1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Uni-baskets
  6. >
  7. Es bleibt ein Kampf

  8. >

Uni Baskets haben in der Corona-Krise bislang mehr Glück als die Konkurrenz

Es bleibt ein Kampf

Paderborn

Als die Verantwortlichen der Uni Baskets am vergangenen Samstag im Anschluss an den 105:69-Sieg über Trier zusammenstanden, dominierte der Optimismus – in doppelter Ausprägung.

Elmar Neumann

Ein Bild mit Symbolcharakter: Wie Triers Ex-Paderborner Chase Adams und Baskets-Guard Drew Cushingberry kämpfen sich alle ProA-Teams durch die von der Corona-Pandemie geprägte Saison. Foto: Elmar Neumann

Der Rückblick auf das gerade Dargebotene ließ nichts als einen zuversichtlichen Ausblick auf die kommenden Aufgaben zu, aber auch dem Ergebnis der am nächsten Tag zu erwartenden Lockdown-Gespräche von Bund und Ländern sahen Geschäftsführer Dominik Meyer und Co. entspannt entgegen.

Sorgen, dass auf den Profisport und damit die 2. Basketball-Bundesliga eine weitere Zwangspause warten könnte, hegte niemand und die Gelassenheit sollte sich als berechtigt herausstellen. „Wenn irgendetwas in diese Richtung gedroht hätte, wären wir vorab von der Liga zumindest über eine entsprechende Vorahnung informiert worden. Da kam aber nichts und entsprechend sicher waren wir uns, dass wir vorerst weiterspielen dürfen“, sagt Meyer.

Der 34-Jährige ist natürlich froh darüber, dass die Uni Baskets ihre aktuelle Formstärke auch an diesem Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) im Heimspiel gegen die Kirchheim Knights unter Beweis stellen können, sieht die Profis dank der verschärften Coronaregeln aber auch noch besser geschützt: „Die Blase, in der sich die Jungs bewegen, ist noch kleiner geworden. Sie haben jetzt noch weniger Möglichkeiten, rauszugehen oder sich mit jemandem zu treffen und laufen daher auch weniger Gefahr, sich anzustecken.“

Stattdessen liegt die Konzentration ganz darauf, weiterhin mit begeisternden Vorstellungen zum – wie es Meyer nennt – „Unterhaltungsprogramm“ beizutragen. Die Livestream-Zahlen lassen vermuten, dass ihnen das gut gelingt. Gegen Trier haben dem Esterkamp-Team in etwa so viele Fans zugesehen, wie in ein ausverkauftes Sportzentrum Maspernplatz passen, gegen die Ritter darf am Samstag mit einem ähnlichen Wert gerechnet werden.

Alles bestens also? Natürlich nicht. Die Saison, auch wenn sie noch nicht unterbrochen wurde, ist und bleibt für alle Beteiligten ein Kampf. Zwar sind die bestens betreuten Uni Baskets bislang von einem Coronafall in den eigenen Reihen verschont geblieben und müssen „nur“ die Duelle mit Nürnberg und Bremerhaven nachholen, aber ein Blick auf die sechs Absagen allein in dieser Woche belegt, wie schwer sich die Liga damit tut, den Spielbetrieb in einigermaßen geordneten Bahnen über die Bühne zu bringen. Sowohl in Tübingen (gegen Schwenningen) als auch in Bremerhaven (gegen Tübingen) wird nicht gespielt, weil die dortigen Hallen zu Impfzentren umfunktioniert werden. Ehingen (gegen Schwenningen) badet die Folgen eines weiteren positiven Schnelltests aus, und wie Nürnberg (gegen Leverkusen) legt nun auch Phoenix Hagen (gegen Karlsruhe und Rostock) eine von den eigenen Ärzten dringend empfohlene Pause ein. Nach bereits 2x2 Wochen Quarantäne sind die Feuervögel noch nicht fit genug, um sich im Vier-Tage-Rhythmus mit den Konkurrenten zu messen. Die 30-Punkte-Klatschen gegen die Uni Baskets (75:105) und Schwenningen (54:84) dienten als deutliche Belege dafür. Den großen Optimismus, der gerade in Paderborn herrscht, können nicht alle teilen.

Startseite