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Vorbereitung auf den Ironman Kanada

Salzkottener Triathlet Elmar Sprink besteigt in den Alpen elf Viertausender

Salzkotten

Elmar Sprink (50) aus Salzkotten feiert seit Juni 2012 zweimal im Jahr Geburtstag. So ist der herztransplantierte Triathlet neulich also zehn geworden. „Zehn geschenkte Jahre“, sagt er nachdenklich. Zehn Jahre, in denen er sich zum fittesten Leistungssportler mit einem Spenderherzen auf diesem Globus aufschwang. „Ich sehe das so: Andere schneiden jeden Tag einen Zentimeter vom Maßband des Lebens ab. Ich dagegen bin bei Null gestartet und bekomme jeden Tag einen Zentimeter dazu“, hat er mal gesagt.

Extremsportler Elmar Sprink fühlt sich im Hochgebirge wohl. Anfang Juli will er im südschweizerischen Kanton Wallis auf der Spaghettirunde Höhenluft schnuppern. Foto: David Newton

Nach einigen Rückschlägen ob einer fiesen Lungenentzündung – Konsequenz: kein Rund um Köln, kein Ironman Hamburg, keine Ironman-WM in den USA – vermisst Sprink heuer sowas wie ein Erfolgserlebnis; das nagt.

In der vorigen Woche stand für den Salzkottener im Herzzentrum NRW in Bad Oeynhausen der jährliche Gesundheitscheck bei Dr. med. Michiel Morshuis an. Jenem Herzchirurgen, der ihm 2012 das Spenderherz transplantiert hatte. Der Leistungstest fiel (natürlich) absolut zufriedenstellend aus. „Herz, Lunge, Nieren, Leber, Haut, Darm – alles top. So darf es bleiben“, erzählt der Triathlet, der bei diesem Ortstermin und beim Schwimmtraining in der Sälzer Lagune von einem Stern TV-Fernsehteam begleitet wurde.

2014 war er bereits in der RTL-Magazinsendung zu Gast. Für frisches sportliches Filmmaterial dreht das Fernsehteam auch an diesem Sonntag weiter. Den Ironman 70.3 Westfriesland in Hoorn (Niederlande) mit 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen möchte Sprink als Vorbereitungswettkampf auf den Ironman Kanada nutzen und „einfach nur Spaß haben“.

Anfang Juli geht‘s für eine kurze Weile in die Schweiz ins Hochgebirge. „Mal was anderes als Schwimmen, Radfahren und Laufen“, freut sich der Bergliebhaber, der schon in Nepal unterwegs war, auf die Abwechslung. Start ist in Zermatt. Sprinks Bewegungsprogramm: die berühmte „Spaghettirunde“, elf Viertausender in fünf Tagen. Die Südseite des Wallis ist Ziel dieser geführten Hochtouren-Woche. Der Klassiker inmitten der Walliser Alpen führt den Salzkottener auf die Gipfel des Monte Rosa Massivs. Das Ambiente-Versprechen des Veranstalters: „Vor lauter Gletschern erstarren deine Blicke zu Eis.“ Unter anderem wird in der höchstgelegensten Hütte der Alpen übernachtet, der Capanna Margherita auf 4554 Meter.

„Bis zum Ironman Kanada sm 28. August gibt es noch jede Menge zu tun“, weiß Elmar Sprink und freut sich schon auf den Start am Strand des Okanagan Lake samt einen der schönsten Radkurse der Welt. Die „Maranatha“-Kanonen werden das herausfordernde Rennen anschießen.

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