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Grant Benzinger will die Uni Baskets zum Sieg gegen die Kirchheim Knights führen

Fast wieder der Alte

Paderborn

Als Grant Benzinger im Sommer 2018 in Paderborn eintraf, schien dem smarten US-Boy zunächst nahezu alles zu gelingen. Er verwandelte selbst die wildesten Dreier, gab auch in den aussichtslosesten Situationen keinen Ball verloren und avancierte mit seiner begeisternden Interpretation der Sportart im Nullkommanichts zum Publikumsliebling.

Elmar Neumann

Kommt der Paderborner Grant Benzinger geflogen, geht Triers Jonas Grof (rechts) lieber in Deckung. Foto: Elmar Neumann

Aber die Rookie-Saison hatte für den Pointguard der Uni Baskets bekanntlich nicht nur Höhen parat. Am 19. Januar 2019, im Heimspiel gegen die Hamburg Towers, zog sich Benzinger einen Kreuzbandriss zu, der ihn letztendlich für 54 Wochen in die Rolle des ungeduldigen Beobachters beförderte. Die Zwangspause umfasste also auch große Teile seines zweiten Jahres in Diensten eines deutschen Zweitligisten und kaum war er wieder genesen, für sechs Spiele zurück, da bremste ein Konkurrent namens Corona die Comeback-Pläne aus. So ist es kein Wunder, dass der Sohn des einstigen Baseball-Stars Todd Benzinger (57 Jahre/1990 World-Series-Champion mit den Cincinnati Reds) mit Blick auf die laufende Spielzeit erst einmal lediglich einen Wunsch hegt: „Ich hoffe inständig, dass ich jetzt mal eine komplette Saison durchspielen kann. Das ist alles. Ein anderes Ziel habe ich nicht.“

Die Motivation ist entsprechend hoch. Und in der Tat: Die Leistungen erinnern nach acht Einsätzen und vor dem Heimspiel gegen die Kirchheim Knights (Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) immer mehr an das, was Grant Benzinger vor zwei Jahren abzuliefern vermochte. Damals waren es in 30 Minuten Einsatzzeit 14,7 Punkte sowie 5,7 Rebounds und 3,1 Assists pro ProA-Partie. In den ersten acht Spielen dieser Saison bekam der Amerikaner im Mittel drei Minuten weniger und verbuchte 12,3 Zähler sowie 4,9 Rebounds und 2,5 Vorlagen. Werte, die verdeutlichen: Der Playmaker ist fast wieder der Alte. „Ich habe enormen Respekt davor, wie Grant sich nach seiner langen Verletzungspause zurückgekämpft hat. Er ist für uns nicht nur wegen seiner Punkte, Rebounds und Assists so wichtig, sondern vor allem, weil er in jedem Spiel der härteste Arbeiter auf dem Court ist“, sagt Headcoach Steven Esterkamp und weiß, dass er von Benzinger auch gegen Kirchheim wieder 100 Prozent zu sehen bekommt.

Die Baskets haben gegen die Ritter eine Menge vor. Sie wollen den fünften Sieg im neunten Saisonspiel, den vierten im fünften Heimspiel und den dritten Sieg in Serie feiern. Dagegen spricht nicht viel, denn bei den Gästen läuft es in dieser besonderen Saison gerade nicht allzu gut (2/6). Das jüngste Spiel ist 14 Tage alt. Jenes 73:85 in eigener Halle gegen Schwenningen war für das Team von Trainer Igor Perovic die vierte Niederlage in Serie.

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