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Uni Baskets hegen in Zeiten der Ungewissheit eine große Hoffnung – Samstag kommt Trier

Der Traum von Play-off-Spielen vor Fans

Paderborn

Muss diese ProA-Partie überhaupt ausgetragen werden? Sechs Tage bevor die Uni Baskets am Dienstag das Auswärtsspiel bei Phoenix Hagen souverän mit 105:75 für sich entschieden, waren die Gladiators Trier den Feuervögeln an selber Stätte mit dem fast identischen Resultat (77:104) unterlegen. Das heißt für das direkte Duell zwischen Paderborn und Trier am Samstag (19.30 Uhr) im Sportzentrum Maspernplatz doch bestimmt? Genau: rein gar nichts.

Elmar Neumann

Voller Einsatz, leere Tribüne: Auch die Baskets-Guards Drew Cushingberry (am Ball) und Grant Benzinger (rechts) hoffen, dass sich an diesem Anblick im Verlauf der Saison noch etwas ändert. Foto: Elmar Neumann

Auch Baskets-Coach Steven Esterkamp helfen derlei Quervergleiche kein bisschen weiter: „Das ist wieder ein neues, ein ganz anderes Spiel. Trier hat eine gute Mannschaft und spielt eine sehr starke Verteidigung. Wie in Hagen wird unser Teamplay der Schlüssel zum Erfolg sein.“ Die Gladiators sind jedoch auch eine Mannschaft, die die Folgen, die die Corona-Pandemie auf den Spielplan der 2. Basketball-Bundesliga hat, ziemlich deutlich zu spüren bekommt. Der Auftritt in Paderborn ist für das Team um den ehemaligen Baskets-Pointguard Chase Adams das vierte Spiel innerhalb von elf Tagen. Auf die Abfuhr in Hagen folgte vier Tage später ein 75:70-Erfolg in Jena und am Mittwoch eine 68:77-Heimniederlage gegen die Bayer Giants Leverkusen.

Trier ist mit der nun ausgeglichenen Bilanz Achter (3/3) und steht da, wo die Uni Baskets (3/4) mindestens hin wollen – auf dem letzten Platz, der noch zur Play-off-Teilnahme berechtigt, sofern die Endrunde denn planmäßig über die Bühne gehen sollte. „Keiner kann wissen, wie die Saison verläuft, aber unsere große Hoffnung ist, dass spätestens zu den Play-offs wieder Zuschauer zugelassen werden und dann wollen wir unbedingt dabei sein“, sagt Kapitän Ivan Buntic. In der Vorsaison waren die Uni Baskets bekanntlich glänzender Sechster, als Corona kam und den Traum vom ersten Play-off-Einzug nach acht langen Jahren zunichte machte.

Badu Buck (rechts), der hier viel Spaß mit Co-Trainer Nino Garris hat, fehlt den Baskets gegen Trier. Foto: Elmar Neumann

Was damals arg frustrierte, dient dieser Tage der Motivation. Entsprechend kritisch betrachtet Buntic die bisherige Ausbeute. Vor allem die zwei hauchdünnen Niederlagen in Schwenningen (78:79) und Tübingen (101:103) nerven. „Es hätten definitiv schon mehr als drei Siege für uns sein können oder sogar müssen. Selbst gegen Rostock hatten wir eine Chance. Aber das ist jetzt nicht mehr zu ändern und so bleibt uns nur, alles daran zu setzen, weitere vermeidbare Niederlagen auch tatsächlich zu verhindern. Ich will gar nicht daran denken, wenn uns ein Spiel wie in Schwenningen oder Tübingen am Ende die Play-off-Teilnahme kosten sollte“, sagt Buntic.

Der Traum des Teams ist auch der Traum des Trainers. Esterkamp macht ebenfalls nichts lieber, als mit seiner Mannschaft in einer brodelnden Maspernhölle die großen Favoriten zu düpieren, wie es zuletzt am 6. März beim spektakulären Sieg gegen Meister Niners Chemnitz (92:91) der Fall war. Wann solche Basketball-Feste wieder gefeiert werden dürfen, ist in diesen Tagen abermals äußerst ungewiss, doch wenn dann irgendwann wieder in voller Halle gespielt werden darf, soll die Ausgangsposition der Baskets so aussichtsreich wie möglich sein: „Wir bleiben optimistisch und tun alles dafür, um bis zum Schluss die Chance auf einen Play-off-Platz zu haben“, sagt Esterkamp und bleibt doch seiner Taktik treu. Das bedeutet, von Spiel zu Spiel zu schauen und sich in diesem Fall auf Trier zu konzentrieren. Während die Gladiators ihren Kapitän Jermaine Bucknor (Hüft-OP) vermissen und der Einsatz des nachverpflichteten Jonathan Dubas (Handverletzung) fraglich ist, steht Esterkamp der gleiche Kader wie beim Sieg in Hagen zur Verfügung. Tom Alte (Mittelhandbruch) spielt erst im nächsten Jahr wieder, Badu Buck (Muskelfaserriss in der Leiste) nächste Woche.

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