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Uni Baskets bei der 62:96-Niederlage gegen die Knights von Beginn an chancenlos

In Kirchheim ist kein Land in Sicht

Paderborn/Kirchhe...

Diese 470 Kilometer lange Anreise hätten sich die Uni Baskets sparen können. Der Zweitligist war bereits am Freitagmittag nach Kirchheim aufgebrochen, um am Samstagabend eine 62:96 (29:59)-Abfuhr gegen die gastgebenden Knights zu kassieren.

wn

In arger Bedrängnis: Mit 15 Punkten ist Demetrius Ward bei der 62:96-Niederlage gegen die Kirchheim Knights noch der erfolgreichste Werfer der Uni Baskets. Auch in dieser Szene sieht sich der Guard einer ritterlichen Übermacht ausgesetzt. Foto: Tanja Spindler

Für die Hausherren, das Team der Stunde in der 2. Basketball-Bundesliga, war es der siebte Sieg in Serie, für die Gäste die dritte Niederlage in Folge und eine, die sich kaum früher hätte abzeichnen können.

Auf den 10:3-Start der Ritter, deren letzter Misserfolg die Hinspielniederlage gegen die Uni Baskets (87:96) Mitte Dezember war, fand das Team von Headcoach Steven Esterkamp noch eine Antwort. Grant Benzinger (5) und Drew Cushingberry (2) sorgten mit ihren Punkten für einen 7:0-Run und das 10:10 (5.). Der weitere Verlauf dieses Vergleichs sollte dann aber mit Ausgeglichenheit nichts mehr zu tun haben. Erst waren es zehn (20:10/8.), dann 20 (40:20/15.) und mit dem Ende des ersten Durchgangs sogar 30 Punkte Unterschied. „Wir haben mit viel gerechnet, aber damit nicht. Okay, Kirchheim ist stark und hat einen super Lauf, aber wir haben einfach nicht die Intensität aufs Feld gebracht, die nötig gewesen wäre“, sagte Geschäftsführer Dominik Meyer.

Die Kirchheimer verbuchten allein von jenseits der Dreipunktelinie (10/21) mehr Zähler als die ersatzgeschwächten Paderborner in diesen 20 Minuten insgesamt. Klar in Führung lagen die Baskets nur in der Ballverlust-Statistik (15:5). Ohne die verletzten Tom Alte und Daniel Mixich sah das Team um den Kapitän und Ex-Kirchheimer Ivan Buntic schlicht kein Land.

Vor Beginn der zweiten Halbzeit musste unter diesen Umständen sogar ein neuer Negativ-Rekord befürchtet werden. Die höchste Zweitliga-Niederlage seit dem Erstliga-Abstieg vor elf Jahren setzte es im Februar 2013 in Vechta (62:104). Aber statt mit 42 oder mehr verloren die Uni Baskets in Kirchheim letztlich „nur“ mit 34 Punkten Unterschied. So hoch hatten sie sich bis Samstag unter dem Trainer Esterkamp allerdings auch erst ein einziges Mal geschlagen geben müssen – im November 2019 in Chemnitz (68:102). Passenderweise war es ein ehemaliger Paderborner, der den Schlusspunkt setzte: Till Pape sorgte per Alley-oop-Dunk für den Endstand.

Zweistellig punkteten im Trikot der Uni Baskets, für die nach 40 Minuten 26 Ballverluste notiert wurden, Demetrius Ward (15), Grant Benzinger (13) und Drew Cushingberry (10). Keine Frage, in dieser Verfassung wird auch das am kommenden Samstag, 30. Januar, wartende Heimspiel gegen die Tigers Tübingen eine schwerlich zu meisternde Herausforderung. Während Paderborn in Kirchheim unterging, feierten die Tiger einen 101:93-Heimsieg gegen Bremerhaven. „Wir haben eine extrem harte Woche hinter uns, gegen Bremerhaven und Heidelberg jeweils nach Führung verloren und dazu haben sich noch zwei Spieler verletzt. Ich glaube, wir müssen uns jetzt mal richtig schütteln, um uns dann wieder voll auf Tübingen zu fokussieren“, sagte Meyer, der sich den 470 Kilometer langen Ausflug ebenfalls angetan hatte.

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