 5 Rebounds, 22:09 min), Benzinger (11 Punkte, 1/7 Dreier, 24:22 min), Benson (9 Punkte, 5/6 Freiwürfe, 11 Rebounds, 17:51 min), Ward (8 Punkte, 7 Assists 29:13 min).

Das nächste Spiel: Uni Baskets - Bayer Giants Leverkusen (Sa., 6. Februar, 19.30 Uhr, Maspernhalle)

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