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Basketball-Zweitligist Paderborn verliert seinen Spielmacher

Barnes wechselt von den Uni Baskets zu den Gießen 46ers

Paderborn

Die Uni Baskets Paderborn brauchen schon wieder einen neuen Spielmacher. Nach Kendale McCullum (der für die kommende Saison bei den Hamburg Towers angeheuert hat) und Drew Cushingberry in den Vorjahren verlässt auch Point Guard Jordan Barnes den Basketball-Zweitligisten nach nur einer Spielzeit. Er bleibt in der ProA und soll BBL-Absteiger Gießen 46ers zurück ins Oberhaus führen. Dorthin war auch McCullum nach seiner Deutschland-Rückkehr aus Finnland gewechselt.

Tschüss, Paderborn: Jordan Barnes (rechts) schließt sich dem BBL-Absteiger Gießen 46ers an und beerbt dort den Ex-Paderborner Kendale McCullum, der zu den Hamburg Towers wechselt. Foto: Elmar Neumann

Das „Gesamtpaket“ Barnes ist ein schmerzlicher Verlust für die Uni Baskets. In der abgelaufenen Pro A-Serie erzielte der 24-jährige US-Boy im Durchschnitt 18.2 Punkte, 4.4 Rebounds und 6.8 Assists. Ob Dreier (37.7 Prozent), Freiwürfe (86.3 Prozent) oder durchschnittlich 31 Einsatzminuten – in allen Statistiken schloss er auf Topplätzen ab. Insgesamt stand er in 37 Partien als gesetzter Starting Five-Akteur auf dem Parkett und scorte 36 Mal im zweistelligen Bereich, wobei er mit 32 Zählern gegen Ehingen seinen persönlichen Highscore feierte.

Headcoach Steven Esterkamp findet für Barnes zum Abschied nur lobende Worte: „Jordan hat für uns ein großartiges Rookie-Jahr gespielt. Wir hatten großes Glück, einen so hochkarätigen Spieler auf der Point Guard-Position zu bekommen. Der erste Einzug der Baskets in die Play-offs seit zehn Jahren ist nicht zuletzt dank seiner spielerischen Qualitäten geglückt. Deswegen verdient Jordan jeden Erfolg, den er im Laufe der Jahre mit Sicherheit haben wird. Ich wünsche ihm alles Gute für seine Zukunft und freue mich, ihn mit Gießen wieder in der Maspernhalle zu sehen!“

Dominik Meyer

Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer hätte Barnes gern ein weiteres Jahr im Kader gesehen, bleibt aber realistisch: „Natürlich verlieren wir nicht gern unseren Point Guard. Aber wir müssen mit unseren begrenzten finanziellen Mitteln auskommen. Etatmäßig gehören wir weiter nicht zu den Topteams der Liga – weswegen wir es akzeptieren müssen, wenn der Spieler ein attraktiveres Angebot eines anderen Clubs annimmt.“ Gießen peile außerdem den direkten Wiederaufstieg an, was für Barnes den schnellen Weg in die BBL bedeuten würde. Meyer verspricht: „Wir werden keine wilden Sachen machen, um unrealistische Traumvorstellungen zu realisieren, sondern wirtschaftlich weiter hart arbeiten; mit der Ruhe, die wir dabei auch in den vergangenen Jahren an den Tag gelegt haben.“ Sein Versprechen: Die Uni Baskets werden wieder eine tolle, absolut konkurrenzfähige Mannschaft für die neue Saison zusammenstellen. „Was unsere generelle finanzielle Situation betrifft: Wir arbeiten jeden Tag daran, sie konstant zu verbessern. Natürlich ist es unser Ziel, schnellstmöglich in eine Lage zu kommen, die uns erlaubt, Spieler wie Jordan Barnes oder auch Chip Flanigan im Kader halten zu können.“

Barnes behält sein erfolgreiches Jahr in Paderborn in bester Erinnerung: „Ich möchte mich bei der Stadt Paderborn und den Fans dafür bedanken, dass sie mich hier so warmherzig willkommen geheißen haben. Ohne den Support unserer Fans und die Riesenstimmung in der Halle hätten wir das Abenteuer Play-offs nicht möglich machen können. Ich wünsche den Baskets alles Gute für die Zukunft! Jetzt freue ich mich auf die neue Herausforderung in Gießen und darauf, mit meinem neuen Verein bald wieder in der Maspernhalle zu spielen.“

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