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Uni Baskets gewinnen beim Schlusslicht in Ehingen völlig problemlos mit 105:79

Wie ein Trainingsspiel

Paderborn

Der Schongang ist genug: Die Uni Baskets müssen zu keinem Zeitpunkt auch nur an die Nähe ihrer Leistungsgrenze gehen, um am Sonntagabend mit dem 105:79 (59:46) beim Ligaletzten Team Ehingen Urspring im sechsten Auswärtsspiel den zweiten Sieg in der Fremde einzufahren.

Elmar Neumann

Nach einer elfwöchigen Verletzungspause meldet sich Tom Alte beim Sieg gegen Ehingen mit 18 Punkten in 13 Minuten zurück. Foto: Elmar Neumann

Ideal geraten diese 40 Minuten damit gerade für Tom Alte. Der Center steht nach auskuriertem Mittelhandbruch zum ersten Mal seit dem 24. Oktober 2020 wieder auf dem ProA-Parkett und ist scheinbar auf Anhieb wieder der Alte. Dem 25-Jährigen genügt seine 13-minütige Einsatzzeit, um 18 lockere Punkte zu erzielen.

Am 38. Geburtstag von Ehingens Trainer Domenik Reinboth sowie zwei Tage nach dem 40. von Paderborns Headcoach Steven Esterkamp und drei nach dem 35. von Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer entstand ein Duell, das nie über den Charakter eines Trainings- oder Vorbereitungsspiels hinauskam. Die Möglichkeiten der jungen, zuhause nun seit 14 Spielen erfolglosen Gastgeber waren zu überschaubar, die der Gäste zu groß, als dass es jemals Zweifel am Ausgang dieser Partie hätte geben können. „Wir haben von Anfang an gezeigt, wer das bessere Team ist. Das war der Plan und es freut mich, dass die Jungs das so konzentriert umgesetzt haben", sagte Esterkamp.

Auch ohne den erkälteten Jens Großmann gaben die Uni Baskets nach dem 7:7-Zwischenstand mit einem 10:0-Lauf die Richtung vor. In dieser Phase war es insbesondere Daniel Mixich, der sich mit acht frühen Punkten in den Fokus warf. Und Tom Alte? Der ließ es wenige Sekunden nach seiner Einwechslung sofort krachen, stellte sich mit einem Dreipunktspiel beim Gegner vor und blieb bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit fehlerlos. Die ersten sieben Versuche fanden ihr Ziel, ehe der Ex-Rostocker den Buzzer Beater zum möglichen 61:46 für die Seinen verlegte. Auf wie wenig Gegenwehr die Uni Baskets unter den Körben trafen, belegen zwei Beweise: Alte & Co. versenkten vor der Pause 17 ihrer 20 Würfe in Brettnähe und wurden dabei nur ein einziges Mal regelwidrig gestört. Die Gesamtquote aus dem Feld lag zum Seitenwechsel bei fast 70 Prozent.

Was sich der Play-off-Kandidat vorwerfen lassen musste, ist, dass er die Kräfteverhältnisse nicht dauerhaft deutlicher auf die Anzeigetafel brachte. Doch statt möglichst klar zu gewinnen, konzentrierte sich Esterkamp darauf, die Minuten gleichmäßig zu verteilen. Kein Spieler stand weniger als 13, keiner viel mehr als 23 Minuten auf dem Parkett. „Ich bin heute ein sehr glücklicher Trainer. Ich konnte allen Spielern viel Einsatzzeit geben und sie haben mir starke Leistungen gezeigt“, sagte Esterkamp nach dem sechsten Sieg im elften Saisonspiel. Auch der 40-Jährige zeigte sich von Tom Altes beinahe perfekter Vorstellung (8/9 aus dem Feld) begeistert: „Tom war überragend. Er sollte im ersten Spiel nach der langen Pause nicht so lange spielen, aber was er aus den 13 Minuten gemacht hat, ist sensationell.“ Ein nicht minder kräftiges Lob hatte der Coach allerdings auch für die Teenager im Team parat – Leo Döring (19) und Peter Hemschemeier (17): „Leo und Peter haben das sehr gut gemacht. Sie haben sehr schlau gespielt, sehr gut verteidigt und immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Ich bin sehr stolz auf die beiden.“

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