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Die Uni Baskets erwarten nach drei Niederlagen in Folge die Tigers Tübingen

Ein richtungsweisendes Match

Paderborn

Drei Niederlagen in Folge haben die Uni Baskets Paderborn aus den Play-off-Rängen der 2. Basketball-Bundesliga ProA gekegelt. So kommt der Heimaufgabe am Samstagabend (19.30 Uhr, Maspernhalle) definitiv eine richtungsweisende Bedeutung zu. Als Gegner werden die Tigers Tübingen erwartet, die mit zwei Zählern weniger unmittelbar hinter den Uni Baskets auf Position elf lauern.

Jörg Manthey

Zurück im Training: Daniel Mixich kann am Samstag gegen Tübingen wieder mitwirken. Foto: Elmar Neumann

Will der Gastgeber weiter die Play-offs ernsthaft im Blick behalten, darf er sich gegen die Tiger keinen weiteren Reinfall leisten. „Immer wenn wir nachgelassen haben, haben wir einen auf die Mütze gekriegt“, mahnt Geschäftsführer Dominik Meyer. Derweil setzt Pressesprecher Patrick Lüke nach dem 62:96-Tiefpunkt gegen die hart zupackenden Kirchheim Knights auf eine gelungene Dressurnummer der Paderborner Dompteure. „Ich bin mir sicher, dass am Samstag ein ganz anderes Team auf der Platte stehen wird.“

Daniel Mixich hat seine leichte Gehirnerschütterung überwunden und ist wieder zurück im Training. Nicht mithelfen im Schlüsselspiel kann Pechvogel Tom Alte. Der Center, am Mittwoch 26 Jahre alt geworden, muss mehrere Wochen wegen einer Knochenläsion im Kniebereich aussetzen. Headcoach Steven Esterkamp sondiert eifrig den Markt und ist guten Mutes, in Kürze Vollzug vermelden und die entstandene Lücke unter dem Korb mit einem Big Man schließen zu können.

Paderborns Polster auf Abstiegsplatz 13 ist bis auf vier Punkte geschrumpft. „Es ist in dieser speziellen Saison alles unglaublich eng beisammen“, sagt Patrick Lüke mit Blick auf die ProA-Tabelle. Klar ist: Die Uni Baskets wollen auf heimischem Terrain erstarken und in die Erfolgsspur zurückfinden. Dominik Meyer: „Die zwei knappen Niederlagen gegen Heidelberg und Bremerhaven werden in Kirchheim eine Rolle gespielt haben. Vielleicht hatten wir uns vorher einfach zufrieden gegeben mit unseren Leistungen, auch wenn wir nicht gewonnen haben. Es war ja stets eine gute Halbzeit dabei.“

Das Training in dieser Woche sei nicht einfach gewesen, erzählt Steven Esterkamp. „Ich hoffe, der Akku ist rechtzeitig wieder voll. Wir brauchen Energie für 40 Minuten Kampf in der Verteidigung. Aus der Vergangenheit müssen wir lernen und gegen Tübingen so ziemlich alles besser machen als zuletzt.“

Mit dem Gegner, der erst am Spieltag anreist, haben sie eine Rechnung offen. Tübingen hatte das dramatische Hinspiel Anfang November 2020 erst in letzter Sekunde durch einen Buzzer Beater von Troy Simons für sich entscheiden können. 101:101 leuchtete es auf der Anzeigetafel, als Simons eine Winzigkeit vor der Schlusssirene der Lucky Punch gelang – 101:103 aus Sicht der bedröppelten Baskets.

Die Tübinger Tiger glänzten am Vorwochenende bei der Premiere in ihrer neuen Heimspielstätte in Rottenburg mit einem 101:93-Streich gegen die Bremerhavener Eisbären. Matchwinner war der Finne Elias Valtonen (21), der im Dezember 2020 zum ProA-Youngster des Monats gekürt worden war. Valtonen erzielte dabei einen neuen Karrierebestwert von 30 Punkten und unterstrich, warum er eine Nationalmannschaftsnominierung für die EM-Qualifikationsspiele gegen Georgien und die Schweiz erhalten hat. Doch zwickt dessen Daumen; Einsatz vielleicht fraglich.

„Tübingen ist ein gut gecoachtes Team. Die spielen sehr stark zusammen und sehr aggressiv“, nickt Esterkamp anerkennend. Sein Tübinger Kollege Danny Janssen kommentierte die Bremerhaven-Leistung in der Partie als „solide. Wir haben nichts wirklich außergewöhnlich gemacht. Ich denke, dass wir noch besser spielen können.“

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