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2. Basketball-Bundesliga ProA: Sieg gegen Spitzenreiter Rasta Vechta

Uni Baskets Paderborn wie aus einem Guss

Paderborn

Die Uni Baskets Paderborn haben sich für eine fantastische Teamleistung belohnt und als erste Mannschaft der laufenden ProA-Saison Rasta Vechta geschlagen. Beim 86:80 (22:22, 19:29, 19:17, 26:12) war vor allem das letzte Viertel eine Demonstration von Stärke.

Von Jörg Manthey

Buzz Anthony übernahm Verantwortung und war mit 25 Punkten der Topscorer beim Spitzenreiter-Sturz. Foto: Jörg Manthey

Eigentlich wollte Spitzenreiter Rasta seinen achten Sieg im achten Spiel einfahren und damit den besten Meisterschaftsstart in der Vereinsgeschichte markieren. Doch die Uni Baskets, lautstark angefeuert von 1861 Fans in der Maspernhölle, hatten etwas dagegen.

Headcoach Steven Esterkamp war einfach nur stolz auf seine Jungs. „Wir waren 40 Minuten ein Team und haben zusammengespielt. Es war ein wichtige Erfahrung für alle: Mit unserem Stil können wir auch Topteams schlagen.“

Starke Leistung von Beginn an

Von Beginn an ärgerten die Hausherren den Topfavoriten auf die Meisterschaft. Bis zum 13:12 war Buzz Anthony mit elf Punkten Paderborns Dominator. Das erste Viertel endete mit 22:22. Danach übernahmen die Baskets die Kontrolle und setzten sich bis auf 29:22 ab, ihre höchste Führung im Match; Auszeit Vechta. Vor allem Jens Großmann drückte dieser Phase seinen Stempel auf, offensiv wie defensiv.

Nach dem 32:26 fing sich Vechta und nutzte eine Reihe unglücklicher Aktionen des Gastgebers eiskalt aus – 32:39 nach einem 0:13-Lauf. Mit einem 41:51 ging es in die Halbzeitpause, und der Rückstand sollte bis auf 41:55 anwachsen.

Die Uni Baskets zeigten nun, dass sie dazugelernt haben. Statt in alte Muster zu verfallen, wehrten sie sich als Kollektiv und kämpften sich kontinuierlich heran (57:61). Mit dem Zwischenstand von 60:68 ging es in den letzten Durchgang, und der sollte ziemlich magisch werden.

Sehenswerte Aktionen

Denn nun bekamen James Fleming und Co. die zweite Luft. Sehenswerte Aktionen reihten sich aneinander, der Wille zum Favoritensturz bahnte sich über leidenschaftliche Abwehrarbeit seinen Weg – 68:73, 72:75, 75:75. Viereinhalb Minuten vor Schluss war alles wieder offen. Mit zwei verwandelten Freiwürfen holte Lars Lagerpusch die Führung zurück (79:77), und die sollte nicht mehr abgegeben werden. Oshane Drews und Buzz anthony bauten das kleine Polster auf 83:78 aus. Noch 96 Sekunden. Vechtas Konter blieb aus. Anthony und Drews banden von der Freiwurflinie den Sack zu.

Insgesamt ließ die Paderborner Defense im zweiten Durchgang lediglich 29 Punkte des namhaften Rasta-Ensembles zu. „Wir haben Vechta am Ende den Schneid abgekauft“, strahlte Geschäftsführer Dominik Meyer. „Die hatten nach ihrer klaren Führung im dritten Viertel mit so einem Aufbäumen wohl nicht mehr gerechnet und zu früh einen Haken drunter gesetzt.“

„Wir haben heute das gemacht, was uns immer ausgezeichnen sollte“

Kapitän Lars Lagerpusch strahlte: „Wir haben heute das gemacht, was uns immer ausgezeichnen sollte. 40 Minuten mit Tempo und aggressiv gespielt und unseren Stiefel durchgezogen. Da hat es jedes Team schwer, gegen uns zu bestehen, noch dazu mit unseren tollen Fans im Rücken.“

Uni Baskets: Anderson (4), Anthony (25/4), Fleming (13/3), Drews (11/1), Linßen (6), Großmann (14/3), Konradt (2), Jocelyn (2), Kayser (0), Lagerpusch (9)

Vechta: Johnson (3/1), Jones (17/3), E. Wolf (2), Ferner (7/1), Lodders (0), Agee (13), Schwieger (9/1), J. Wolf (2), Aminu (13), Flanigan (14)

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