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Uni Baskets verlieren Nachholspiel bei Zweitliga-Schlusslicht Nürnberg nach Verlängerung mit 83:89

Fehlerfestival wird bitter bestraft

Paderborn (WB/jm)

War das schon das vorzeitige Ende des Play-off-Traumes? Die enttäuschenden Uni Baskets Paderborn haben am Abend die vermeintliche Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten der 2. Basketball-Bundesliga ProA, den Nürnberg Falcons, mit 83:89 nach Verlängerung vergeigt. Für die Nürnberger war es der erste Sieg im Kalenderjahr 2021, das erste Erfolgserlebnis nach elf Niederlagen in Folge.

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Barret Benson war in Nürnberg mit 13 Punkten erfolgreichster Schütze zur Halbzeit. Foto: ISPFD / IPD - Werner F. Schönberger

Kämpfen und etwas Zählbares mitbringen, auch für den verletzten Kapitän Ivan Buntic: Das war Paderborns Plan, bei dem wieder Daniel Mixich sowie 2,10-Meter-Youngster Vincent Neugebauer (18) mitwirkten. Center Tom Alte machte sich mit warm, blieb dann aber auf der Bank.

Im bis zum 5:7 ausgeglichenen ersten Viertel nutzte der Gast die Nürnberger Schwächen in der Pick-and-Roll-Verteidigung aus, setzte sich in der Folge bis auf 14:7 ab und zwang Falken-Coach Ralph Junge zu einer ersten Auszeit. Obgleich nur zwei von acht Dreiern saßen, ging es dank einer soliden Verteidigung mit einem 22:16 in den zweiten Abschnitt.

Nach einer Reihe von Flüchtigkeitsfehlern vorne wie hinten hieß es in Minute 14 nur noch 25:26; Auszeit Steven Esterkamp. Auf einen starken Block Jens Großmanns folgten zwei Dreier (Benson, Drijencic), Drijencic setzte noch einen Korbleger zum 38:28 drauf; Auszeit Nürnberg (17.). Die Uni Baskets leisteten sich in dieser Phase zu viele Turnover. Das Heimteam, das sich zunehmend stabilisierte, wusste aus der wachsenden Quote Profit zu schlagen und verkürzte zur Pause auf 39:41. Barret Benson war zu diesem Zeitpunkt mit 13 Punkten (83-Prozent-Quote aus dem Feld) treffsicherster Baskets-Schütze. „Wir haben es zwischenzeitlich gut gemacht und hätten weiter wegziehen können“, fand Geschäftsführer Dominik Meyer. „Diese Kleinigkeiten, die uns immer zurückwerfen, die müssen wir abstellen.“

Anfang des dritten Viertels geriet der Gast mit 41:44 ins Hintertreffen. Peter Hemschemeier mit einem Dreier (44:44) und Drew Cushingberry (46:46) schafften zweimal den Ausgleich. Nach einer Dreier-Serie und einem Drijencic-Offensivfoul hieß es 47:49. Zum Drittelende waren gerade mal ungenügende 13 Punkte gelungen – 54:60.

Der Rückstand wuchs gar bis auf zehn Punkte an. Sechs Minuten vor Schluss hieß es 61:71. Im Angesicht der Niederlage bäumten sich die Uni Baskets noch mal auf und bewiesen Moral. Drew Cushingberry verkürzte auf 70:71. Nach dem 72:73 besorgte Peter Hemschemeier einen Dreier, doch Tra Holder stellte bereits 97 Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich her. Fünf Minuten Verlängerung!

83 Sekunden vor Schluss, beim 81:84, nahm Coach Esterkamp eine Auszeit. Schade, dass Jens Großmann nun zwei Freiwürfe ausließ. Als Holder derer zwei verwertete und auf 86:81 erhöhte, war 17 Sekunden vor Schluss der Drops gelutscht. 16 Turnover waren einfach zuviel, und nicht alle Spieler erreichten bei dem Fehlerfestival Normalform. Demetrius Wards Quote aus dem Feld lag bei 15 Prozent, Grant Benzinger blieb trotz 30 Minuten Einsatzzeit korblos.

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